Homepage
1     2     3

Homepage 3
Aktuelles
Weihnachtsgruß 2016
Opferfonds
Neuer Betrug
Wiedergutmachung
Presse-TV-Video
Erinnerung wahren
Sex. Übergriffe im JHH
Blick - Tellerrand 9
Webmaster privat
FremdbeitrÀge
BĂŒcher - Rezensionen
Weihnachtsgruß 2015
Weihnachtsgruß 2014
Weihnachtsgruß 2016 der

I r r t u m  ? ?

 

„...Friede auf Erden   und...

den Menschen ein Wohlgefallen....“

 

 

Frieden 

 

auf

Erden 

 

UND  ?

 

 

 

beginnt's im Kleinsten

 

                        JoT 2016

Auf dieser Seite:

“Irrtum??”

Diakon Jochen Twer (FAG)

“Weihnachten - eine Illusion!”

Dipl. Theologe / Dipl. Psychologe Dierk SchÀfer, Bad Boll

“Weihnachtsgruß 2016 der ‘Freien Arbeitsgruppe JHH 2006’ “

FAG JHH 2006

W eihnachten – eine Illusion! 

Der Illusion Weihnachten verfallen wir alle Jahre wieder. Das beweist schon der Blick in die Schaufenster – und natĂŒrlich, dass Helmut Jacob mich wieder gebeten hat, einen Weihnachtsgruß zu schreiben fĂŒr Leser, denen vielleicht stĂ€rker als anderen das IllusionĂ€re des Weihnachtsglanzes schmerzhaft bewußt wird, alle Jahre wieder.

Und die Weihnachtsgeschichte? Die Personen Maria und Joseph, dazu das Jesuskind dĂŒrften historisch sein. Die Geschichte, fĂŒr die es keine Augenzeugen gibt, ist dem Glauben der frĂŒhen Christen und der Evangelisten entwachsen. Die Kritiker werden jetzt denken: Alles nur MĂ€rchen, hab ich doch schon immer gesagt.

Wer so denkt, denkt zu kurz. Die Weihnachtsgeschichten, es gibt zwei verschiedene, die bei Lukas und die bei MatthĂ€us, sind zwar nicht historisch, aber theologisch stimmig. Ich will jetzt kein theologisches Seminar starten, nur so viel: Diese Geschichten wurden gebraucht zum VerstĂ€ndnis der Situation der frĂŒhen Christen und zur StĂ€rkung ihres Glaubens – und dass die Geschichten nicht gestorben sind zeigt: Sie werden immer noch gebraucht.

Doch wozu?

DafĂŒr will ich etwas weiter ausholen. In der altehrwĂŒrdigen Buchhandlung Gastl zu TĂŒbingen hing gleich neben dem Kassenpult Ende der 60er Jahre ein Spruch:

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“.[1] Er traf so ganz das LebensgefĂŒhl meiner Generation, auch wenn wir zumeist keine KaufhĂ€user angezĂŒndet haben, um inmitten unserer Sicherheit auf den Krieg in Vietnam zu verweisen.[2] Wir hielten unser abgesichertes Leben fĂŒr eine Illusion, fĂŒr eine TĂ€uschung. In dieser Logik war Weihnachten nur eine Kommerzveranstaltung, um von der ĂŒblen Lage anderswo abzulenken.

Mit den Jahren lernte ich, dass dieser Spruch im Grunde lebensfeindlich ist, denn er untergrĂ€bt die LebensentwĂŒrfe, die gut gemeinten und die halbwegs gut gelungenen. Richtiges und falsches Leben existieren nebeneinander, und das nicht nur geographisch weit entfernt von einander. Die BilderbĂŒcher unserer Kinder ĂŒber Weihnachten zeigen auch die armen Kinder, die sich an den Schaufensterscheiben die Nase plattdrĂŒcken, um die unerreichbaren schönen Dinge

anzuschauen; sie stehen vor den Fenstern der Reichen, die sich um den geschmĂŒckten Weihnachtsbaum versam­meln; Geschenke, Festessen – fĂŒr diese Kinder eine Illusion,[1] wie fĂŒr manche Heimkinder, denen die Geschenke noch am Abend wieder abgenommen wurden. Doch auch diese Kinder hatten eine Ahnung von Weihnachten, von Geborgenheit. Das immerhin hat die Illusion geleistet.

Wer Kinder hat, kennt bestimmt die Bildergeschichte von der Maus Frederick. Der arbeitet nicht mit den anderen MĂ€usen, die fĂŒr den Winter VorrĂ€te sammeln. Er sammelt die Ein­drĂŒcke des Som­mers, die Farben, die WĂ€rme, die Sonnenstrahlen. Als die WintervorrĂ€te aufgebraucht sind und die MĂ€uschen merken, wie kalt es ist, fragen sie Frederick nach seinen VorrĂ€ten. Da packt er aus und erzĂ€hlt von den Jahreszeiten und den Sonnenstrahlen – und den MĂ€uschen wird es warm bei seinen Worten. Sie sagen bewundernd: Frederick, du bist ja ein Dichter. - Eine Illusion kann ĂŒber Schwierigkeiten hinweg helfen. Im zweiten Weltkrieg wurden in den Bunkern die tollsten Kochrezepte ausgetauscht, weit entfernt von der RealitĂ€t.

Die Weihnachtsgeschichten sind mehr als das. Zwar sprechen sie vom Frieden auf Erden, doch der ist nicht vorhanden und wird wohl nicht kommen. Aber sie gaukeln keine heile Welt vor. MatthĂ€us hat sogar einen richtigen Krimi aus der Geschichte gemacht mit Fantasy-Effekten, mit Kindesmord und Flucht vor den HĂ€schern. NĂŒchtern betrachtet ist die Weihnachtsgeschichte trotz aller Fiktion illusionĂ€r und realitĂ€tsbezogen zugleich. Sie bezeugt Gottes Frieden mit der Welt, damit wir diesen Frieden verwirklichen als ein StĂŒck richtiges Leben, wenn auch umgeben von vielem falschen. Richtiges Leben ist nicht nur Gabe, sondern immer auch Aufgabe.

Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.

 

Ich wĂŒnsche allen Lesern, dass sie diesen Frieden finden und weitergeben.

Dierk SchÀfer

[1] Adorno, Minima Moralia

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus-Brandstiftungen_am_2._April_1968

[3] Graphik: Ludwig Richter, Weihnachtstraum

Weihnachtsgruß der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006“ (FAG)

Liebe ehemaligen MitschĂŒlerinnen und MitschĂŒler!

Liebe Freunde und UnterstĂŒtzer unserer Gruppe!

Liebe Leserinnen und Leser!

Dies wird wahrscheinlich der letzte Weihnachtsgruß sein, der an dieser Stelle zu lesen ist. 10 Jahre hat die FAG gearbeitet und nun eigentlich die Arbeit beendet. Neben der Dokumentation der Verbrechen durch Dr. Ulrike Winkler und Prof. Dr. Hans Walter Schmuhl

http://gewalt-im-jhh.de/Bericht_der_Historiker_Prof__S/bericht_der_historiker_ prof__s.html und

http://gewalt-im-jhh.de/Gewalt_in_der_Korperbehinderte/gewalt_in_der_korper behinderte.html

und neben der Dokumentation der FAG

http://gewalt-im-jhh.de/Zusammenfassung_der_Aufarbeitu/zusammenfassung_d er_aufarbeitu.html

und

http://gewalt-im-jhh.de/Aufarbeitung_der_Grausamkeiten_171108.pdf

hat die FAG einen weiteren Artikel hinzugefĂŒgt. Zwar haben die Historiker und die Arbeitsgruppe bereits ansatzweise die sexuelle Gewalt an Schulkindern des Johanna-Helenen-Heims dokumentiert und bewertet, doch fehlte die Auflistung weiterer Erlebnisse, um das Ausmaß der Gewalt darzustellen. In 3-jĂ€hriger Arbeit wurden Fakten zusammengetragen und vor wenigen Wochen veröffentlicht:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Sexuelle_Ubergriffe_und_Verbre/sexuelle_uber griffe_und_verbre.html

Was bleibt, ist die Betreuung derer, die finanzielle Mittel aus dem Stiftungsfonds von Bund, LÀndern und Kirchen in Anspruch nehmen wollen. Hier bietet die FAG aktive Hilfe an. Die ModalitÀten zum Erhalt dieser Mittel finden Sie auf der HP:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Wiedergutmachung_durch_Staat__/wiedergut machung_durch_staat__.html

Leider werden wahrscheinlich auch die behinderten Heimopfer in skandalöser Form um einen Teil der zugesagten finanziellen Leistungen von Bund, LĂ€ndern und Kirchen gebracht. Zugesagt waren 9.000 € finanzielle Hilfe, weitere 2.000 bis 4.000 € fĂŒr Zwangsarbeit. Man schachert um jeden Cent und gerade die LĂ€nderfinanzminister wollen die Gesamtleistungen auf 10.000 € begrenzt wissen. Auch ist vom „vereinfachten Antragsverfahren“ keine Rede mehr. Schlimmer noch: Man baut Bremsen ein, mit denen die Zahl der Antragsteller minimiert werden sollen. Man vergreift sich also an Menschen, die schon immer zu den SchwĂ€chsten der Gesellschaft gehören. Eine Analyse eines Wortprotokolls finden Sie hier:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Betrug_an_behinderten_Heimopfe/betrug_an_ behinderten_heimopfe.html

Die Arbeitsgruppe wird sich dafĂŒr einsetzen, dass die Versprechen gehalten werden.

Das vergangene Jahr verlief bis vor der Entdeckung der Betrugsabsichten ruhig. Einzelfallhilfe seitens der ESV wird immer noch großzĂŒgig gewĂ€hrt. Das erkennen wir dankend an!

Die HP wird nur noch sporadisch weitergefĂŒhrt und es werden im Wesentlichen Artikel eingestellt, die sich mit dem Stiftungsfonds befassen. Ansonsten dient die HP als Internet-Archiv fĂŒr Interessenten und Studierende.

Zum 10-JÀhrigen hat die örtliche Presse reagiert. Wer nachlesen will:

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Presse-TV-Video_ausgewahlte_Be/presse-tv-v ideo_ausgewahlte_be.html

UnermĂŒdlichen Einsatz zeigt immer wieder der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ unter der Vorsitzenden Heidi Dettinger.

http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/

Auf ihrer Agenda stehen auch die behinderten Heimopfer und solche, die in Psychiatrien zwangsinhaftiert wurden. Herzlichen Dank!

Unser ausdrĂŒcklicher Dank gebĂŒhrt auch dem Pfarrer im Ruhestand Dierk SchĂ€fer aus Bad Boll. In seinem Blog weist er immer wieder auf die Ungleichbehandlung behinderter und zwangsweise in die Psychiatrie eingelieferter Opfer gegenĂŒber denen der Erziehungshilfe hin.

https://dierkschaefer.wordpress.com

Überhaupt ist Dierk SchĂ€fer unermĂŒdlich fĂŒr die Schwachen tĂ€tig; fĂŒr die Kinder und fĂŒr die Heimopfer. Herzlichen Dank Dierk SchĂ€fer!

Noch einmal Dank Herrn SchĂ€fer und zusĂ€tzlichen Dank Herrn Diakon Jochen Twer fĂŒr die BeitrĂ€ge zum Weihnachtsgruß!

Wir wĂŒnschen Ihnen allen ein gutes Jahr 2017. Den kranken und gebrechlichen Heimopfern wĂŒnschen wir Gesundung, Kraft und trotzdem Lebensmut. Sie dĂŒrfen gewiss sein, dass wir in Gedanken bei Ihnen sind.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Freie Arbeitsgruppe JHH 2006

Erika Bach

Klaus Dickneite

Christel FlĂŒgge

Eberhard FlĂŒgge

Helmut Jacob

Wolfgang Möckel

Horst Moretto

Barbara Specht

Karl-Joachim Twer