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Die Fondsregelung mit 100 Millionen Euro ... halte ich für eine Abspeisung der
berechtigten Ansprüche auf Opferentschädigung. Menschliche Regungen im Bundestag - Heidrun Dittrich, Die Linke
"Brief an den runden Tisch ehemaliger Heimkinder
Sehr geehrte Frau Monika Tschapek-Güntner, sehr geehrte Mitglieder des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.,
... Ihre Empörung über die Ergebnisse des Runden Tisches Heimerziehung (RTH) teile ich.
Ich unterstütze in vollem Umfange Ihre Forderungen nach Entschädigung der Betroffenen mit einer Opferrente. Das systematische Unrecht, das den Betroffenen im Heimwesen der Bunderepublik Deutschland der
50er und 60 er Jahre angetan wurde, muss als Solches anerkannt werden. (Vgl. Prof. Dr. Kappeler: Vortrag in der 1. Arbeitssitzung des Runden Tisches zur Aufarbeitung der Heimerziehung der vierziger bis siebziger
Jahre am 2./3.April 2009)
Es wäre besser gewesen, auf die Überlebenden dieses einzigartigen Nachkriegsverbrechens zu hören, um mit einer angemessenen finanziellen Entschädigung den ehemaligen Heimkindern
zumindest im Alter einen Teil der geraubten Würde zurückzugeben.
Es ist beschämend, dass von den stimmberechtigten ehemaligen Heimkindern am RTH mit der Drohung: "Sonst gibt es gar nichts!" eine
Zustimmung zu den unzureichenden Vorschlägen erpresst werden sollte. (Vgl. Brief von Jürgen Beverförden, Mitglied am RTH, an die Mitglieder der Bundestagsfraktion der SPD aus 04/2011 und Abgeordnete der LINKEN)
Die Fondsregelung mit 100 Millionen Euro für Therapien und 20 Millionen Euro für nachzuzahlende Rentenversicherungsbeiträge halte ich für eine Abspeisung der berechtigten Ansprüche auf
Opferentschädigung. Die Forderungen des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. nach einer monatlichen Opferrente in Höhe von 300 Euro oder wahlweise 54.000 Euro Einmalzahlung ist ein Minimum, für entgangene
Lebenschancen und Schädigungen an Leib und Seele. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern mit Behinderung, aus der damaligen DDR, Betroffenen mit Heimzeiten der 40er Jahre und Betroffenen aus Heimzeiten der
70er und 80 er Jahre wäre notwendig gewesen. Eine Aufteilung in Berechtigte und Nicht- Berechtigte ist nicht hinzunehmen.
Diesem reichen Staat, der sich als Exportweltmeister rühmt, steht es schlecht an,
für die Bankenrettung innerhalb einer Woche 480 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, bei den ehemaligen Heimkindern hingegen, rigoros zu schachern.
Die Kirchen dürfen als Institutionen nicht geschont
werden. Vor allem die katholische Kirche hat noch bei den jüngsten Missbrauchsskandalen bewiesen, dass sie die Schutzbefohlenen nicht schützt. Statt im Interesse der Schutzbefohlenen, die Schuld anzuerkennen und
den Missbrauch an Schutzbefohlenen aufzuklären, wurde einer Strafvereitelung der Vorzug gegeben. ...
Das System der geschlossenen Heimerziehung bis in die 70er Jahre war staatlich organisiertes Unrecht. Die
geschlossenen Heime in der Bundesrepublik Deutschland konnten erst durch die Jugendproteste der Heimkinder, der Studenten, Auszubildenden, Erzieher/ innen ab 1968 schrittweise verändert und abgeschafft werden.
Eine Individualisierung des Unrechts in der Heimerziehung ist nicht hinzunehmen. Daher begrüße ich Ihre Absicht, die Ergebnisse des RTH für unzureichend zu erklären und den Klageweg bis zum Bundesgerichtshof
und dem Europäischen Gerichtshof zu beschreiten ...
Mit solidarischen Grüßen Heidrun Dittrich"
http://www.heidrundittrich.de/heimkinder.htm
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13.05.2011 Vaatz: DDR-Heimkinder für SPD Opfer zweiter Klasse Berlin (ots) - Die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Marlene Rupprecht, hat am Freitag gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärt,
westdeutsche Heimkinder müssten gegenüber ostdeutschen Heimkindern Vorrang bei Hilfsmaßnahmen genießen. Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz:
"Es ist schon bezeichnend, wenn die SPD-Sozialpolitikerin Marlene Rupprecht im Zuge der jetzt diskutierten Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder aus westdeutschen Heimen der 50er und 60er Jahre und Kinder aus
Heimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR Vorrang für westdeutsche Heimkinder fordert. Sie spielt bewusst zwei Opfergruppen gegeneinander aus.
Zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung Deutschlands kommt so ein gespaltenes Verhältnis zur Einheit unseres Vaterlandes zum Vorschein. http://www.presseportal.de/pm/7846/2044145/cdu_csu_bundestagsfraktion
Dazu Dierk Schäfer:
»DDR-Heimkinder für SPD Opfer zweiter Klasse«
Veröffentlicht in heimkinder, Politik von dierkschaefer am 13. Mai 2011
»Die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Marlene Rupprecht, hat am Freitag gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärt, westdeutsche
Heimkinder müssten gegenüber ostdeutschen Heimkindern Vorrang bei Hilfsmaßnahmen genießen.«
http://www.presseportal.de/pm/7846/2044145/cdu_csu_bundestagsfraktion [Stand: Freitag, 13. Mai 2011]
Die Meldung wirft Fragen auf: Frau Rupprecht war Teilnehmerin am Runden Tisch.
0 Ist sie der Meinung, für die westdeutschen ehemaligen Heimkinder ein Ergebnis miterarbeitet zu haben, das so vorzüglich ist,
daß es aus Kostengründen nicht auch noch auf die ehemaligen Heimkinder der DDR übertragbar ist?
0 Meint sie, daß die Behandlung der westdeutschen ehemaligen Heimkinder schlimmer war, als die der ostdeutschen, so daß die in
ihren Augen anscheinend angemessene Abspeisung der einen das Leiden der anderen geradezu fürstlich überkompensieren würde?
0 Oder möchte sie nur zum Ausdruck bringen, daß die DDR nach dem Anschluß dieses Staates an die BRD eine Art Kolonialstatus
verdient und deren Bewohner minderen Rechts sind?
Frau Rupprecht ist „Kinderbeauftragte“ der SPD-Fraktion. Was sagt die SPD-Fraktion zu dieser differenzierenden und damit diskriminierenden Äußerung
ihrer Kinderfrau?
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Kleriker-Verbot durch den Wald Montag, 16. Mai 2011 - Geschrieben von JoKr Graz - So manches Verbotsschild ziert bereits die heimischen Wanderwege. Mitunter folgt auf den Tritt
in die Mountainbike-Pedale eine Anzeige, oder es wird der übervolle Schwammerlkorb ein Fall für die Exekutive. Doch besonders heikel wird es ab sofort in einem 120 Hektar großen Wald in der Obersteiermark.
Dort herrscht nämlich jetzt zwischen Flora und Fauna "Kleriker-Verbot". Und das ausgerechnet auf einem Pilgerweg nach Mariazell.Von Geistlichen geführte Jugendgruppen dürfen nicht mehr ohne Eltern durch
einen steirischen Wald nach Mariazell wallfahren. Der Besitzer droht mit Anzeigen und kritisiert den Umgang mit Missbrauchsfällen. Nicht der Pfarrer an sich ist das Problem. Allein darf jeder Gottesmann
durch den Wald von Sepp Rothwangl pilgern. Ein Sicherheitsproblem sieht der Waldbesitzer hingegen bei Kindergruppen, die von Geistlichen geführt werden. Eine gelbe Warntafel mit der Aufschrift
"Kinderschutzgebiet", montiert neben dem offiziellen Wegweiser nach Mariazell, spricht eine deutliche Sprache. Dazu noch eine Zusatztafel: Das Betreten dieses Grundstücks ist Priestern, Ordenspersonal
oder anderem Kirchenpersonal gemeinsam mit unbeaufsichtigten Kindern ohne Beisein von deren Eltern, Vormunden oder Bevollmächtigten verboten. Zuwiderhandlungen werden ausnahmslos angezeigt. ... http://www.top-medien-berlin.de/content/view/1011/2/
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21. März 2011, 16:54 Neuer Fall in Bayern: Pater suspendiert Geistlicher zeigte sich selbst an - Im schlimmsten Fall "Entfernung aus dem Kleriker-Stand"
Ein früher im deutschen Bistum Würzburg tätiger Pater soll in den 90er Jahren einen minderjährigen Buben mehrfach sexuell missbraucht haben. Der Geistliche hat sich selbst angezeigt. http://derstandard.at/1297821051727/Missbrauch-Neuer-Fall-in-Bayern-Pater-suspendiert
02. März 2011, Österreich 97 Zahlungen an Missbrauchsopfer fixiert Entschädigt wird nach einem Vier-Stufen-Modell: eine Abgeltung von 5000 Euro für leichte Fälle ohne überschießende Gewaltanwendung. 15.000 Euro für
mehrfache Übergriffe über einen längeren Zeitraum oder eine geringe Zahl an schwerwiegenden Übergriffen unter Gewalteinwirkung (z. B. Vergewaltigung). 25.000 Euro für Fälle von über mehrere Jahre hinweg
fortgesetztem Missbrauch mit Verletzungsfolgen und fortdauernden seelischen Schmerzen. Über 25.000 Euro werden in besonders extremen Einzelfällen zugesprochen. http://derstandard.at/1297819391714/Oesterreich-97-Zahlungen-an-Missbrauchsopfer-fixiert
16. Mai 2011 Kirchenregeln für Umgang mit Missbrauch und ein Skandal In
Italien gehen die Wogen wegen einer angeblichen Sex- und Drogenaffäre eines Priesters mit Jugendlichen hoch
"Komm, der Schnee ist da". Das SMS, das Riccardo Seppia an seinen jugendlichen Freund schickte, war keine Aufforderung zu einem Skiausflug. Den Schnee besorgte sich der 51-jährige Priester bei seinen
zahlreichen Abstechern in den Mailänder "Gym Club", in dessen Sauna er häufiger Gast war. Das Kokain diente als Lohn für sexuelle Gefügigkeit. http://derstandard.at/1304552048952/Kirchenregeln-fuer-Umgang-mit-Missbrauch-und-ein-Skandal
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Studie zu Missständen in konfessionellen Kinderheimen
Heimkinder wurden mit der Angst erzogen Welche Zustände herrschten in den 50er und 60er Jahren in kirchlichen Kinderheimen? Mit dieser Frage
beschäftigte sich eine Gruppe Bochumer Wissenschaftler bereits, bevor der Runde Tisch Heimerziehung seine Arbeit aufnahm. Am Dienstag (24.05.11) stellten sie ihre bundesweite Studie vor.
WDR.de
sprach mit dem Bochumer Historiker und Soziologen Uwe Kaminsky. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre der evangelisch-theologischen Fakultät und hat die Studie über konfessionelle Heimerziehung mit verfasst. In NRW und zwei weiteren Musterregionen wurden dafür neun Einrichtungen, Beschreibungen der Fachliteratur und Akten untersucht. Die Studie entstand in Kooperation und mit finanzieller Förderung mehrerer Einrichtungen der Evangelischen und Katholischen Kirche. Bislang gab es nur einzelne lokale Untersuchungen.
http://www.wdr.de/themen/panorama/26/heimkinder_entschaedigung_2/110524_interview.jhtml
HEIM UND KIRCHE ERGEBNISSE DES FORSCHUNGSPROJEKTES ÜBER DIE KONFESSIONELLE HEIMERZIEHUNG IN DER FRÜHEN BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (1949-1972)
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/konfessionelle-heimerziehung_langfassung.pdf
Stadt stellt sich düsterer Geschichte
Gedenktafel für Landesfürsorgeheim eingeweiht Im KZ Glückstadt gab es nachweislich keine Toten. Im Landesfürsorgeheim wurden sechs
Menschen in den Suizid getrieben und einer auf der Flucht erschossen
- ein Auszug auf der Gedenktafel für die Fürsorgezöglinge. Ein Text, den Bürgermeister Gerhard Blasberg gestern als "nicht weichgespült" bezeichnete. "Er stößt auf, soll er aber auch." http://www.shz.de/nachrichten/lokales/wilstersche-zeitung/artikeldetails/article/787/stadt-stellt-sich-duesterer-
geschichte.html http://www.neues-deutschland.de/artikel/198272.eine-gedenktafel-fuer-heimkinder.html
Text der Gedenktafel: IM GEDENKEN AN DIE FÜRSORGEZÖGLINGE DIE IN DEN JAHREN 1943 – 1974 IN DIESER ANSTALT UNTERGEBRACHT WAREN: DIE KORREKTIONSANSTALT WURDE SCHON 1925 IN
LANDESARBEITSANSTALT UMBENANNT UND WAR EIN ARBEITSHAUS. 1933 – 1934 WAR HIER EIN SOGENANNTES „WILDES KZ“: NACH DESSEN SCHLIEßUNG WURDEN DIE KZ-WÄRTER; ALLES SA-MÄNNER;
VON DER LANDESARBEITSANSTALT ALS WACHTMEISTER ÜBERNOMMEN: AB 1943 WURDEN HIER FÜRSORGEZÖGLINGE IN DAS ARBEITSERZIEHUNGSLAGER GLÜCKSTADT/ELBE EINGEWIESEN.
1949 ERFOLGTE DIE UMBENUNNUNG IN LANDESFÜRSORGEHEIM. DIE KZ-WÄRTER UND WACHTMEISTER WURDEN ALS „ERZIEHER“ ÜBERNOMMEN. DIESES HAUS WURDE BIS ZUM 31.12.1974 WIE EIN KZ UND ARBEITSHAUS WEITERBETRIEBEN.
IM KZ GLÜCKSTADT GAB ES NACHWEISLICH KEINE TOTEN. IM LANDESFÜRSORGEHEIM WURDEN 6 MENSCHEN IN DEN SUIZID GETRIEBEN UND EINER AUF DER FLUCHT ERSCHOSSEN.
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Missbrauch an Kindern - Muster der Misshandlungen
Canisius-Kolleg, Odenwaldschule, Heime, Kasernen und Jugendstrafanstalten – unterschiedliche Missbrauchsfälle haben ähnliche Ursachen. Was ist zu tun aus
Sicht der Kriminologie?
Ein Jahr lang wurden körperliche, seelische und sexuelle Misshandlungen in unterschiedlichen Einrichtungen entdeckt: im Canisius-Kolleg, in der
Odenwaldschule ("OSO"), der Benediktinerabtei Ettal, in Fürsorgeerziehungsheimen in der Bundesrepublik und in der DDR, in Kasernen, Ferienlagern und Sportvereinen. Daneben wurden Foltervorfälle in
Jugendstrafanstalten strafgerichtlich aufgearbeitet. Die öffentliche Skandalisierung durchbrach ein Tabu und damit die Sprachlosigkeit der Opfer und die Mauern des Schweigens der Einrichtungen.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-05/misshandlung-kinder-typologie
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katholischen Kirche - Strukturen der Sünde Die katholische Kirche muss die Ursachen des Missbrauchs erforschen. Es geht dabei um nicht weniger als die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaft. Der
Missbrauchsskandal ist im vergangenen Jahr mit solcher Wucht über die katholische Kirche nicht nur in Deutschland gekommen, dass sie der Frage nicht mehr ausweichen kann, welchen möglichen Anteil an diesen
Verbrechen die kirchlichen Strukturen selbst haben. Im engeren Bereich der kirchlichen Lehre und Verkündigung muss die Kirche ihre Sexualmoral einer kritischen Prüfung unterziehen. Sie muss eine
Vorstellungswelt verlassen, in der Sexualität in erster Linie als scham- und schuldbehaftet betrachtet wird. Homosexualität darf etwa nicht länger unter dem Vorzeichen von „Defekt“ oder gar „Krankheit“
gesehen werden. Überdies muss die Kirche eine Form ... http://www.fr-online.de/politik/meinung/strukturen-der-suende/-/1472602/7129422/-/index.html
Missbrauchsopfer Thomas Weiner „Arrogant und kaltschnäuzig“ Das
Missbrauchsopfer Weiner spricht im FR-Interview über die Versuche der Kirche, aus dem Skandal das Beste zu machen.
Herr Weiner, vor einem Jahr haben Sie mit anderen den Missbrauchsskandal am
Canisius-Kolleg öffentlich gemacht. Als Aufklärer gelten jedoch Jesuiten, allen voran der bisherige Schulleiter Mertes. Ärgert Sie das? Es gibt ein öffentliches Bild von Pater Mertes, das die Rolle der
Betroffenen zurückdrängt. Es waren natürlich Betroffene selbst, die den Prozess ins Rollen brachten. Als die Vorfälle bekanntwurden, haben sie die Aufklärung vorangetrieben und vieles getan, was die Jesuiten
hätten tun sollen. Zum Beispiel? Die Aufarbeitung der Ereignisse und die Rekonstruktion der Abläufe. Da haben die Betroffenen viel selbst geleistet, was dann in die offiziellen Untersuchungsberichte
einfloss. War der Missbrauch denn vorher nie ein Thema? ... http://www.fr-online.de/politik/spezials/missbrauch/-arrogant-und-kaltschnaeuzig-/-/1477336/7130566/-/in dex.html
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Heimerziehung in der DDR Kinderheim als Knast - Jugendwerkhof Torgau Über Torgau wurde nicht gesprochen. Über Torgau wurde getuschelt. Mit Torgau wurde gedroht. Der einzige geschlossene Jugendwerkhof in der DDR glich einem
Gefängnis. Hier wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 zu "neuen Menschen" umerzogen. Die Betroffenen leiden bis heute. http://www.br-online.de/bayern2/notizbuch/torgau-heimerziehung-ddr-ID1305293427633.xml
Geschlagen, getreten - Beklemmendes Video gegen Kindesmissbrauch (nichts für schwache Nerven) Mit einem Video, in dem
Schauspieler häusliche Gewalt gegen Kinder nachstellen, möchte eine irische Kinderschutz-Organisation auf das Thema aufmerksam machen. http://www.bild.de/video/clip/haeusliche-gewalt/brutales-kindes-missbrauchsvideo-irland-17909172.bild.
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Tränen des Schmerzes Das Tischtuch zwischen den ehemaligen Heimkindern „Gut an der Linde“ und der Bergischen Diakonie Aprath scheint endgültig zerschnitten. Weil die Aufarbeitung
der Missbrauchs- und Misshandlungsfälle von ehemaligen Zöglingen und deren Entschädigung noch immer völlig strittig ist, endete ein neues Treffen am vergangenen Wochenende „völlig ergebnislos“. MOITZFELD
/ APRATH - Im Sitzungssaal im Cafee+Kunst „Am Rathaus“ in Wülfrath flossen zeitweise Tränen des Schmerzes und der Wut, es herrschte tiefe Betroffenheit und absolute Stille. Weil die Diakonie zur Frage einer
Entschädigung nur auf den Runden Tisch in Berlin verwies, rief ein Teilnehmer aus: „Und das bei all dem, was ihr uns angetan habt. Ihr solltet euch schämen . . .“ http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296684509351.shtml
Gezeichnet fürs Leben Das Schicksal der Heimkinder der 50er und 60er Jahre Viele Heimkinder der 60er und 70er Jahre blicken auf eine schreckliche Vergangenheit zurück. Statt
Ausbildung und Fürsorge gab es brutale Schläge, Missbrauch, Zwangsarbeit und Isolationshaft. Bis heute leiden sie unter den Erlebnissen. Viele fühlen sich ihrer Zukunft beraubt. Der runde Tisch Heimkinder wurde
ins Leben gerufen um sie zu entschädigen. Vom Ergebnis nach mehr als zwei Jahren sind viele Heimkinder empört und fühlen sich erneut gedemütigt. http://menschen.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8223283,00.html Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1287072/Menschen---das-Magazin-vom-19.03.201 1#/beitrag/video/1287072/Menschen---das-Magazin-vom-19.03.2011
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Runder Tisch - Ehemalige Heimkinder sind enttäuscht über die Empfehlungen der
Regierungsbeauftragten Christine Bergmann zur Entschädigung von Opfern sexuellen Missbrauchs. "Der Vorschlag, auf freiwilliger Basis
Entschädigungen zu leisten, ist nach den Erfahrungen der Heimkinder mit Kirchen und Verbänden völlig indiskutabel",
sagte der niedersächsische Sprecher der Betroffenen, Jürgen Beverförden, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Er forderte "ein Entschädigungsgesetz für alle Missbrauchsopfer, das einen festen Entschädigungskatalog festlegt".
http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/entsch%C3%A4digung-heimkinder-entt%C3%A4uscht-vo
n-empfehlung42393
Die Spur führt nach Rom Erstmals gehen Missbrauchsopfer in Europa gerichtlich gegen den Heiligen Stuhl vor Belgische Missbrauchsopfer gehen juristisch gegen den Vatikan vor:
Der Heilige Stuhl soll per Gerichtsbeschluss offiziell als Mitverantwortlicher für die Sex-Verbrechen des Klerus benannt werden. Das könnte die Aufarbeitung des Skandals verändern – auch in Österreich. ...
Der Mann auf dem Heiligen Stuhl hat allen Grund, nervös zu werden, wenn der Gerichtsvollzieher mit einem Brief aus Gent an seine Pforte klopft. http://www.profil.at/articles/1122/560/298520/die-spur-rom
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Erinnerungen an ein Leben im Heim Erika Paetsch wuchs mit Demütigung und Gewalt auf. ... Vor allem aber spricht sie
über Demütigung, Schläge und Misshandlung. "Einmal gab es eine Leiterin, die mich fast jeden Nachmittag in den Wald neben dem Heim mitnahm", erzählt Paetsch. Sie musste sich die Hose ausziehen und die
Leiterin schlug ihr mit einem Ast auf den Po. Dann zog sich die Leiterin aus - und Paetsch sollte zuschlagen. "Die Angst vor einer Bestrafung war so groß, dass ich niemandem etwas davon erzählt habe",
sagt sie. "Und ich hatte ja auch niemanden, der mir zugehört hätte." http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1916681/Erinnerungen-an-ein-Leben-im-Heim.html.
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Sexueller Missbrauch
Erzbistum könnte Opfer-Daten an Täter gegeben haben Ein Opfer sexuellen Missbrauchs durch einen Pfarrer wendet sich nach Jahren
vertrauensvoll an das Erzbistum Freiburg. Und bekommt plötzlich Post – vom Täter. "Mein Anliegen ist die Bitte um Versöhnung und um Vergebung", so beginnt der Brief, den Karl W. *) im Mai an
Jan Beguk *) schreibt. "Mir geht es gesundheitlich sehr schlecht. Ihr Wort der Vergebung wäre für mich das heilsamste Mittel."..
Dazu Dierk Schäfer: “Das Ehrenvollste wäre noch das schlechte Gewissen, das
seiner Organisation wohl abgeht, obwohl in ihrer Lehre das Jüngste Gericht eine bedeutende Rolle spielt. – Nur: sie glaubt selber nicht daran.” http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/06/08/%C2%BBich-bitte-sie-um-verstandnis-fur-unsere-situatio n%C2%AB/
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Missbrauchsopfer kündigen Proteste an Bergisch Gladbach - Enttäuschung, Frust, Wut und teilweise Resignation: So lassen sich die Gefühle der ehemaligen Bewohner zweier Kinderheime in Moitzfeld
beschreiben. Der ehemalige Träger der Einrichtungen, die Bergische Diakonie Aprath (BDA), hatte erklärt, keine gesonderten Entschädigungen an Missbrauchopfer zu zahlen. Vorstandsvorsitzender Pfarrer Peter
Iwand sagte, man wolle sich an der pauschalen Entschädigung des Runden Tisches Heimerziehung in Berlin beteiligen. Die Ehemaligen kündigten daraufhin einen „heißen Sommer“ für die BDA mit Demonstrationen und
anderen Protesten an. http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1300555264818.shtml
netzwerkB – Demo am 22.09.2011 in Berlin Versammlungsort bzw. Aufzugswegstrecke:
15:30 Uhr Pariser Platz, 16:00 Uhr Ebertstraße, 16:10 Uhr Scheidemannstraße, 16:20 Uhr Platz der Republik Versammlungsthema:
“Das Schweigen brechen über sexualisierte Gewalt und Misshandlung in allen Gesellschaftsschichten.”
Am 22.09.2011 um 16.45 Uhr redet der Papst im Deutschen Bundestag. http://netzwerkb.org/2011/06/17/netzwerkb-demo-am-22-09-2011-in-berlin/
Ratzinger kommt nach Berlin - wir auch! (Verein ehemaliger Heimkinder)
Ehemalige Heimkinder protestieren gegen den Papstbesuch! Wir
Überlebenden dieser kirchlichen Gewaltorgien werden uns nicht länger einlullen, beleidigen, demütigen und veralbern lassen. Wir fordern, dass der Kirchenfürst
- ein klares Bekenntnis zur Schuld seiner Kirche ablegt! - Ebenso ein Bekenntnis zur eigenen Schuld ausspricht als Mitwisser und Vertuscher der Verbrechen seiner Angestellten? die oftmals durch Ratzingers direkte
Anordnung versetzt wurden, anstatt der Staatsanwaltschaft ausgeliefert zu werden! - Sein Schuldanerkenntnis von einer nachvollziehbaren Entschuldigung an all die von uns begleitet, die durch diese kirchlichen
Höllen gegangen sind! - Entschädigungszahlungen für ehemalige Heimkinder und/oder außerhalb von Heimen misshandelten, vergewaltigten, zerstörten Menschen auch in Deutschland. Und zwar Entschädigungen, die
diesen Namen verdienen und nicht eine erneute Demütigung bedeuten! Wir werden keine Ruhe geben, wir werden um unser Recht kämpfen, wir werden uns holen, was uns sowieso gehört! http://veh-ev.blog.de/
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25.06.2011 Opfer enttäuscht Bistum Trier zahlt als erstes deutsches Bistum
finanzielle Leistungen als Anerkennung des Leids der Opfer sexuellen Missbrauchs - Enttäuschung auf Seiten der Opfer Es sei zu Zahlungen von bis zu 5000 Euro gekommen und in "einem Härtefall sei eine
höhere Summe" gezahlt worden. Informationen zufolge soll es sich hierbei um eine Summe von insgesamt 13.000 Euro handeln. Was die katholische Kirche, in diesem Fall das Bistum Trier, hier so großmütig
medial verlautbaren läßt, geht für René G. (44), eines der Opfer und eben jener "Härtefall", dem rund 13.000 Euro gezahlt wurden, "meilenweit an der Realität vorbei". ... http://www.open-report.de/artikel/Opfer+entt%C3%A4uscht/123115.html
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„Als wären wir zur Strafe hier“ - Erste Studie über Gewalt im Wittekindshof
Diakonische Stiftung untersucht Historie und bittet Opfer um Vergebung Bad Oeynhausen (epd). In der diakonischen Stif-tung Wittekindshof in
Bad Oeynhausen hat es nach einer eigenen Studie mehrere schwere Misshandlungen von geistig behinderten Menschen gegeben. Von den 30er bis in die 60er Jahre seien neun Fälle von schwerer körperlicher oder
sexualisierter Gewalt gegen Bewohner belegt, erläuterte der Bielefelder Historiker Hans-Walter Schmuhl am 27. Juni bei der Vorstellung der vom Wittekindshof in Auftrag gegebenen Studie. Die Stiftung bat die Opfer
um Vergebung und kündigte Hilfen an. Die schweren Fälle reichen demnach von Schlägen mit Riemen und Stöcken über sexuelle Nötigung bis zu einer brutalen Vergewaltigung. Zudem seien "maßvolle"
körperliche Züchtigungen vorgekommen, die von den Hausleitungen bis zu einem bestimmten Punkt geduldet worden seien, führte Schmuhl aus. Zum Alltag hätten eine strenge und oft entwürdigende Behandlung,
demütigende Rituale und eine "kaum kontrollierte Verabreichung von Psychopharmaka" gehört. Auch Elektroschocks seien trotz Verbots der Anstaltsleitung eingesetzt worden. http://www.epd.de/sozial/sozial_index_89375.html
Hannelore A. (alle Namen der Betroffenen sind von den Buchautoren geändert, mit Ausnahmen weniger Personen der Zeitgeschichte) kam mit elf Jahren in das
Gerahaus des Wittekindshofs. Mit bis zu 80 anderen Mädchen wohnte Hannelore dort - betreut wurden sie von zwei Schwestern und zwei Praktikantinnen. Schon am ersten Tag erlebte Hannelore das, was für das
Mädchen zum Alltag werden sollte: Stundenlang bewegungslos im "Besinnungsstübchen" liegen, Prügel mit Kleiderbügeln, der flachen Hand "oder was sie gerade zur Hand hatten".
Die Gewalt gegen Hannelore A. war nicht das einzige Vorkommnis auf dem Wittekindshof. http://www.nw-news.de/lokale_news/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/4656692_Wir_haben_harte_Zeit
en_hinter_uns.html
Bei der Durchsicht von Personalakten fanden die beiden Autoren, die als führende Diakoniehistoriker anerkannt sind,
Belege für neun Fälle von schwerer körperlicher oder sexualisierter Gewalt gegen Bewohner.
"Sieht man von einem Fall während des Zweiten Weltkrieges ab, wurden alle Pfleger, die Bewohner misshandelt oder missbraucht hatten, vom Dienst suspendiert und entlassen", berichteten Professor Schmuhl und Dr. Winkler mit Hinweis darauf, dass die Mehrzahl dieser Fälle mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gerichtlich verfolgt worden wäre.
Die Wittekindshofer Leitung habe aber in allen Fällen auf eine Strafanzeige verzichtet. Allein schon die Tatsache, dass diese Fälle ausführlich in den Personalakten dokumentiert worden seien, spreche
dafür, dass sie von den Verantwortlichen als Exzesstaten eingestuft worden seien. http://www.mt-online.de/lokales/nachbarschaft/bad_oeynhausen/4666101_Gewalt_und_massvolle_Zuech
tigungen.html
"Keine funktionierenden Kontrollen"
Schmuhl und Winkler schreiben in ihrem Buch: "Wo es keine funktionierenden internen Kontrollen gab, verfestigte sich geradezu eine
Subkultur der Gewalt". Dazu gehörten Schläge mit der Hand oder einem Kleiderbügel, eine strenge, lieblose und oft entwürdigende Behandlung, Isolierungen in einem "Besinnungsstübchen" und die
Gabe von Psychopharmaka. Gewalt sei vor allem von Mitarbeitern auf den unteren Stufen der internen Hierarchie ausgegangen, die mit den viel zu großen Gruppen und mit den unzulänglichen räumlichen Verhältnissen
nicht zurechtgekommen seien. Sie kommen zu dem Schluss, dass die vom damaligen Vorsteher Pastor Johannes Klevinghaus beschriebene Vorstellung einer Anstalt als "Welt in der Welt", die den
"Schwachen" einen Schutz- und Schonraum biete und den "Frischen" ein Sprungbrett für die Integration in die Gesellschaft, die Wirklichkeit nicht getroffen habe: "Aus der Perspektive der
Porträtierten stellt sich die Anstalt als ein Zwangssystem dar, das sie an der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit hinderte, ihnen Lebenschance vorenthielt, sie in Unmündigkeit verharren ließ."
http://www.mt-online.de/lokales/nachbarschaft/bad_oeynhausen/4666101_Gewalt_und_massvolle_Zuech
tigungen.html
Wittekindshof benennt Missstände in der Anstaltsgeschichte "Menschen mussten im Wittekindshof großes Unrecht
erleiden. Deshalb bitte ich sie im Namen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof ausdrücklich um Vergebung. Ob das Geschehene jemals vergeben werden kann, müssen die Betroffene entscheiden. Wahrscheinlich wird das
ein langer Weg sein, den man gemeinsam gehen muss und an dessen Ende vielleicht, wenn es gut geht, Versöhnung stehen kann. Aufgabe des Wittekindshofes muss es jedoch sein, verantwortungsvoll mit diesen
Geschehnissen und den betroffenen Menschen umzugehen. Ein erster Schritt dazu ist die hier und heute vorgelegte Studie."
[Flucht unter den "Runden Tisch Heimerziehung] Da Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe gelebt haben, bei den bisherigen
Überlegungen des Runden Tisches Heimerziehung, den der Deutsche Bundestag eingesetzt hatte, ausgeklammert worden seien, erklärte er: „Wir werden uns deshalb mit unserer Stiftung, zusammen mit anderen
diakonischen Trägern und auch dem Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe dafür einsetzen, dass an den Unterstützungsmaßnahmen, die zurzeit aufgrund der Ergebnisse des Runden Tisches beschlossen werden,
auch Menschen teilhaben können, die in der Behindertenhilfe, also auch im Wittekindshof gelebt haben. Solche Menschen werden wir aktiv dabei unterstützen, ihre Anliegen und Ansprüche bei den entsprechenden
Beratungsstellen geltend zu machen. Denn es kann ja nicht sein, dass Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe gelebt haben, solche Unterstützung nicht beanspruchen können, wenn sie ähnliches erlebt
haben wie andere Kinder in der Jugendhilfe." Der Wittekindshofer Vorstandssprecher kündigte an, dass sich die Stiftung auch finanziell an dem Unterstützungsfonds beteiligen werde. http://www.wittekindshof.de/wittekindshof/presse-und-materialien/pressemitteilungen/wittekindshof-benen
nt-missstaende-in-der-anstaltsgeschichte/wittekindshof-benennt-missstaende-in-der-anstaltsgeschichte.h tml
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Auszüge aus dem Buch »Br. L. hat mich dann am Hals gepackt und feste gedrückt und weil ich geweint habe, in das Gesicht geschlagen.« (Peter N. über einen
Vorfall im Waschraum, S. 51). »Während eines Röntgens erzählt B. spontan, dass Br. A. ihn mit der Klosettbürste und auch mit dem Besenstiel geschlagen habe, und ihm gesagt habe, B. solle
zur Strafe 4 Wochen zu Bett liegen. Weil er nicht im Bett liegen wolle, sei er aus dem Fenster gesprungen.« (Aus einem Arzt-Protokoll vom 3. März 1931. Br. A. bestätigte die Angaben). »Am
4.3. gab Br. F. an, er habe gesehen. wir Br. D. am 1.3. im Holzschuppen auf einen am Boden liegenden Patienten namens G. eingeschlagen habe.« (Aus einem Arzt-Protokoll vom 9. März 1937). »Vor
sechs Wochen sei Pfleger C. nachts zu ihm in das Bett gekommen, habe ihn an die Geschlechtsteile gefasst, sich auf ihn gelegt und ihm gesagt, wenn er sich sträubte, er solle ruhig sein, er müsse das
doch auch lernen.« (Aus einem Arzt-Protokoll vom 12. September 1929. Pfleger C. streitet das ab.) http://www.westfalen-blatt.de/index.php?id=618
&tx_ttnews[backPid]=613&tx_ttnews[tt_news]= 5163182&cHash=fb41c2eb16d78e806dd7d7c 80b497452
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„Als wären wir zur Strafe hier“ Ausgewertet wurden für die Studie Materialien aus Archiven in Bad Oeynhausen, Bielefeld und Berlin sowie Interviews
mit ehemaligen Bewohnern, Mitarbeitenden und einer Praktikantin. http://www.mv-online.de/lokales/kreis_borken/gronau/1573272_Als_waeren_wir_zur_Strafe_hier.html
Bezugsquelle Schmuhl, Hans-Walter / Winkler, Ulrike
"Als wären wir zur Strafe hier" Gewalt gegen Menschen mit geistiger Behinderung - der Wittekindshof in den 1950er und 1960er Jahren Preisinfo : 14,00 Eur http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783895348990 Gliederung: http://www.buchhandel.de/WebApi1/GetMmo.asp?MmoId=1524019&mmoType=PDF
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09.07.2011 Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche Sexueller Missbrauch durch Priester Katholische Kirche öffnet Personalakten
Dierk Schaefers Blog Unter den Talaren …
Veröffentlicht in Kirche von dierkschaefer am 10. Juli 2011
… soll nun gelüftet werden. Das Renommee des Kriminologischen
Forschungsinstituts Niedersachsen steht für die Seriosität der Aktion.
»Die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in Deutschland hat durch die Missbrauchsfälle schwer gelitten. Nun geben die Bischöfe eine in Europa
beispiellose Untersuchung in Auftrag: Eine externe Einrichtung fahndet nach Verdachtsfällen – und bekommt nach SPIEGEL-Informationen Zugriff auf sämtliche Personalakten.«
Da sind offensichtlich auch die Vertuschungsaktionen inbegriffen. Aber:
»Allerdings steht schon jetzt fest, dass die Arbeit mitunter schwierig werden dürfte: So wurde im Dezember 2010 bekannt, dass die Kirche
Missbrauchsfälle offenbar systematisch vertuschte. Rechtsanwältin Marion Westphal hatte die Missbrauchsfälle der Jahre 1945 bis 2009 im Bistum München und Freising untersucht. Sie kam zu dem Schluss: „Wir
haben es mit umfangreichen Aktenvernichtungsaktionen zu tun.“«
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,773423,00.html [Sonntag, 10. Juli 2011]
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25.06.2011 Opfer enttäuscht - Bistum Trier zahlt als erstes deutsches Bistum finanzielle Leistungen als Anerkennung des Leids der Opfer sexuellen Missbrauchs - Es sei zu Zahlungen von bis
zu 5000 Euro gekommen und in "einem Härtefall sei eine höhere Summe" gezahlt worden. Informationen zufolge soll es sich hierbei um eine Summe von insgesamt 13.000 Euro handeln. Was die kath. Kirche, in
diesem Fall das Bistum Trier, hier so großmütig medial verlautbaren läßt, geht für René G., eines der Opfer und eben jener "Härtefall", dem rund 13.000 Euro gezahlt wurden, "meilenweit an der
Realität vorbei". ... http://www.open-report.de/artikel/Opfer+entt%C3%A4uscht/123115.html
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Veröffentlicht in heimkinder, Pädagogik, Kirche, Theologie von dierkschaefer am 2. August 2011
… sagt der Nachfolger von Pfarrer Iwand in der Bergischen Diakonie Aprath.
Doch »Iwand möchte der Diakonie als Pfarrer verbunden bleiben. Hilfe bot er seinem Nachfolger in einem schwierigen Fall an. Ehemalige Heimkinder aus einer
BDA-Einrichtung in Bensberg, die Ende der 1970er-Jahre geschlossen wurde, werfen damaligen Mitarbeitern seit vergangenem Jahr Misshandlungen vor. „Ich bin bereit, zu helfen und diese Aufgabe weiterzuführen“,
sagte Iwand. Die wissenschaftliche Aufklärung habe begonnen. Eine Professorin der Fachhochschule Bochum wurde mit der Untersuchung betraut. Es handele sich dabei aber nicht um eine Auftragsarbeit, sondern um
unabhängige Forschung, wie Iwand betonte.«
http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/wulfrath/pfarrer-hohlweger-uebernimmt-fuehrung-der-b ergischen-diakonie-1.728188 Dienstag, 2. August 2011
helmutjacob sagte, am 3. August 2011 zu 14:11
Das hat den Opfern der Bergischen Diakonie Aprath noch gefehlt. Ein Mann, der den Karren an die Wand gefahren hat, will bei der weiteren Aufarbeitung der
Verbrechen an Heimkindern weiter seine Finger im Spiel behalten. Die Opfer hatten gehofft, dass nach Peter Iwand ein frischer Wind in die Bergische Diakonie weht. Ein Wind, der ihren Vorstellungen von Aufarbeitung
entgegenkommt. In Volmarstein beispielsweise hat das geklappt: Mit dem alten Anstaltsleiter ging nichts mehr; mit dem neuen funktionierte dann die Erforschung von 20 Jahren Terror und Verbrechen. Auch wenn die
Konsequenz für die Evangelische Stiftung Volmarstein eher peinlich ist. Keine Opferentschädigung seitens der Einrichtung = keine Entschuldigung der Opfer.
Der Neue von Aprath sollte den alten Dreck von seiner Fußmatte kehren! Er sollte sich nicht ins Handwerk pfuschen lassen, sondern das Gespräch mit den
damals Geschundenen und Gequälten suchen. Der Forschungsauftrag an die Bochumer Uni-Professorin Carola Kuhlmann ist eher eine weitere Wand zwischen der Täter- und Opferseite. Erstens ist sie von den ehemaligen
Heimkindern nicht erwünscht. Sie wollen Professor Klaus Wolf von der Uni Siegen mit seinem Team. Zweitens darf die Unabhängigkeit von Carola Kuhlmann in Frage gestellt werden. Ihr erstes Buch in Sachen
Heimerziehung „So erzieht man keinen Menschen“ fiel rosarot für die Täterseite aus. Zwar hat sie in ihren Folgewerken eine gewisse Reue demonstriert – auch nachdem ihr wohl die Erlebnisse der Heimkinder um
die Ohren geflogen sind – aber: Das Vertrauen ist weg. Ich selbst hatte seinerzeit mächtig Schaum vor dem Mund, als ich ihren ersten Schmarrn las (http://www.amazon.de/erzieht-keinen-Menschen-Berufserinnerungen-Heimerziehung/dp/3531158147).
Die Opfer sollten ihren Kurs beibehalten. Wiedergutmachungen gibt es eh nicht. Umso mehr sollten sie darauf bestehen, dass wenigstens die Wahrheit, und zwar
die ganze Wahrheit, auf den Tisch kommt.
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07.08.2011 Priesterschaft wehrt sich gegen Überprüfung ihrer Personalakten auf
Missbrauchsfälle ... Man begrüße zwar das Anliegen, Missbrauch aufzudecken und zu verhindern, doch so würden die Persönlichkeitsrechte
aller Kleriker radikal verletzt, da ihre "Privatsphäre Dritten überlassen" werde. ... http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,778722,00.html http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,778703,00.html
6. 8. 11 Heimkinder in West- und Ost-Berlin
"Von den Schlägen will ich gar nicht reden" Im Berliner Abgeordnetenhaus ist der Abschlussbericht zur „Heimerziehung in Berlin -
West 1945 - 1975, Ost 1945 -1989“ vorgestellt worden. Die Kernbotschaft: In beiden Stadthälften standen Schläge und auch sexuelle Übergriffe auf der Tagesordnung.
Liane Mueller-Knuth wollte aus dem Leben scheiden. Mehr als fünf Jahrzehnte lang hat Liane Mueller-Knuth geschwiegen. Jetzt spricht die Frau mit den blonden Haaren erstmals öffentlich über ihre Zeit in einem
Kinderheim in der DDR Ende der 50er-Jahre. Im Sankt Josefsheim in Birkenwerder bei Berlin, von Schwestern des Karmeliter-Ordens geführt, wurde sie demütigt, bei geringsten Vergehen in die Besenkammer eingesperrt,
mit Schlägen bestraft und, wie sie sagt, auch sexuell missbraucht. Davon wolle sie eigentlich gar nicht reden, sagt die 63-jährige Frau und ringt um Fassung. „Und ich habe nie erfahren, wieso ich überhaupt
dorthin gekommen bin.“ Denn ihre Mutter habe darüber nie gesprochen. ... http://www.fr-online.de/wissenschaft/-von-den-schlaegen-will-ich-gar-nicht-reden-/-/1472788/8765332/-/i ndex.html Heimerziehung in Berlin West 1945-1975 Ost 1945-1989 Annäherungen an ein verdrängtes Kapitel Berliner Geschichte als Grundlage weiterer Aufarbeitung
"Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen
und die Zukunft gestalten", so schrieb der Berliner Bildungssenator Zöllner im Geleitwort des Buches "Heimerziehung in Berlin". Weiter heißt es dort; die Zusammenstellung der Situation in den Berliner Heimen in Ost und West, beschreibt die Ausgangslage der Nachkriegsentwicklung, die institutionellen Bedingungen, die Rechtsgrundlagen und das Rechtsbewusstsein. Die biografischen Berichte ehemaliger Heimkinder zeigt in bedrückender und berührender Weise ihre persönlichen Erfahrungen. Das Buch ist ein wichtiger Baustein zur gesellschaftlichen und individuellen Aufarbeitung der Heimerziehung in Berlin.
Buch: http://www.top-medien-berlin.de/images/stories/uploads/2011-Expertise%20Senat_heimerz_bln.pdf Video der Pressekonferenz: http://www.top-medien-berlin.de/content/view/1077/1/
Video 2 Pressekonferenz komplett: http://www.youtube.com/watch?v=85qdSmU4Fgs&feature=related
Kein Schmerzensgeld - Missbrauch im Beichtstuhl nicht zu beweisen Für den regelmäßigen Missbrauch in einem Beichtstuhl wollte eine heute 49-jährige Frau 250.000 Euro Schmerzensgeld. Die Richter lehnten ab: Weder der
Beichtstuhl, noch der Pfarrer waren zu finden. Eine Frau, die vor 40 Jahren als Kind von einem Pater in einem Beichtstuhl missbraucht worden sein soll, bekommt kein Schmerzensgeld. Das hat die 6. Zivilkammer
des Landgerichts Würzburg entschieden. Die Ansprüche seien verjährt, erklärte der Anwalt des Bistums Würzburg, Günter Paul. Die heute 49-Jährige hatte das Bistum auf 250.000 Euro verklagt. Der Anwalt der
Klägerin will in Berufung gehen. http://www.n24.de/news/newsitem_6179591.html
Missbrauchsverdacht - Razzia bei belgischem Kardinal Gegen den belgischen Kardinal Godfried Danneels und dessen Bistum wird wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt. Die Polizei durchsuchte Räumlichkeiten und
beschlagnahmte Computer. Im Zuge eines Missbrauchsskandals hat die belgische Polizei am Donnerstag Räumlichkeiten des Erzbistums Mechelen-Brüssel und von Kardinal Godfried Danneels durchsucht. Es habe Vorwürfe
des Kindesmissbrauchs gegen mehrere Mitglieder der Kirche gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mit den Razzien solle klargestellt werden, ob sich die Anschuldigungen bestätigen lassen oder nicht. http://www.n24.de/news/newsitem_6151029.html
Vertuschungsvorwürfe gegen den Vatikan: Papst ruft Botschafter aus Irland zurück Der irische Premierminister Enda Kenny hat im Missbrauchsskandal gegen den Vatikan gewettert - mit harschen Worten, wie sie noch nie ein hochrangiger Ire
gebraucht hat. Jetzt hat der Heilige Stuhl reagiert und seinen Botschafter aus Dublin zurückbeordert. Nach schweren Vertuschungsvorwürfen aus Irland im Skandal um sexuellen Missbrauch von Kindern hat der
Vatikan seinen Botschafter in Irland zurückbeordert. Giuseppe Leanza solle an einer Reaktion des Vatikans auf die irischen Vorwürfe mitarbeiten, berichtete Radio Vatikan am Montag. Der Heilige Stuhl reagierte
damit auf die Veröffentlichung des sogenannten Cloyne-Reports und vor allem auf die nachfolgenden harschen Vorwürfe des irischen Premierministers Enda Kenny, berichtete Radio Vatikan am Montag. http://www.stern.de/politik/ausland/vertuschungsvorwuerfe-gegen-den-vatikan-papst-ruft-botschafter-aus-
irland-zurueck-1709868-print.html
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Peter Cordewinus wurde direkt nach der Geburt von der Mutter in ein kath. Heim
gegeben. "Die Hölle" sagte er. Als Kind wurde er gedemütigt, geschlagen - nicht nur die hier erlittenen Schmerzen quälen ihn...... http://www.youtube.com/watch?v=9S5qDLyVcKQ
Erzbistum Berlin dementiert Teilnahme an Mißbrauchsstudie DIE FREIE WELT 11.08.2011
Unter den Priestern in der katholischen Kirche wächst der Widerstand gegen das geplante Forschungsvorhaben des Kriminologischen Instituts Niedersachsen (KFN) unter Prof. Christian Pfeiffer. Weiter lesen…
http://netzwerkb.org/2011/08/11/erzbistum-berlin-dementiert-teilnahme-an-misbrauchsstudie/
Opfer erhält 6,3 Millionen DollarOpfer erhält 6,3 Millionen Dollar Ein Mann, der jahrlang von einem Priester missbraucht wurde, hat eine Entschädigung von 6,3 Millionen Dollar erhalten. Die Schecks wurden von der betroffenen
Diözese vor Gericht übergeben. Nach einem neun Jahre dauernden Gerichtsstreit hat ein Missbrauchsopfer in den USA eine Entschädigung von 6,3 Millionen Dollar erhalten. Der Mann wurde nach eigenen Angaben
in den 70ern jahrelang von einem ehemaligen Priester sexuell missbraucht, die Diözese soll den Täter gedeckt haben. http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Opfer-erhaelt-6-3-Millionen-Dollar-14323098
21 Pädo-Priester suspendiert Die katholische Kirche in den USA hat 21 Priester wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch suspendiert. Drei weitere wurden beurlaubt. Die Entscheidung ist
laut der Erzdiözese von Philadelphia nach dem Urteil einer Gemeindejury gefallen. Bei den Beratungen im Februar seien insgesamt 37 Verdachtsfälle verhandelt worden, teilte die Erzdiözese am Dienstag (Ortszeit)
mit. http://www.20min.ch/news/ausland/story/26096016
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Anklage gegen einem Heimleiter in einem Kinderheim, wegen sexueller Übergriffe
an Schutzbefohlene http://www.youtube.com/watch?v=YmRdJ0u6d6w
Neuer sexueller Missbrauch in der kath. Kirche. http://www.youtube.com/watch?v=nAY53FXxF-Q
ZIB 13 Uhr - 27.06.2011 Eine heute 45-jährige Frau behauptet, von zwei
Geistlichen missbraucht worden zu sein. Seit den neunziger Jahren soll Schönborn von den Übergriffen gewusst haben, jetzt hat die Frau Anzeige gegen ihn und die beiden Priester erstattet. http://www.youtube.com/watch?v=yXmJEX54ifA&NR=1
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Schmutziges Geld 5.000,- Euro für den jahrelangen sexuellen Missbrauch durch Priester und Ordensleute. Mit dieser Summe will die katholische Kirche in Deutschland
Missbrauchsopfer entschädigen. Sie tut das im Alleingang, denn eine gemeinsame Lösung am sogenannten Runten Tisch ist praktisch gescheitert.
In Irland scheinen die Betroffenen auf den ersten Blick besser dazustehen. Sie bekommen im Schnitt 62.000,- Euro. Ein großer Teil des Geldes stammt allerdings vom Staat. Denn die Kirche hat sich Trickreich aus der Verantwortung heraus gekauft....
http://www.youtube.com/watch?v=YWC7ejs-6gk&NR=1
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Ehemalige Heimkinder geben nicht auf Osnabrück. Die Niederlage schmerzt: „Ich bin natürlich traurig“, kommentiert Jürgen Beverförden enttäuscht die Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts, eine Verfassungsbeschwerde ehemaliger Heimkinder als formal unzulässig abzulehnen, weil sie sich nicht gegen ein Gesetz, sondern lediglich gegen eine Beschlussempfehlung an den Bundestag
richtete. Doch zugleich blickt der unermüdliche Sprecher Hunderter Opfer in Niedersachsen auch schon wieder nach vorne. „Die Absage aus Karlsruhe ist unsere Fahrkarte nach Straßburg“, sagt Beverförden.
www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/56458175/ehemalige-heimkinder-geben-nicht-auf
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"Moorsoldaten" und andere Sklaven in drei Nachkriegsjahrzehnten in Heimen unter überwiegend kirchlicher Trägerschaft
Dazu schreibt MeaCulpa" unter der Schlazeile "
Heimkinder-Freiheit wie sie meinten:
"Diese verbrecherischen Nester, waren zuhause ueber viele Jahre fuer viele von uns.Wenn die goettlichen Powerboten ihre Hosen runterliessen, mussten wir
uns umdrehen und es stillschweigend hinnehmen."
www.youtube.com/watch?v=DV0rLOlwn-Y
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Wer „MeaCulpa“ ist, weiß ich nicht. Sein Blog gibt nicht viel über ihn her.
http://heimkinder-fluch.over-blog.de/
MeaCulpa hat eine erschütternde und beeindruckende Fotocollage als Film in Youtube eigestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=JryJdz7x1Cc&feature=related
Dazu schreibt der evangelische Theologe Dierk Schäfer in einer E-Mail an mich:
„…diese zusammenstellung zeigt den umfang des kinder-gulag-archipels im rechtsstaat bundesrepublik deutschland. das unterlegte "großer gott wir
loben dich" paßt. es geht zurück auf "te deum laudamus", was bei autodafes gesungen wurde, sei es von den gaffenden zuschauern, sei es, wie behauptet wird, von den brennenden märtyrern.“
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Verluderte Moral? Erzbischof Zollitsch und ein Bettelbrief
(privater Beitrag des Webmasters)
Helmut Klotzbücher hat einen Brief erhalten. Briefsendungen erhalten Millionen Menschen täglich. Also ist das nicht ungewöhnlich. Interessant wird die
Geschichte erst, wenn man Briefabsender, Empfänger und den Briefinhalt näher kennenlernt.
Der Absender ist Robert Zollitsch. Er ist Freiburger Erzbischof und zur Zeit „Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz“. Dieses Gremium ist der
Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland.
Helmut Klotzbücher ist Pressesprecher des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VeH), jener Gruppe, die vor einigen Jahren durch eine Petition an den
Deutschen Bundestag den „Runden Tisch Heimerziehung“ unter Vorsitz der ehemaligen Grünen-Politikerin und Pastorin Antje Vollmer erreicht hat.
Erschütternd ist das Leben dieses Helmut Klotzbücher. Von 1954 bis 1961 war er Heimkind in einer Einrichtung unter katholischer Trägerschaft. Dort hat er
unendliches Leid, zahlreiche Verbrechen erdulden müssen. Die „Südwest Presse“: „Er sei ins St. Konradihaus nach der Scheidung seiner Eltern vom Jugendamt eingewiesen worden, berichtet Helmut Klotzbücher.
Ein Priester habe das Heim damals geleitet, Nonnen aus Untermarchtal arbeiteten dort. Gleich nach seiner Ankunft habe er sich nackt ausziehen müssen, sei in die Dusche geschickt und mit einem ‚erbärmlich
stinkenden’ Desinfektionsmittel überschüttet worden. Die Haare kamen ab. ‚Damit sollten die Parasiten, die angeblich an mir klebten, abfallen.’"
Die gleiche Zeitung und die „sueddeutsche.de“ berichten von einer besonderen Scheußlichkeit, die auch sein weiteres Leben geprägt hat: „Nachts nässt
er das Bett ein, mit 15. Am Morgen schlagen sie ihm das nasse Laken um die Ohren. Als das nichts hilft, kommt er nach Tübingen, da gibt es einen Arzt, der hat da eine neue Methode. Er wird festgeschnallt, sieht den
Kasten mit den Drähten, die Klemmen befestigen sie an Glied und Hoden. "Du spürst, wie alles verbrennt, eine Bombe explodiert", sagt er. Fünf Stunden ist er ohnmächtig. Er nässt weiter ein, sie
wiederholen die Prozedur. Da ist er unfruchtbar.“
Klotzbücher berichtet, dass er durch diese und andere Erlebnisse weder Frau noch Heimat gefunden hat. „Alle zwei Jahre muss er umziehen - immer, wenn ihn
die Albträume gefunden haben. Dann ist wieder eine Zeit lang Ruhe, bis sie wiederkommen, die Träume.“, so in „sueddeutsche.de“. „Dann ist Schwester Joachim wieder da, die ihn im Heim gequält hat, sie
schlägt ihn, zwingt ihn, Erbrochenes zu essen, nimmt seine Prothese weg. Erst in der neuen Wohnung ist wieder Ruhe; 24 Mal zieht er um.“
Diesem Opfer der katholischen Kirche schickt Erzbischof Zollitsch einen Bettelbrief. Er soll aus Anlass des Papstbesuches „sei es im Gebet oder mit einer
Spende“ den just zuvor gegründeten „Benedikt-Ostafrikafonds“ unterstützen. Zum Ende des Bettelbriefes gibt Zollitsch seiner Hoffnung Ausdruck, ihm, also Helmut Klotzbücher, „bei der Heiligen Messe zu
begegnen“.
Klotzbücher hat zwar den Glauben an die Kirche verloren. „Er will keine Entschuldigungen hören, er hat genug von den Kirchen, auch wenn sie heute freundlich
sind und das Heim lange nach seiner Akte gesucht hat. Die haben Geld. Die sollen zahlen.“ Aber spendenbereit ist er dennoch. „50.000 Euro“ Opferentschädigung verlangt er, „einen Teil für sich, einen Teil
zum Verschenken.“, wird er in der Presse zitiert.
Nun weigert sich der Vertreter der Täterseite, nämlich Robert Zollitsch, beharrlich, ihm und vielen hunderttausend anderen Geschundenen der Katholischen
Kirche, eine Opferrente von 300 Euro oder eine Abschlagszahlung von 54.000 Euro zu zahlen. Zollitsch und seine Mitstreiter von der Evangelischen Kirche verschanzen sich hinter den Empfehlungen des „Runden Tisches
Heimerziehung“ und dem Beschluss des Deutschen Bundestages. Demnach soll es aus einem Opferfonds maximal 4.000 Euro, vornehmlich für Therapien und unter Nachweis noch heutiger Traumatisierung geben.
So kann Helmut Klotzbücher also seiner Spendierlaune nicht nachgehen. Der evangelische Theologe und Mitstreiter auf Seiten der Heimopfer, Dierk Schäfer,
mutmaßt in seinem Blog denn auch: „Herr Klotzbücher hat bestimmt die Freude über den Papstbesuch in Freiburg tief empfunden und wird sicherlich von seiner großzügigen Entschädigung als ehemaliges Heimkind
mindestens die Hälfte abgeben.“
Der Brief wirft ernste Fragen auf: Wie kommt die Adresse von Helmut Klotzbücher in die Spendenaquise der Katholischen Kirche? Er wird die Kirche
angeschrieben, vielleicht dort sein Schicksal und die an ihm verübten Verbrechen geschildert haben. Weil er allerdings mit der Kirche gebrochen hat, wird er sicher nicht zugestimmt haben, dass seine Adresse in der
Spendenkartei landet. Missbraucht die Katholische Kirche die Heimopfer ein weiteres Mal zum Zwecke der Spendeneintreibung? Hat sie überhaupt die Datenschutzbestimmungen eingehalten? Zumindest hat sie das Gebot der
Vertraulichkeit, das sie in Sachen Heimkinder jahrelang - und auch im Zusammenhang mit dem Gespräch des Papstes mit fünf Opfern im Rahmen seines kürzlichen Besuches - wie eine Monstranz vor sich herträgt,
schamlos gebrochen, um ein paar Euro mehr zu erbetteln. Es besteht Klärungsbedarf.
Robert Zollitsch und „Deutsche Bischofskonferenz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Zollitsch
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bischofskonferenz
Verein ehemalige Heimkinder e.V.: http://veh-ev.info/
Klotzbücher in der „SÜDWEST PRESSE“: http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Sieben-Jahre-lang-in-der-Hoelle;art4295,772376
Bericht in „sueddeutsche.de“: http://www.sueddeutsche.de/politik/kinderheime-misshandlungen-pruegel-im-haus-zum-guten-hirten-1.1033 863-2
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