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Februar 2014: Hilfe fĂŒr traumatisierte Opfer soll stark eingeschrĂ€nkt werden - Ombudsmann Peter Schruth droht mit RĂŒcktritt

"Sie litten unter schwerem psychischen Druck und körperlicher Gewalt. Jetzt sollen die Leistungen fĂŒr die Opfer der Heimerziehung in der DDR stark eingeschrĂ€nkt werden. Der Ombudsmann der Betroffenen droht mit RĂŒcktritt."

http://
www.tagesspiegel.de/politik/fonds-fuer-ddr-heimkinder-hilfe-fuer-traumatisierte-opfer-soll-stark- eingeschraenkt-werden/9422100.html

Dem Artikel ist zu entnehmen,  dass am kommenden Mittwoch ĂŒber ein Eckpunktepapier der Bundesregierung beraten werden und BeschlĂŒsse gefasst werden sollen. Nach Info's des "Tagesspiegel" sollen die bisherigen Sachleistungen in Höhe von 10.000,-€  "ausschließlich fĂŒr Therapien, fĂŒr Aufarbeitungen und Qualifizierungsmaßnahmen bereitgestellt werden." Die Antragssteller sollen sich laut Eckpunktepapier kĂŒnftig entscheiden, "ob sie diese zweckgebundenen Leistungen wĂ€hlen oder sich alternativ dazu 3000 Euro (bei nachgewiesener besonderer finanzieller BedĂŒrftigkeit 5000 Euro) auszahlen lassen." ZusĂ€tzlich sei geplant, die Frist fĂŒr die Beantragung der Mittel Mitte des Jahres enden zu lassen.

Ombudsmann Schruth, Sprecher des Lenkungsausschusses, droht seinen RĂŒcktritt fĂŒr den Fall der Umsetzung dieses Eckpunktepapieres an. "Das Vorgehen widerspreche dem ursprĂŒnglichen Anliegen des Fonds und fĂŒhre zu einer Ungleichbehandlung zwischen Ost und West sowie zwischen denen, die bereits Leistungen beantragt haben, und denen, die das bisher noch nicht getan haben."


Kommentar:

ZunĂ€chst gilt es festzuhalten, dass Peter Schruth von der Mehrheit der Opfer abgelehnt wird. Er wurde ihnen vor die Nase gesetzt. Seine Rolle am „Runden Tisch Heimerziehung“ (RTH) gab und gibt Anlass zu reichlicher Kritik. Auch als Ombudsmann hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert. Einen von behinderten Opfern anerkannten Opfervertreter hat er zunĂ€chst ausgeladen und erst nach massivem Protest wieder zum „Lenkungsausschuss“ zugelassen. (Als dieser Behindertenvertreter das GefĂŒhl bekam, dass der Lenkungsausschuss nur die Funktion hat, Opfern die unsĂ€gliche Empfehlung des RTH und den nachfolgendenden Gesetzesbeschluss schmackhaft zu machen und sie durch die HintertĂŒr doch noch zur Zustimmung der Beschlussempfehlungen des RTH zu gewinnen - die meisten Opfervertreter haben ihre erpresste Zustimmung widerrufen - hat er freiwillig das Feld gerĂ€umt.) Wenn Schruth nun ĂŒber Ungleichbehandlung von Ost und West schwadroniert, ist dies, freundlich ausgedrĂŒckt, lĂ€cherlich. Sobald der Opferfonds West leer ist, beginnt jenes Theater, das im Osten dargeboten wird, auch hier: Man wird die Leistungen einschrĂ€nken. Sicher wartet man schon sehnlichst darauf, dass die Inanspruchnahme des Opferfonds West termingebunden zu Ende geht. Das Geld, dass dann im Pott ist, geht in den Osten. Das Gejammer von Schruth geschieht von falscher Stelle zur falschen Zeit. Er hĂ€tte schon am RTH die Brocken hinschmeißen sollen. Das hĂ€tte seinen guten Ruf erhalten, wenn nicht sogar gestĂ€rkt. Jetzt geht er angeschlagen vom Platz, egal, ob seine Drohung Wirkung hat, oder nicht.
http://
www.fuvss.de/fileadmin/mediapool/baukaesten/FS_fuvss/2013-10-17-VerfRegAnerkennungLei d.pdf

29.12.2013: Schmerzensgeld fĂŒr die Opfer - Katholische Kirche zahlt sechs Millionen an Missbrauchsopfer
Knapp vier Jahre nach der EnthĂŒllung des Missbrauchsskandals hat die katholische Kirche Opfer mit schĂ€tzungsweise rund sechs Millionen Euro entschĂ€digt. Etwa 1300 Menschen stellten bei der Koordinierungsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) einen entsprechenden Antrag.
In den allermeisten FĂ€llen habe die Expertenstelle eine Geldzahlung empfohlen, ... . Im Durchschnitt flossen fĂŒr jedes Opfer rund 5000, in EinzelfĂ€llen bis zu 18 000 Euro, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.
http://
www.focus.de/politik/deutschland/schmerzensgeld-fuer-die-opfer-katholische-kirche-zahl t-sechs-millionen-an-missbrauchsopfer_id_3508559.html

28. Dezember 2013:
VerbÀnde fordern hÀrteren Umgang mit TÀtern
Fonds Sexueller Missbrauch steht in der Kritik
Mehr als 700 Menschen haben in diesem Jahr Hilfe beim Fonds Sexueller Missbrauch beantragt. Unterdessen wird Kritik am Fonds von Seiten der OpferverbĂ€nde laut: Die AntrĂ€ge seien "retraumatisierend", außerdem mĂŒsse die Politik die strafrechtlichen VerjĂ€hrungsfristen fĂŒr StraftĂ€ter endlich aufheben.
Seit Mai können Betroffene Hilfsgesuche stellen und beim Fonds Sachleistungen von bis zu 10.000 Euro beantragen. Der Bund beteiligt sich an dem Fonds mit 50 Millionen Euro. Auch die LĂ€nder hatten UnterstĂŒtzung zugesagt, bislang floss allerdings nur aus Mecklenburg-Vorpommern Geld.
FĂŒr Norbert Denef vom Opferverein Netzwerk B hat sich nichts getan: "Das ist alles Augenwischerei. FĂŒr die Opfer hat sich nichts verbessert, das gesellschaftliche VerstĂ€ndnis ist nach wie vor nicht da", sagte Denef.
http://
www.n-tv.de/politik/Fonds-Sexueller-Missbrauch-steht-in-der-Kritik-article11984486.html

02. Dezember 2013:
Sexueller Missbrauch - Katholische Priester verurteilt
Zwei katholische Priester sind wegen sexuellen Missbrauchs MinderjĂ€hriger zu langjĂ€hrigen GefĂ€ngnisstrafen verurteilt worden. Gegen einen 37-jĂ€hrigen Portugiesen wurde eine zehnjĂ€hrige Haftstrafe verhĂ€ngt, wie örtliche Medien berichteten. Nach Auffassung der Richter hatte sich der frĂŒhere Vize-Rektor eines Seminars in der Stadt Fundao an sechs MinderjĂ€hrigen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren vergangen.
http://
www.n-tv.de/panorama/Katholische-Priester-verurteilt-article11839631.html

18. Januar 2014:
Kindesmissbrauch und die Kirche - Benedikt XVI. entließ 400 Priester
Der Vatikan hat in den beiden letzten Jahren unter dem zurĂŒckgetretenen Papst Benedikt XVI. rund 400 Priester wegen Kindesmissbrauchs entlassen. "2012 waren es etwa 100, 2011 etwa 300", sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. ... Papst Franziskus hatte am Donnerstag die zahlreichen Skandale der vergangenen Jahre als "Schande der Kirche" gegeißelt. Die verantwortlichen Priester, Bischöfe und Laien hĂ€tten "keine Verbindung zu Gott" gehabt, sondern ihre Positionen in der Kirche ausgenutzt.
http://
www.n-tv.de/panorama/Benedikt-XVI-entliess-400-Priester-article12103986.html

16. Januar 2014:
Fehlende Transparenz in MissbrauchsfÀllen - UN kritisieren Vatikan scharf
Mitglieder eines UN-Komitees haben den Vatikan wegen mangelnder Transparenz im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche kritisiert. Der Kirchenstaat weigere sich nach wie vor, die von den UN geforderten genauen Angaben zu Umfang des Skandals und zu TĂ€tern zu machen, bemĂ€ngelten sie bei der ersten öffentlichen Anhörung zu diesem Thema vor dem UN-Komitee fĂŒr die Rechte des Kindes in Genf. Papst Franziskus prangerte die Skandale am selben Tag bei seiner FrĂŒhmesse im Vatikan als "die Schande der Kirche" an.
http://
www.n-tv.de/panorama/UN-kritisieren-Vatikan-scharf-article12093001.html

als "Dessert mit zwei Beinen zu einem erlesenen Mahl"
13. Januar 2014: Sex-Skandal im Vatikan? - Schweizergardisten packen aus
Traditionell bewacht die Schweizergarde Papst und Vatikan. Doch offenbar dient die Truppe nicht nur allein dem Schutz, sondern auch als Lustobjekt einiger Diener Gottes. Ex-Gardisten berichten ĂŒber unmoralische Angebote und sexuelle BelĂ€stigungen....
Anfang des Jahres berichtete die Zeitung "Schweiz am Sonntag" erstmals ĂŒber einen Gardisten, der von einem Dutzend Geistlichen belĂ€stigt wurde. Die Geistlichen bis hinauf zum Bischof und Kardinal hĂ€tten ihm sexuell motivierte Avancen gemacht, wird der ehemalige Gardist in der Zeitung zitiert. Mit jeder Menge Alkohol, Einladungen und sexuellen Angeboten sollen sich die Diener Gottes ihm genĂ€hert haben. Dem Bericht zufolge gab es ganz unverhohlene Anfragen, zum Beispiel als "Dessert mit zwei Beinen zu einem erlesenen Mahl" zu fungieren.
http://
www.n-tv.de/panorama/Schweizergardisten-packen-aus-article12065251.html

12. Juni 2013:
Sodom und Gomorrha im Vatikan? - Papst Franziskus prangert "Gay-Lobby" an
Papst Franziskus hat nach Angaben einer Webseite vor lateinamerikanischen Kirchenvertretern Korruption im Vatikan und die Existenz eines Schwulen-Netzwerks eingerĂ€umt. "In der Kurie gibt es heilige Menschen, aber auch eine Korruptions-Strömung, die gibt es, das stimmt", sagte der Papst nach Angaben des chilenischen Portals "ReflexiĂłn y LiberaciĂłn" bei einem Treffen mit sechs fĂŒhrenden Mitgliedern der Lateinamerikanischen Religiösen-Konföderation (CLAR). "Man spricht von einer "Gay-Lobby", und das stimmt, die ist da... man muss sehen, was wir machen können", zitierte ihn die Internetseite weiter.
http://
www.n-tv.de/politik/Papst-Franziskus-prangert-Gay-Lobby-an-article10812226.html

28. Januar 2014:
Bischöfe beraten ĂŒber neue Missbrauchsstudie
Der StĂ€ndige Rat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat sich ... zu einer zweitĂ€gigen Arbeitssitzung getroffen. Laut DBK-Sprecher Matthias Kopp war gestern das ausgeschriebene Forschungsprojekt "Sexueller Missbrauch" Thema. Über das Ergebnis wird noch geschwiegen.
Die erste Missbrauchsstudie der katholischen Kirche mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) war vor einem Jahr gescheitert.
http://
www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierische n-Volksfreund-Bischoefe-beraten-ueber-neue-Missbrauchsstudie;art806,3772306

30. Januar 2014:
Millionen-Verluste der evangelischen Kirche - Ethisch korrekt verzockt
Das Evangelisch-Lutherische Stadtdekanat wird sich womöglich von GrundstĂŒcken und Immobilien trennen mĂŒssen, um den voraussichtlichen Verlust von 5,5 Millionen Euro wettzumachen. Das Geld hatte das Dekanat in vier mittelstĂ€ndische Unternehmen investiert, mit der Hoffnung, dadurch höhere Renditen als bei herkömmlichen Bankanlagen erzielen zu können. Doch die vier Unternehmen gingen insolvent, ...
Ob die gescheiterten Investitionen personelle Konsequenzen haben werden, ließ sie aber offen.
http://
www.sueddeutsche.de/muenchen/millionen-verluste-der-evangelischen-kirche-ethisch-k orrekt-verzockt-1.1875380

Dierk Schaefers Blog
Opferhierarchie: Die Probleme bei der „EntschĂ€digung“ der Heimkinder Ost 


haben vielleicht Ă€hnliche Wurzeln wie die, bei der „EntschĂ€digung“ der Heimkinder West: Kinder haben keine Rechte, weder in West, noch in Ost, – auch nicht rĂŒckwirkend.
So scheute man sich, die Zwangsarbeit der Heimkinder West auf dieselbe Ebene zu stellen, wie die der Zwangsarbeiter im Nazi-System. Die Heimkinder Ost waren zwar Opfer des politischen Systems (auch „Verwahrlosung“ durfte es aus politischen GrĂŒnden nicht geben). Doch mit den edleren politisch verfolgten Erwachsenen will man sie nicht gleichstellen. Kinder in Deutschland haben es nicht gut, egal ob in West oder Ost.
Ein ausfĂŒhrlicher Essay von Ingo J. Skoneczny zur „EntschĂ€digung“ der Heimkinder Ost[1] fĂŒhrt nun zu heftigem Widerspruch von Lutz Adler.[2]

[1] http://
www.erzieherin.de/wie-die-entschaedigung-zu-neuem-unrecht-fuehrt.php
[2] Lutz Adler http://
dierkschaefer.files.wordpress.com/2014/01/adler.pdf

Dierk Schaefers Blog: Das dĂŒrfte Aufsehen erregen
Der EuropĂ€ische Gerichtshof macht einen Staat (Irland) verantwortlich fĂŒr den Mißbrauch an Schulen, auch wenn es sich um kirchliche Schulen gehandelt hat.[1]
AuszĂŒge aus dem Bericht des WDR: [2]
»Das Straßburger Gericht stĂŒtzte sich in seinem Urteil ausdrĂŒcklich nicht auf die mittelbare Verantwortung, die der irische Staat trage, weil er seine Schulen der Obhut der Katholischen Kirche anvertraut hatte. Stattdessen stellte das Gericht allgemeingĂŒltig fest, der Staat trage die Verantwortung dafĂŒr, dass alle Kinder in allen Schulen vor Missbrauch geschĂŒtzt wĂŒrden und dass Mechanismen bestĂŒnden, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser Ansatz reicht ĂŒber Irland hinaus und erfasst wohl auch Privatschulen, mit denen der Staat direkt nichts zu tun hat.«
»Irlands Volksschulen waren damals wie auch heute fast ausschließlich unter der Kontrolle der Katholischen Kirche. Der Staat bezahlte zwar die Lehrerlöhne, mischte sich aber nicht in den Schulalltag ein.«
»Die KlĂ€gerin habe unmenschliche und entwĂŒrdigende Behandlung erlitten und sei der Möglichkeit beraubt worden, sich Recht zu verschaffen. Sie habe daher Anspruch auf Genugtuung.«
Der irische Erziehungsminister, Ruairi Quinn, kĂŒndigte Konsequenzen an. Er sei froh fĂŒr die KlĂ€gerin, dass sie das erwĂŒnschte Ergebnis erzielt habe und werde sich nun damit beschĂ€ftigen, was das bedeute.«

Der mit den vergleichbaren deutschen VerhĂ€ltnissen vertraute Leser erkennt die Bedeutung der Straßburger Gerichtsentscheidung: Nicht nur die Mißbrauchsopfer, sondern auch die Mißhandlungs- und Ausbeutungsopfer in deutschen Kinderheimen jeglicher Art dĂŒrfen Hoffnung schöpfen: Auch sie haben unmenschliche und entwĂŒrdigende Behandlung erlitten , auch sie sind der Möglichkeit beraubt worden, sich Recht zu verschaffen. Sie habe daher Anspruch auf Genugtuung.
Ja, werden manche sagen, da gibt es doch den Heimkinderfonds. Falsch! Denn dort geht es erklĂ€rtermaßen nicht um RechtsansprĂŒche, sondern um freiwillige UnterstĂŒtzung in prekĂ€ren Lebenslagen, die auf die Heimzeit zurĂŒckzufĂŒhren sind.
So könnte den findigen Fonds-Erfindern ihr eigene Schutzkonstruktion schmerzhaft auf die FĂŒĂŸe fallen. Ich gönne es ihnen.
[1] Dank an Martin Mitchell/Australien, der auf die Gerichtsentscheidung aufmerksam gemacht hat.
[2] http://
www.wdr5.de/sendungen/diesseitsvoneden/missbrauchirland100.html
Ähnliche BeitrĂ€geKK: KirchenKonkurs
In "heimkinder"Kirche – In Österreich wird’s ernst
In "Kirche"„Er ist ein Priester, du mußt ihm gehorchen“
In "Kirche"
Beschlagwortet mit:"EuropÀischer Gerichtshof", EntschÀdigung, Kinderheime, Kirche, Missbrauch, Schulen, Staat, VerjÀhrung
Einen entsprechenden Bericht gab es bereits am 28.01.14 im SPIEGEL, zu erreichen ĂŒber
http://
www.spiegel.de/panorama/justiz/0.1518.946001.00.html
Unsere Interessengemeinschaft lĂ€sst einen auf Europarecht spezialisierten Anwalt die Rechtssituation fĂŒr Klagen gegen die BRD bzw. einzelne BundeslĂ€nder prĂŒfen.
http://
www.spiegel.de/panorama/justiz/egmr-billigt-irischen-missbrauchsopfer-entschaedigung-zu-a-9 46001.html

Erst strippen, dann kassieren: "Bitte schildern Sie die UmstÀnde und den Hergang der Missbrauchstat"
Dierk Schaefers Blog: Betr.: »Anerkennung Leid«
»Die Evangelische Kirche von Westfalen, die lippische Landeskirche und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ĂŒbernehmen Verantwortung in Anerkennung des Leids Betroffener sexualisierter Gewalt, das in ihren Einrichtungen und Arbeitsfeldern zugefĂŒgt und erlitten wurde.«
»Die finanzielle Leistung in Anerkennung des Leids wird in Höhe von 5.000,00 Euro gewĂ€hrt. Diese Leistung erfolgt unabhĂ€ngig von Art und Schwere des Unrechtes, das die Betroffenen erlitten haben. Die Leistung versteht sich weder als Wiedergutmachung noch als EntschĂ€digung, sondern erkennt symbolhaft das zugefĂŒgte Leid an.«
»Leistungen in Anerkennung des Leids sind freiwillige Leistungen, die ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht erfolgen. FĂŒr diese freiwilligen Leistungen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Aus der GewĂ€hrung dieser freiwilligen Leistungen können keine neuen RechtsansprĂŒche hergeleitet werden oder etwa aus der GewĂ€hrung der freiwilligen Leistungen entstehen.«[1]
»Voraussetzungen
Leistungen in Anerkennung des erlittenen Leids können von Personen geltend gemacht werden,
a) wenn sie von sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende einer kirchlichen Körperschaft oder Einrichtung im Bereich der beiden Landeskirchen oder einer diakonischen Körperschaft oder Einrichtung im Bereich des Diakonie RWL e.V. betroffen sind,
b) sie zum Tatzeitpunkt minderjÀhrig waren und
c) wenn zusĂ€tzlich ein institutionelles Versagen kirchlicher VerantwortungstrĂ€ger ursĂ€chlich oder mitursĂ€chlich fĂŒr das erlittene Leid war.« [2]
Es geht also ausschließlich um sexuelle Übergriffe von EinzeltĂ€tern, nicht um die Strukturen, die  Mißhandlungen und Ausbeutung in diversen Erziehungseinrichtungen förderten, erst recht nicht um eine fehlgeleitete Theologie. Diese Mißhandlungen sind nicht einmal finanziell-symbolisch anerkennenswert. Die schriftfĂŒhrenden Kirchen schĂŒtzen ihre Heime und ihre Vergangenheit. Was soll falsch gewesen sein? Und damit die Bittsteller ihre Kindheitserlebnisse noch einmal so richtig nachkosten können, geht das Antragsformular ins Detail: »Bitte benennen Sie die Tatzeit so genau wie möglich. Es ist auch die Angabe eines Zeitraums möglich. Bitte machen Sie deutlich, wenn es sich um mehrere MißbrauchsfĂ€lle gehandelt hat. 
 Bitte schildern Sie die UmstĂ€nde und den Hergang der Missbrauchstat. Sie können ein Zusatzblatt verwenden.«[3]
Vielleicht sollten die Opfer selber eine Frage anfĂŒgen, ob nĂ€mlich die Mitglieder der Kommission beim Lesen ihrer Sexualreports irgendwelche Regungen gehabt haben – „und wenn welche? Bitte beschreiben Sie sie so genau wie möglich. Sollte der Platz nicht ausreichen, nehmen Sie ein Zusatzblatt. Ihre Angaben sind mir wichtig; sie helfen mir fĂŒr die Gestaltung der weiteren Kommunikation mit Ihnen.“
[1] Quelle fĂŒr diese Zitate: http://
www.fuvss.de/fuer-betroffene/anerkennung-leid/
[2] Zitate aus http://
www.fuvss.de/fileadmin/mediapool/baukaesten/FS_fuvss/2013-10-17-VerfRegAnerkennungLei d.pdf
[3] http://
www.fuvss.de/fileadmin/mediapool/baukaesten/FS_fuvss/2013-11-04-AnerkennungLeid-Antrag _form.pdf
Das Formular gibt es hier:
http://
www.fuvss.de/fileadmin/mediapool/baukaesten/FS_fuvss/2013-11-04-AnerkennungLeid-Antrag _form.pdf


Auszug aus dem Fragebogen noch einmal hier:
II.      Angaben zur Tat
1. TĂ€terin/TĂ€ter
Bitte geben Sie den Namen der TĂ€terin oder des TĂ€ters und deren oder dessen
Funktion zur Tatzeit an, soweit Ihnen dies bekannt ist.
Name, Vorname
Funktion der TĂ€terin/des TĂ€ters zur Tatzeit
2. Tatort
Bitte benennen Sie die Institution, innerhalb welcher der sexuelle Missbrauch, den Sie minderjÀhrig erfahren mussten, begangen wurde und beschreiben Sie ggf. den genauen Tatort.
Institution
Ort
ggf. Beschreibung des Tatorts
3. Tatzeit
Bitte benennen Sie die Tatzeit so genau wie möglich. Es ist auch die Angabe eines Zeitraums möglich. Bitte machen Sie deutlich, wenn es sich um mehrere FÀlle sexuellen Missbrauchs gehandelt hat.
4. Tathergang
Bitte schildern Sie die UmstĂ€nde und den Hergang der Missbrauchstat. Die Angaben sind fĂŒr die weitere AufklĂ€rungsarbeit unerlĂ€sslich. Sie können ein Zusatzblatt verwenden.
5. Umgang mit dem Missbrauchsfall
Wussten andere Personen von dem sexuellen Missbrauch, den Sie minderjĂ€hrig erfahren mussten? Wurde Druck auf Sie oder auf andere ausgeĂŒbt, keine Ermittlungen einzuleiten, keine Anzeige oder Mitteilung an vorgesetzte Stellen oder an Dritte zu erstatten? Wissen Sie von anderen FĂ€llen sexualisierter Gewalt in dieser Einrichtung?

AutoritÀre Erziehung in Heimen
Haasenburg bald wieder offen?
Das OVG hatte ĂŒberraschend bei einem Erörterungstermin vor zwei Wochen entschieden, dem Betreiber und dem Jugendministerium einen Vergleich vorzuschlagen. Mit einer solchen Einigung sollen beide Seiten leben können. Bislang gingen Insider allenfalls von einer finanziellen EntschĂ€digung fĂŒr der TrĂ€ger aus. ...
Das Ministerium hatte der Haasenburg GmbH wegen MisshandlungsvorwĂŒrfen Ende 2013 die Betriebserlaubnis entzogen. Der Betreiber war mit einem Eilantrag dagegen vor dem Verwaltungsgericht Cottbus gescheitert und zog dann vor das OVG.
http://
www.taz.de/Autoritaere-Erziehung-in-Heimen/!136002/
 

Ex-Heimkinder: Warnung vor einer Abtretungsvereinbarung

Es gibt einige Menschen, die ehemaligen Heimkindern uneigennĂŒtzig und kostenlos zur Seite stehen, wenn es darum geht, BeitrĂ€ge aus dem Opferfonds des Bundes, der LĂ€nder und der Kirchen fĂŒr misshandelte Heimkinder oder aus anderen Beihilfetöpfen zu bekommen. Dazu gehört beispielsweise der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VeH), der eine große InternetprĂ€senz betreibt (http://www.veh-ev.eu) und reichlich Informationen zur VerfĂŒgung stellt. FĂŒr den Bereich behinderter Heimopfer bietet sich die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ an, die auf ihrer HP www.gewalt-im-jhh.de ebenfalls umfangreiche Informationen bietet und in EinzelfĂ€llen behinderte Opfer vertritt. Beide HP’s zeichnen sich dadurch aus, dass die Opfer eigentlich keine weiteren Hilfen brauchen, weil detailliert beschrieben ist, wie und wo diese Gelder beantragt werden können. Oft ist allerdings moralische UnterstĂŒtzung nötig und die bieten die Vorstandsmitglieder vom VeH allemal. (Kontakte unter: http://www.veh-ev.eu/Der_Verein/Der_Vorstand/der_vorstand.html)

Allerdings gibt es auch Heimopfervertreter, die ihre Hilfe gegen Bezahlung anbieten. Sie fordern einen bestimmten Betrag fĂŒr ihren Leistungsaufwand. Ähnliches konnten die Heimopfer nach der Installation des Opferfonds beobachten, als die meisten BundeslĂ€nder sich aus dem Opferfonds von 120 Mio. Euro zunĂ€chst einmal 10 % aufteilten. Die staatlichen Stellen, die in der Aufsichtspflicht völlig versagt und damit die unzĂ€hligen Verbrechen erst ermöglicht haben, lassen sich die Regulierung ihrer Fehler auch noch bezahlen. Soviel zur Moral.

In Berlin firmiert eine solche Opfervertretung, die kaum einzuordnen ist. Sie oder er, oder auch beide, sind PrÀsidenten dieses Vereins, sie oder er sind oder waren Opfer in Heimen. Die Darstellungen sind unterschiedlich. So bescheinigt beispielsweise der VeH einen Fall, in dem sich ein Mensch zunÀchst nicht als Opfer, dann aber doch als ein solches eintragen lassen wollte.

Die Homepage ist dĂŒnn; es steht viel zu der Rubrik, was dieser Verein will. Konkret ist aber nicht nachzulesen oder auf den ersten Blick zu finden, wie denn nun diese Hilfen aussehen und was die Leistungen kosten. Erstaunlich ist auch, dass der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern zu bestehen scheint; - jedenfalls sind andere Namen nicht zu finden. Der Verein soll Ă€ußerst streitsĂŒchtig sein und jeden, der sich kritisch ĂŒber ihn Ă€ußert, direkt verklagen. Ich kommentiere dies alles allerdings nicht.

Was mich stutzig macht, ist eine im Internet kursierende Abtretungsvereinbarung. Sie hat zum Inhalt, dass der Leistungsnehmer alle Forderungen gegen beispielsweise HeimtrÀger, staatliche oder kirchliche Stellen, etc. an den Leistungserbringer abtritt.

Ich rate von einem solchen Vertragsabschluss ab. Mir scheint, dass mit einer solchen Unterschrift zuviel Befugnisse dem Opfervertreter ĂŒbertragen werden, die im Nachhinein nicht mehr rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden können. Stutzig macht mich aber auch, dass ich selbst auf diesem Formular keine Angaben ĂŒber die Leistungsentgelte finde. Darum empfehle ich jenen, die ihre AntrĂ€ge selbst nicht durchsetzen wollen oder können, eine Vereinbarung zu treffen, nach der der Leistungserbringer prozentual aus den Opferleistungen bezahlt wird. Bis dahin fließen mögliche Gelder auf das Konto der Opfer und sind dort zunĂ€chst einmal vor irgendwelchen Zugriffen geschĂŒtzt.

Heimopfer, Gewalt, Missbrauch, Zwangsarbeit, Runder Tisch Heimerziehung, Antje Vollmer, Evangelische Kirche, Katholische Kirche, Caritas, Diakonie

01. Juli 2014 MEDIENMITTEILUNG

RUNDER TISCH [Schweiz]: BETEILIGTE LEGEN GEMEINSAME VORSCHLÄGE VOR
Der Runde Tisch fĂŒr die Opfer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen hat heute in Bern einen Bericht mit zahlreichen MassnahmenvorschlĂ€gen zuhanden der politischen Behörden verabschiedet. Er schlĂ€gt namentlich finanzielle Leistungen zugunsten der Opfer vor, aber auch deren Beratung und Betreuung, eine umfassende Aktensicherung und Akteneinsicht sowie die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte. FĂŒr den Runden Tisch ist klar, dass Staat und Gesellschaft in der Schuld der Opfer stehen. ...
Finanzielle Leistungen sind unabdingbar
Viele Opfer haben schwere finanzielle Nachteile erlitten, die sich auf ihr ganzes Leben auswirken (mangelnde Ausbildung, schlecht bezahlte berufliche TĂ€tigkeiten, tiefe AHV-Renten, keine oder nur bescheidene berufliche Vorsorge etc.). Aus diesem Grund erachtet der Runde Tisch finanzielle Leistungen zugunsten der Opfer als unabdingbar. Er schlĂ€gt dafĂŒr eine Kombination zwischen einem einmaligen SolidaritĂ€tsbeitrag und monatlichen BeitrĂ€gen vor, die mit der AHV-Rente ausbezahlt werden sollen.
http://
www.fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch/de/2014-07-01_mm_runder_tisch.html

Dazu Erich Kronschnabel im Blog des Theologen Dierk SchÀfer:
Von: Mail von E.K. <e.kronschnabel@googlemail.com>
Datum: 2. Juli 2014 08:15
Betreff: Fwd: [Neuer Beitrag] Was der Runde Tisch in kurzer Zeit erreicht hat, ĂŒbertrifft selbst die zuversichtlichsten Erwartungen
An: info@antje-vollmer.de
Guten Tag, Frau Vollmer!
Als Opfer Ihrer Heimkinder-Verhöhnungsaktion, Runder Tisch Heimerziehung genannt, ĂŒbermittele ich Ihnen das schweizerische Ergebnis zur gleichen Thematik. http://
dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-der-runde-tisch-in-kurzer-zeit-erreicht-hat- ubertrifft-selbst-die-zuversichtlichsten-erwartungen/
Was sagt uns dieses Ergebnis aus der Schweiz? Dass Sie und die Vertreter der TĂ€ternachfolgeinstitutionen ein erbĂ€rmlich menschenverachtendes Machwerk gegen die Opfer ablieferten, das von Ihren Gesinnungsfreunden in der Politik ĂŒbernommen und festgeschrieben wurde. Sie dĂŒrfen fĂŒr sich den Titel “Furchtbarste Theologin” in Anspruch nehmen.
Ihr Name ging in die Heimkindergeschichte ein, er steht fĂŒr Menschenverachtung in bösartigster Form.
Erich Kronschnabel
http://
dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-kann-und-soll-ich-als-theologe-dazu-sage n/

Stuttgarter Nachrichten.de: Steve Przybilla, 30.06.2014 16:30 Uhr - Studie Katholische
Hochschule Freiburg
Die stillen Leiden der Heimkinder
Auch in Behinderten-Einrichtungen wurden frĂŒher Kinder misshandelt. In welchem Ausmaß, das versucht gerade die Katholische Hochschule in Freiburg zu ergrĂŒnden. Die Zusammenarbeit mit den Behinderteneinrichtungen laufe gut, so die Projektleitung.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.studie-katholische-hochschule-freiburg-die-stillen-lei den-der-heimkinder.70d81fee-12d2-42a7-880e-686af1f04788.html


Dazu Dierk SchÀfer in seinem Blog:
...
Sehr geehrte Frau Arnold,
der Zeitung entnahm ich die Information ĂŒber Ihr Forschungsvorhaben ĂŒber die ehemaligen Heimkinder. Als mit der Materie befaßter nicht Betroffener kam mir sofort „noch ‘ne Studie“ in den Sinn. Zu fragen ist nicht nur nach der gesellschaftlichen Relevanz Ihres Vorhabens, sondern auch nach der wissenschaftlichen. Betroffene urteilen hĂ€rter: „Ausgerechnet die TĂ€terorganisationen lassen Gutachten ĂŒber ihre eigenen Taten erstellen. Wie wĂ€ren wohl Reaktion auf eine Studie ĂŒber die Verbrechen Nazideutschlands, die ein post-faschistisches Institut im Auftrag der NPD durchfĂŒhrt? Wie wĂŒrden die Ergebnisse ausfallen?“ (Kommentar zu http://
dierkschaefer.wordpress.com/2014/06/30/heimkinder-systematisch-geschlagen-vergewa ltigt-und-zur-zwangsarbeit-verdonnert/ ).
Die Verbrechen an den ehemaligen Heimkindern sind zwar nicht flĂ€chendeckend aber exemplarisch gut aufgearbeitet. Was uns fehlt ist die wissenschaftliche Aufarbeitung der VorgĂ€nge am Runden Tisch und drum herum. Hier gibt es bereits treffende EinschĂ€tzungen von Prof. Manfred Kappeler. Doch hier wĂ€re vertiefte Quellenarbeit ĂŒber die politischen HintergrĂŒnde nötig. Interessant wĂ€re schon, ob und inwieweit Sie Zugang erhalten zu staatlichen und kirchlichen Archiven, Zugang zu den Beteiligten – und ob diese frei sprechen dĂŒrfen. Ich gehe von einem großen Betrug an den ehemaligen Heimkindern aus, denn es gibt dafĂŒr deutliche Belege im Ablauf des Runden Tisches. Das hĂ€tte ich aber gern wissenschaftlich ĂŒberprĂŒft. Daß Runde Tische anders zusammengesetzt auch anders arbeiten können, sieht man hier: http://
dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-der-runde-tisch-in-kurzer-zeit-erreicht-hat- ubertrifft-selbst-die-zuversichtlichsten-erwartungen/
Im Kontrast dazu: http://
dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/31/der-runde-tisch-heimkinder-und-der-erfolg-der- politikerin-dr-antje-vollmer/
Sie werden sicherlich Ihr Projekt nicht aufgaben wollen, es wÀre aber gut, wenn Sie es erweitern.
Mit freundlichem Gruß
Dierk SchÀfer
PS: Wie Sie sehen (werden), lĂ€uft zu dieser Thematik Vieles ĂŒber das Internet. Auch mein Mail an Sie wird heute noch in meinem Blog erscheinen.
http://
dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/noch-ne-heimkinderstudie/

Dazu auch die "Freie Arbeitsgruppe JHH 2006":
Frau
Laura Arnold
Katholische Hochschule Freiburg
E-Mail: laura.arnold@kh-freiburg.de
Ihre geplante Studie ĂŒber ehemalige Heimkinder
Sehr geehrte Frau Arnold!
Durch Information erfuhr ich heute von Ihrer geplanten neuen Studie zu den Verbrechen an ehemaligen Heimkindern. In den „Stuttgarter-Nachrichten.de“ werden Sie mit der Bemerkung wiedergegeben, daß Ihre Zusammenarbeit beispielsweise mit den Behinderteneinrichtungen gut laufe. DarĂŒber freuen wir uns sehr. Weniger freuen wir uns darĂŒber, daß Sie offensichtlich mit Gruppierungen Betroffener, die ebenso Untersuchungen zu diesem Thema ausgefĂŒhrt haben, nicht in Kontakt getreten sind.
Unsere „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ kann Sie umfangreich ĂŒber die Verbrechen im Johanna-Helenen-Heim der damaligen OrthopĂ€dischen Anstalten Volmarstein bei Hagen (heute Evangelische Stiftung Volmarstein) informieren.
Hier ein Link, der Sie zu unseren Ermittlungen fĂŒhrt:
http://
gewalt-im-jhh.de/Aufarbeitung_der_Grausamkeiten_171108.pdf
Bei Durchsicht unserer Homepages werden Sie feststellen, daß wir auch ĂŒber andere Behinderteneinrichtungen berichtet haben.
1. HP: http://
gewalt-im-jhh.de
2. HP: http://
www.gewalt-im-jhh.de/hp2/index.html
Die Historiker Dr. Ulrike Winkler und Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl haben ebenso ĂŒber Volmarstein, aber auch in anderen Einrichtungen recherchiert. Diese Links hilft Ihnen weiter:
http://
gewalt-im-jhh.de/Bericht_der_Historiker_Prof__S/bericht_der_historiker_prof__s.html
http://
gewalt-im-jhh.de/Gewalt_in_der_Korperbehinderte/gewalt_in_der_korperbehinderte.html
Unsere gesamte Homepage gibt es auch als CD gegen Material- und Portokosten zur freien Verwendung. Sollten Sie Bedarf haben, schreiben Sie mich einfach an.
Umfangreiche Informationen stellt Ihnen auch Herr Dipl.-Theologe/Dipl.-Psychologe Dierk SchĂ€fer aus Bad Boll zur VerfĂŒgung. Hier sein Blog:
http://
dierkschaefer.wordpress.com
Ob angesichts der FĂŒlle des schon vorhandenen Materials eine weitere Studie nötig ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
i.A.
Helmut Jacob

Vorbildlich: Runder Tisch fĂŒr Heim- und Erziehungsopfer in der Schweiz kĂ€mpft fĂŒr echte EntschĂ€digung

 

Ihr Forderungskatalog

1. Anerkennung des Unrechts

Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, fĂŒr alle Opfer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen an Orten, die eine besondere Bedeutung haben, ein Mahn- bzw. Denkmal oder eine GedenkstĂ€tte zu errichten. Mindestens ein Mahn- oder Denkmal bzw. eine GedenkstĂ€tte soll von gesamtschweizerischer Bedeutung sein.

2.  Beratung und Betreuung

2.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt die finanzielle UnterstĂŒtzung einer gemeinsamen Plattform fĂŒr Suchdienste vor.

2.2 Der Runde Tisch schlĂ€gt die Ausdehnung des Geltungsbereichs des Opferhilfegesetzes auf die Opfer fĂŒrsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen im Hinblick auf die UnterstĂŒtzung durch die Beratungsstellen und die KostenbeitrĂ€ge vor. Dabei ist auch zu prĂŒfen, ob der zeitliche Geltungsbereich zu prĂ€zisieren ist.

3.  Akteneinsicht / Aktensicherung / Bestreitungsvermerke

3.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, dass die Verantwortlichen der kantonalen, kommunalen und privaten sowie insbesondere der kirchlichen Archive weiterhin sensibilisiert und in Bezug auf AktenfĂŒhrung, Aktensicherung und GewĂ€hrung von Akteneinsicht durch die Staatsarchive unterstĂŒtzt werden. Die Verantwortlichen jener Archive, zu denen bislang kein Zugang bestand, sollen den Betroffenen Akteneinsicht gewĂ€hren.

3.2 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, dass die bisherige Praxis bei der Anbringung von Bestreitungsvermerken weitergefĂŒhrt wird, und dass die Archivmitarbeitenden die Betroffenen bei der Formulierung von Bestreitungsvermerken und Gegendarstellungen weiterhin unterstĂŒtzen.

3.3 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die im Rehabilitierungsgesetz vorgesehenen Vorschriften betreffend Archivierung in geeigneter Form in die zu schaffende Rechtsgrundlage fĂŒr die Rehabilitierung aller Gruppen von Betroffenen des Runden Tisches zu ĂŒbernehmen.

3.4 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, der Änderung des Zivilgesetzbuches (Adoptionsrecht) erhöhte PrioritĂ€t einzurĂ€umen. Es ist zudem zu prĂŒfen, ob und wie bei Adoptionen bereits vor der Inkraftsetzung der neuen Regelung eine Kontaktnahme ermöglicht werden kann.

4.  Finanzielle Leistungen

4.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, substantielle finanzielle Leistungen zugunsten der Opfer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vorzusehen. Er schlĂ€gt vor, die gesetzliche Grundlage fĂŒr einen SolidaritĂ€tsfonds zu schaffen. Einzig der SBV will die finanziellen Leistungen auf HĂ€rtefĂ€lle beschrĂ€nken.

4.2 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, in ErgĂ€nzung zum vorgeschlagenen SolidaritĂ€tsfonds eine gesetzliche Grundlage fĂŒr die Ausrichtung eines Zuschlags zur AHV-Rente an alle rentenbeziehenden Opfer zu schaffen. Einzig der SBV will diesen Zuschlag auf HĂ€rtefĂ€lle beschrĂ€nken.

 4.3 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die Soforthilfe bei der Berechnung der Sozialhilfe, der So- zialversicherungsleistungen und weiterer Sozialleistungen (z.B. Bedarfsleistungen) sowie bei der Steuerveranlagung nicht als anrechenbares Einkommen zu berĂŒcksichtigen.

4.4 Der Runde Tisch schlÀgt vor, dass die kantonalen Behörden angehalten werden, ihren Ermessensspielraum zu nutzen und die Soforthilfe als unpfÀndbaren Vermögenswert zu betrachten.

4.5 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die besondere Situation von Opfern fĂŒrsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen bei der ÜberprĂŒfung und Festsetzung von Voll- und Teilrenten der IV zu berĂŒcksichtigen.

4.6 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die Betreibungs- und KonkursĂ€mter betreffend Nicht- pfĂ€ndbarkeit der Leistungen der Soforthilfe zu informieren sowie die gesetzliche Grund- lage fĂŒr den SolidaritĂ€tsfonds so auszugestalten, dass eine PfĂ€ndung von finanziellen Leistungen an Opfer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierun- gen ausgeschlossen wird.

4.7 Der Runde Tisch schlÀgt vor, bei der Beurteilung von Gesuchen um Steuererlass von

Opfern mit tiefen Einkommen den Ermessensspielraum zu ihren Gunsten auszuĂŒben.

4.8 Eine Minderheit des Runden Tisches schlĂ€gt vor, den Opfern von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen auf Lebzeiten ein GA 2. Klasse zu finanzieren.

5.  Wissenschaftliche Aufarbeitung

5.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, den Schweizerischen Nationalfonds mit der DurchfĂŒhrung eines Nationalen Forschungsprogramms zum Thema fĂŒrsorgerische Zwangsmassnah- men und Fremdplatzierungen zu beauftragen. FĂŒr den Fall, dass kein solches Pro- gramm zustande kommen sollte, schlĂ€gt der Runde Tisch vor, durch eine GesetzesĂ€n- derung den Auftrag der UnabhĂ€ngigen Expertenkommission gemĂ€ss Artikel 5 des Bun- desgesetzes zur Rehabilitierung administrativ versorgter Menschen im Sinne einer um- fassenden Aufarbeitung zu erweitern.

5.2 Der Koordination zwischen UnabhĂ€ngiger Expertenkommission und Nationalem For- schungsprogramm sowie der nachhaltigen Vermittlung soll besondere Beachtung ge- schenkt werden. Im Rahmen der Forschungsprojekte sollen Anlaufstellen fĂŒr Zeitzeu- ginnen und Zeitzeugen geschaffen werden, und es sollen auch die Psychiatriegeschich- te, die strafrechtliche Unterbringung, die Nachfolgegeneration / Zweitgeneration sowie die Medikamentenversuche berĂŒcksichtigt werden.

6. Ă–ffentlichkeitsarbeit / gesellschaftspolitische Sensibilisierung

6.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung fĂŒr die

Sensibilisierung der Öffentlichkeit aufzubereiten.

6.2 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die Ausstellung «Enfances volĂ©es – Verdingkinder reden» und eine allfĂ€llige Aktualisierung und Erweiterung dieser Ausstellung finanziell zu unter- stĂŒtzen.

6.3 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, das Thema in den SchulbĂŒchern und in anderen Lehrmit- teln zu behandeln. Er schlĂ€gt zudem vor, die Schulen aufzufordern, Betroffene einzula- den, damit sie ĂŒber ihr Schicksal und ihre Erfahrungen berichten können.

 6.4 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, dass sich auch die zukĂŒnftigen Fachpersonen insbeson- dere im Sozialbereich sowie in der Rechtswissenschaft im Rahmen der Berufsbildung mit dem Thema fĂŒrsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen aus- einandersetzen.

6.5 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, eine Sonderbriefmarke mit Zuschlag zu Gunsten der Op- fer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen herauszugeben und eine GedenkmĂŒnze fĂŒr die Opfer prĂ€gen zu lassen.

6.6 Der Runde Tisch schlÀgt vor, sicherzustellen, dass auch betroffene Personen im Straf- und Massnahmenvollzug informiert werden.

6.7 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, ein Konzept fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln.

Dazu gehört, dass die Website www.fszm.ch laufend aktualisiert wird.

6.8 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, zu prĂŒfen, ob eine Änderung des Strafgesetzbuchs zur Verhinderung und Bestrafung der Verspottung und Verunglimpfung der Opfer von fĂŒr- sorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 notwendig ist.

7.  Organisatorische Massnahmen

7.1 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, den Runden Tisch und die Funktionen des Delegierten vorlĂ€ufig weiterzufĂŒhren.

7.2 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, das Betroffenenforum vorlĂ€ufig weiterzufĂŒhren.

7.3 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, die Selbsthilfe der Betroffenen zu fördern. Dazu sollen insbesondere in den sieben Grossregionen der Schweiz unter BerĂŒcksichtigung der lĂ€ndlichen Regionen sogenannte Selbsthilfezentren oder Selbsthilfegruppen eingerich- tet werden. Betroffene von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierun- gen sollen mit staatlicher UnterstĂŒtzung Plattformen einrichten können, die ihnen Hilfe zur Selbsthilfe bieten (z.B. Informations- und Erfahrungsaustausch, Massnahmen zur Entfaltung und Entwicklung von persönlichen und beruflichen Ressourcen).

7.4 Der Runde Tisch schlĂ€gt vor, Projekte von Betroffenen bzw. von deren Organisationen finanziell zu unterstĂŒtzen.

 

Zusammenfassende Aufarbeitung und BegrĂŒndung fĂŒr die Forderungen des Runden Tisches in der Schweiz

Die vor 1981 getroffenen fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen gegenĂŒber Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Fremdplatzierungen von Kindern und Jugendlichen sind ein dunkles Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte. Viele unter uns lebende Mitmenschen leiden nach wie vor schwer unter dem Unrecht und Leid, das sie erfahren haben. Die Thematik ist noch kaum wissenschaftlich erforscht. Eine umfassende politische und gesellschaftliche Auf- arbeitung erfolgte bisher nur teilweise (so z.B. bei den Kindern der Landstrasse und den Zwangssterilisierungen).

In jĂŒngerer Zeit drang dieses Thema vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Verschie- dene Veranstaltungen, Ausstellungen und GedenkanlĂ€sse haben das Leiden der Opfer und den gesellschaftlichen Kontext thematisiert, und es wurde versucht, erste Schritte hin zu ei- ner Aussöhnung zu ermöglichen. Auf nationaler Ebene folgten nach lĂ€ngerem Stillstand Ge- denkanlĂ€sse in den Anstalten Hindelbank (2010) fĂŒr die administrativ versorgten Menschen und im Kulturcasino Bern (2013) fĂŒr alle Gruppen von Betroffenen.

Vor diesem Hintergrund wurde im Juni 2013 von Frau BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, ein Runder Tisch einge- setzt. Dieser Runde Tisch hat den Auftrag, eine umfassende Aufarbeitung der fĂŒrsorgeri- schen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 vorzubereiten und in die We- ge zu leiten. Am Runden Tisch nehmen paritĂ€tisch betroffene Personen und Vertreter und Vertreterinnen von Betroffenenorganisationen sowie von interessierten Behörden, Institutio- nen und Organisationen teil. Um weiteren Betroffenen zu ermöglichen, sich mit ihren Anlie- gen in die laufenden Arbeiten des Runden Tisches einzubringen, wurde zudem ein Betroffe- nenforum ins Leben gerufen.

Mit dem vorliegenden Bericht und der Verabschiedung eines Massnahmenkatalogs zuhan- den der EntscheidungstrĂ€ger in der Politik und in verschiedenen Institutionen schliesst der Runde Tisch ein Jahr nach seiner Einsetzung einen ersten, sehr wichtigen Teil seiner Arbei- ten ab. Der Runde Tisch hat bereits mehrere wichtige Massnahmen getroffen, eingeleitet oder unterstĂŒtzt: So wurden in den Kantonen Anlaufstellen aufgebaut, die den Betroffenen beratend und unterstĂŒtzend zur Seite stehen. Weiter wurden Empfehlungen betreffend die Aktensicherung und den Aktenzugang erlassen sowie ein Soforthilfefonds fĂŒr Opfer von fĂŒr- sorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen geschaffen, die sich aktuell in schwierigen finanziellen VerhĂ€ltnissen befinden.

Die vom Runden Tisch im Bericht vorgeschlagenen weiteren Massnahmen betreffen die An- erkennung des Unrechts, die Öffentlichkeitsarbeit und organisatorische Vorkehrungen. Wich- tige VorschlĂ€ge betreffen sodann finanzielle Leistungen sowie die wissenschaftliche Aufar- beitung. Die Realisierung einzelner MassnahmenvorschlĂ€ge, namentlich fĂŒr finanzielle Leis- tungen, erfordert die Schaffung gesetzlicher Grundlagen. Andere wiederum, wie etwa die Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms zur wissenschaftlichen Aufarbeitung sowie die Massnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, können auch ohne neue Ge- setzesgrundlagen realisiert werden.

Die Arbeiten des Runden Tisches und was daraus fĂŒr die Betroffenen sowie fĂŒr die ganze Schweiz entstehen kann, bieten eine historische Chance, dieses schwierige Kapitel aufzuar- beiten und gleichzeitig dazu beizutragen, dass sich solches Unrecht nicht wiederholt.

 http://www.fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch/pdf/RT_Bericht_Vorschlaege_de.pdf 

14. Juli 2014
Aufruf an die Heimis zur Abstimmung "FĂŒr die Verteidigung der katholischen Kirche in Deutschland !"http://www.tfp-deutschland.de/kampagne/christenhass_neu.html?gclid=CM-ukbzhvb8CFQI ewwodL1IAjA#sthash.qwdspbSX.7JSO13Fl.dpuf

Liebe Heimis!
Wer ist prĂ€destinierter, die Ehre der katholischen Kirche zu retten, als ehemalige Heimkinder, die in Heimen unter kirchlicher TrĂ€gerschaft verprĂŒgelt, vergewaltigt, psychisch kaputt gemacht und in den Wahnsinn getrieben wurden? Also stimmt ab zur „Verteidigung der katholischen Kirche in Deutschland“. Nirgends steht, dass nur die Katholiken abstimmen dĂŒrfen; also sind auch die Evangelen gefordert.
Auch ich habe abgestimmt. Ich fĂŒrchte, dem Blogbetreiber gefallen meine Antworten nicht.

 9. Juli 2014
KABINETTSBESCHLUSS: Mehr Geld fĂŒr die Heimkinder der DDR

Das Bundeskabinett hat die Aufstockung des Fonds "Heimerziehung in der DDR" beschlossen. Die endgĂŒltige Höhe der zusĂ€tzlichen Mittel wird aber erst nach Ablauf der Anmeldefrist im September festgelegt - wenn die Zahl der Betroffenen feststeht.

http://www.deutschlandfunk.de/kabinettsbeschluss-mehr-geld-fuer-die-heimkinder-der-ddr.1 818.de.html?dram:article_id=291289

Mein Kommentar:

Ein echtes KabinettstĂŒckchen. Der Beschluss dokumentiert die Hoffnung der Regierung, dass wegen der noch kurzen verbleibenden Anmeldefrist möglichst wenig Opfer vorstellig werden. Schadensbegrenzung nennt man das und das ist die Fortsetzung der Schweinereien, die am "Runden Tisch Heimerziehung" passiert sind.

9. Juli 2014

Info Dierk SchÀfer, Bad Boll: Neues aus der Haasenburg

Posted in Gesellschaft, heimkinder, Kinderrechte, PĂ€dagogik by dierkschaefer on 9. Juli 2014

»Haasenburg-Skandal: Experten fordern bessere Heimaufsicht[1]«

»Nötig seien mehr unangemeldete Kontrollen, wie es in KrankenhÀusern und in der Pflege Standard sei. Doch diese sind in der Jugendhilfe bislang nicht vorgesehen«.

„Die Kommission hat darauf hingewiesen, dass Ă€hnliche Vorkommnisse auch in anderen Einrichtungen nicht auszuschließen sind und dass unsere Kontrollmechanismen nicht angemessen auf menschenunwĂŒrdige AuswĂŒchse in der pĂ€dagogischen Praxis reagieren.“

„Es kann durchaus sein, dass noch mehr Heime solche Maßnahmen praktizieren, von denen wir keine Kenntnis haben.“

Wozu PĂ€dagogik? Ein Arzt weiß eine Alternative zum Fixieren: „In kritischen Situationen, in denen Kinder sich selbst oder andere gefĂ€hrden, könnte anstelle von Freiheitsentzug auch eine freiwillige, zeitlich begrenzte Medikamentengabe die Situation entschĂ€rfen“, glaubt der Mediziner.

[1] Alle Zitate aus: http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1299783/

http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/09/neues-aus-der-haasenburg/

14. Juli 2014

Gegen das Vergessen: Dierk SchÀfer, Bad Boll erinnert an das Leid ehemaliger Heimkinder

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Heimkids sind immer noch ein Thema. Wer von Ihnen hin und wieder meinen Blog aufsucht, weiß das. Ansonsten: Schauen Sie doch einmal wieder rein. Es gibt neue Entwicklungen.

1. Die Heimkinder aus den psychiatrischen Einrichtungen und Heimen fĂŒr Menschen mit Behinderung, vom Runden Tisch nicht beachtet, sollen nun eine flĂ€chendeckende Studie bekommen, soweit sie katholisch sind. http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/08/neue-heimkinderstudie-im-auftrag-der-carit as/ Dort auch weiterfĂŒhrende Links.

2. Mit der Frage, wie die von den Nazis leergemordeten HeimplĂ€tze nach dem Krieg wieder belegt wurden und in wessen Interesse, dĂŒrfte ein neues Kapitel eröffnet werden. http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/04/nachkriegskinder-als-frischfleisch-fur-die-ps ychiatrien/ und http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/03/das-leid-von-kindern-in-psychiatrischen-einr ichtungen-in-der-nachkriegszeit/

3. Auch heute noch gibt es Heime, in denen die ZustÀnde Àhnlich skandalös sind wie in den mittlerweile historischen. http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/09/neues-aus-der-haasenburg/

Wie eine Gesellschaft mit den „ÜberzĂ€hligen“ umgeht, mit den Menschen, die man nicht (mehr) braucht, die aber Kosten verursachen, zeugt von ihrer HumanitĂ€t.

Hier wĂ€ren noch mehr Gruppen aufzuzĂ€hlen, als die Heimbewohner jedweden Alters. Ich will hier nur die Alten- und Pflegeheime nennen, auf die ein großer Teil von uns „zualtert“, auch die ehemaligen Heimkinder. http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/07/31/wurdiges-sterben/ und http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/12/31/2243/. Der dort genannte Vorfall liegt zwar schon etwas zurĂŒck, doch ich bekomme auch Meldungen ĂŒber aktuelle FĂ€lle.

Ihrer Aufmerksamkeit herzlich empfohlen!

Mit freundlichem Gruß

Dierk SchÀfer

Freibadweg 35

73087 Bad Boll

Blog: http://dierkschaefer.wordpress.com/
 

01. Juli 2014 MEDIENMITTEILUNG

RUNDER TISCH [Schweiz]: BETEILIGTE LEGEN GEMEINSAME VORSCHLÄGE VOR

Der Runde Tisch fĂŒr die Opfer von fĂŒrsorgerischen Zwangsmassnahmen hat heute in Bern einen Bericht mit zahlreichen MassnahmenvorschlĂ€gen zuhanden der politischen Behörden verabschiedet. Er schlĂ€gt namentlich finanzielle Leistungen zugunsten der Opfer vor, aber auch deren Beratung und Betreuung, eine umfassende Aktensicherung und Akteneinsicht sowie die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte. FĂŒr den Runden Tisch ist klar, dass Staat und Gesellschaft in der Schuld der Opfer stehen. ...

Finanzielle Leistungen sind unabdingbar

Viele Opfer haben schwere finanzielle Nachteile erlitten, die sich auf ihr ganzes Leben auswirken (mangelnde Ausbildung, schlecht bezahlte berufliche TĂ€tigkeiten, tiefe AHV-Renten, keine oder nur bescheidene berufliche Vorsorge etc.). Aus diesem Grund erachtet der Runde Tisch finanzielle Leistungen zugunsten der Opfer als unabdingbar. Er schlĂ€gt dafĂŒr eine Kombination zwischen einem einmaligen SolidaritĂ€tsbeitrag und monatlichen BeitrĂ€gen vor, die mit der AHV-Rente ausbezahlt werden sollen.

http://www.fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch/de/2014-07-01_mm_runder_tisch.html

Dazu Erich Kronschnabel im Blog des theologen Dierk SchÀfer:

Von: Mail von E.K. <e.kronschnabel@googlemail.com>

Datum: 2. Juli 2014 08:15

Betreff: Fwd: [Neuer Beitrag] Was der Runde Tisch in kurzer Zeit erreicht hat, ĂŒbertrifft selbst die zuversichtlichsten Erwartungen

An: info@antje-vollmer.de

Guten Tag, Frau Vollmer!

Als Opfer Ihrer Heimkinder-Verhöhnungsaktion, Runder Tisch Heimerziehung genannt, ĂŒbermittele ich Ihnen das schweizerische Ergebnis zur gleichen Thematik. http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-der-runde-tisch-in-kurzer-zeit-erreicht-h at-ubertrifft-selbst-die-zuversichtlichsten-erwartungen/

Was sagt uns dieses Ergebnis aus der Schweiz? Dass Sie und die Vertreter der TĂ€ternachfolgeinstitutionen ein erbĂ€rmlich menschenverachtendes Machwerk gegen die Opfer ablieferten, das von Ihren Gesinnungsfreunden in der Politik ĂŒbernommen und festgeschrieben wurde. Sie dĂŒrfen fĂŒr sich den Titel “Furchtbarste Theologin” in Anspruch nehmen. Ihr Name ging in die Heimkindergeschichte ein, er steht fĂŒr Menschenverachtung in bösartigster Form.

Erich Kronschnabel

http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-kann-und-soll-ich-als-theologe-dazu-sa gen/

 

30. Juni 2014

Stuttgarter Nachrichten.de: Studie Katholische Hochschule Freiburg

Die stillen Leiden der Heimkinder

Auch in Behinderten-Einrichtungen wurden frĂŒher Kinder misshandelt. In welchem Ausmaß, das versucht gerade die Katholische Hochschule in Freiburg zu ergrĂŒnden. Die Zusammenarbeit mit den Behinderteneinrichtungen laufe gut, so die Projektleitung.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.studie-katholische-hochschule-freiburg-die-stillen -leiden-der-heimkinder.70d81fee-12d2-42a7-880e-686af1f04788.html

Dazu Dierk SchÀfer in seinem Blog:

...

Sehr geehrte Frau Arnold,

der Zeitung entnahm ich die Information ĂŒber Ihr Forschungsvorhaben ĂŒber die ehemaligen Heimkinder. Als mit der Materie befaßter nicht Betroffener kam mir sofort „noch ‘ne Studie“ in den Sinn. Zu fragen ist nicht nur nach der gesellschaftlichen Relevanz Ihres Vorhabens, sondern auch nach der wissenschaftlichen. Betroffene urteilen hĂ€rter: „Ausgerechnet die TĂ€terorganisationen lassen Gutachten ĂŒber ihre eigenen Taten erstellen. Wie wĂ€ren wohl Reaktion auf eine Studie ĂŒber die Verbrechen Nazideutschlands, die ein post-faschistisches Institut im Auftrag der NPD durchfĂŒhrt? Wie wĂŒrden die Ergebnisse ausfallen?“ (Kommentar zu http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/06/30/heimkinder-systematisch-geschlagen-verge waltigt-und-zur-zwangsarbeit-verdonnert/ ).

Die Verbrechen an den ehemaligen Heimkindern sind zwar nicht flĂ€chendeckend aber exemplarisch gut aufgearbeitet. Was uns fehlt ist die wissenschaftliche Aufarbeitung der VorgĂ€nge am Runden Tisch und drum herum. Hier gibt es bereits treffende EinschĂ€tzungen von Prof. Manfred Kappeler. Doch hier wĂ€re vertiefte Quellenarbeit ĂŒber die politischen HintergrĂŒnde nötig. Interessant wĂ€re schon, ob und inwieweit Sie Zugang erhalten zu staatlichen und kirchlichen Archiven, Zugang zu den Beteiligten – und ob diese frei sprechen dĂŒrfen. Ich gehe von einem großen Betrug an den ehemaligen Heimkindern aus, denn es gibt dafĂŒr deutliche Belege im Ablauf des Runden Tisches. Das hĂ€tte ich aber gern wissenschaftlich ĂŒberprĂŒft. Daß Runde Tische anders zusammengesetzt auch anders arbeiten können, sieht man hier: http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/was-der-runde-tisch-in-kurzer-zeit-erreicht-h at-ubertrifft-selbst-die-zuversichtlichsten-erwartungen/

Im Kontrast dazu: http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/31/der-runde-tisch-heimkinder-und-der-erfolg-d er-politikerin-dr-antje-vollmer/

Sie werden sicherlich Ihr Projekt nicht aufgaben wollen, es wÀre aber gut, wenn Sie es erweitern.

Mit freundlichem Gruß

Dierk SchÀfer

PS: Wie Sie sehen (werden), lĂ€uft zu dieser Thematik Vieles ĂŒber das Internet. Auch mein Mail an Sie wird heute noch in meinem Blog erscheinen.

http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/02/noch-ne-heimkinderstudie/

Dazu auch die "Freie Arbeitsgruppe JHH 2006":

Sehr geehrte Frau Arnold!

Durch Information erfuhr ich heute von Ihrer geplanten neuen Studie zu den Verbrechen an ehemaligen Heimkindern. In den „Stuttgarter-Nachrichten.de“ werden Sie mit der Bemerkung wiedergegeben, daß Ihre Zusammenarbeit beispielsweise mit den Behinderteneinrichtungen gut laufe. DarĂŒber freuen wir uns sehr. Weniger freuen wir uns darĂŒber, daß Sie offensichtlich mit Gruppierungen Betroffener, die ebenso Untersuchungen zu diesem Thema ausgefĂŒhrt haben, nicht in Kontakt getreten sind.

Unsere „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ kann Sie umfangreich ĂŒber die Verbrechen im Johanna-Helenen-Heim der damaligen OrthopĂ€dischen Anstalten Volmarstein bei Hagen (heute Evangelische Stiftung Volmarstein) informieren.

Hier ein Link, der Sie zu unseren Ermittlungen fĂŒhrt:

http://gewalt-im-jhh.de/Aufarbeitung_der_Grausamkeiten_171108.pdf

Bei Durchsicht unserer Homepages werden Sie feststellen, daß wir auch ĂŒber andere Behinderteneinrichtungen berichtet haben.

1. HP: http://gewalt-im-jhh.de

2. HP: http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/index.html

Die Historiker Dr. Ulrike Winkler und Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl haben ebenso ĂŒber Volmarstein, aber auch in anderen Einrichtungen recherchiert. Diese Links hilft Ihnen weiter:

http://gewalt-im-jhh.de/Bericht_der_Historiker_Prof__S/bericht_der_historiker_prof__s.html

http://gewalt-im-jhh.de/Gewalt_in_der_Korperbehinderte/gewalt_in_der_korperbehinderte.ht ml

Unsere gesamte Homepage gibt es auch als CD gegen Material- und Portokosten zur freien Verwendung. Sollten Sie Bedarf haben, schreiben Sie mich einfach an.

Umfangreiche Informationen stellt Ihnen auch Herr Dipl.-Theologe/Dipl.-Psychologe Dierk SchĂ€fer aus Bad Boll zur VerfĂŒgung. Hier sein Blog:

http://dierkschaefer.wordpress.com

Ob angesichts der FĂŒlle des schon vorhandenen Materials eine weitere Studie nötig ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

i.A.

Helmut Jacob

[Info fĂŒr die Leser: Ich muss korrigieren: Die Uni hat auch mit der FAG JHH 2006 Kontakt aufgenommen. Der Forschungsauftrag der Caritas bezieht sich nur auf Heimopfer katholischer Einrichtungen.]

Evangelische BrĂŒdergemeinde Korntal und die „Kinderhölle Korntal“

In einem Heim der Evangelischen BrĂŒdergemeinde Korntal fanden körperliche und sexuelle Gewaltexzesse statt.

Über die BrĂŒdergemeinde Korntal gibt Wikipedia Auskunft:

„Die Evangelische BrĂŒdergemeinde Korntal ist eine selbstĂ€ndige christliche Gemeinde, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts in Kooperation mit der Evangelischen Landeskirche in WĂŒrttemberg seit 1819 in Korntal bei Stuttgart besteht.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_BrĂŒdergemeinde_Korntal

Über eins der Opfer, Detlev Zander, berichtet das Wochenmagazin „Kontext“ ausfĂŒhrlich:

„Er verlor seine Familie, seinen Beruf und die Kraft, weiterzuleben. Sein Leben lang hat Detlev Zander unter den Folgen der Misshandlungen gelitten, die ihm als Heimkind der Evangelischen BrĂŒdergemeinde Korntal angetan wurden. Nun hat er den Mut, zu reden. Er will, dass die Verantwortlichen, die sich gerne fromm geben, zur Rechenschaft gezogen werden.“ http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/168/kinderhoelle-korntal-2266.html

Weitere Artikel zum Thema in der Wochenzeitung "kontext": http://www.kontextwochenzeitung.de/meta/suche.html?tx_newssearch_pi1%5Bcontroller%5D=New s

In der Browser-Suchmaschine sind zahlreiche Links nach Eingabe der Begriffe „Detlev Zander Korntal“ zu finden:

https://www.google.de/search?client=opera&q=brĂŒdergemeinde+korntal&sourceid=opera&ie=UTF -8&oe=UTF-8#q=detlev+zander+korntal

Detlev Zander hat mit Rechtsbeistand Christian Sailer die BrĂŒdergemeinde auf 1,3 Mio. € Schadensersatz verklagt. Zander berichtet von „PrĂŒgelorgien der Gruppenleiterin, fast tĂ€gliche Vergewaltigung durch den Hausmeister ĂŒber acht Jahre hinweg, monatelange Zwangsarbeit beim Bau des Hauses des Heimleiters“. So die „Stuttgarter Zeitung“ in

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-bruedergemeinde-korntal-millionenforderung-na ch-jahrzehnten.da2b91b0-d766-4402-9702-2b40950bfade.html und weiter: „Er war 1963 als ZweijĂ€hriger vom Landesjugendamt eingewiesen worden und lebte dort bis 1977.“ Über sein weiteres Leben in der gleichen Ausgabe: „Nach dem Aufenthalt in Korntal sei Z. Krankenpfleger geworden, habe jahrelang in diesem Beruf gearbeitet und nebenher das Abitur gemacht. „Dann hat ihn die Kraft verlassen“, weil die Ereignisse aus der Kinder- und Jugendzeit in Korntal wieder hochgekommen seien. Mittlerweile sei er arbeitsunfĂ€hig und beziehe Hartz IV, es gebe Ă€rztliche Atteste und ein psychiatrisches Gutachten nach einer Therapie.“

Laut „Kontext“-Wochenausgabe haben sich laut „Selbsthilfegruppe Korntal“ inzwischen 50 weitere Opfer gemeldet. Ihre Webseite: www.heimopfer-korntal.de.

Zu den anfĂ€nglichen Vertuschungs- und Verharmlosungsversuchen der Korntaler BrĂŒder nimmt der evangelische Dipl.-Theologe Dierk SchĂ€fer, Bad Boll, in seinem Blogeintrag „Durch zweier Zeugen Mund wird allerwegs die Wahrheit kund.“ (http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/29/durch-zweier-zeugen-mund-wird-allerwegs-die-wa hrheit-kund/) Stellung:

„Durch zweier Zeugen Mund wird allerwegs die Wahrheit kund.[1]

Erst war es „nur” ein Missbrauchsfall[2], nun gibt es mehr davon.

»Mittlerweile sind Zeitzeugen auf Zanders Fall aufmerksam geworden. Darunter Michael Spreng, der von Ă€hnlichen Erlebnissen wie Zander berichtet. Als Kind mit fĂŒnf oder sechs Jahren habe der Hausmeister „entsprechende Dinge“ mit ihm getan. Spreng sagt, er sei „auch noch von anderen Kinderheimkindern misshandelt“ worden. Der gelernte BĂ€ckermeister aus Reutlingen betont, er sei froh, dass Zander „das ins Rollen gebracht hat“. Von Ă€hnlichen Erfahrungen berichtet auch Werner Hoeckh, ebenfalls ein ehemaliges Heimkind. Er will wie Zander die BrĂŒdergemeinde verklagen.«[3]

Den frommen BrĂŒdern in Korntal sei mit MatthĂ€us 18,20 zugerufen: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

In Vers 6 im selben Kapitel steht ĂŒbrigens: Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verfĂŒhrt, fĂŒr den wĂ€re es besser, dass ein MĂŒhlstein an seinen Hals gehĂ€ngt und er ersĂ€uft wĂŒrde im Meer, wo es am tiefsten ist.

[1] Johann Wolfgang von Goethe, »Faust I«

[2] http://dierkschaefer.wordpress.com/tag/evangelische-brudergemeinde-korntal/ und http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/07/15/noch-einmal-ins-fromme-korntal/

[3] http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ehemalige-heimkinder-der-korntaler-bruedergemeinde-m issbrauchsvorwuerfe-weiten-sich-aus/-/id=1622/nid=1622/did=13878868/1s229cw/“

 

Abgegrast vom Blog des Theologen Dierk SchÀfer, Bad Boll

Man hat gar nicht so viel Zeit, die vielen Lumpereien rund um das Thema Heimkinder zu dokumentieren. Da ist es eine große Hilfe, wenn andere Interessierte ebenso lesen und recherchieren. Der evangelische Theologe Dierk SchĂ€fer hat sich auf die Seite der Heimopfer gestellt und trĂ€gt auf seinem Blog wieder Fundstellen und eigene BeitrĂ€ge zusammen. Hier einige AuszĂŒge:

 

„Dieses Verfahren ist notwendig“

Posted in heimkinder, Kinderrechte, KriminalitÀt, Politik by dierkschaefer on 8. August 2014

„Dieses Verfahren ist notwendig, da die Mittel des Fonds aus öffentlichen Geldern zur VerfĂŒgung gestellt werden und im öffentlichen Interesse darauf zu achten ist, dass mit diesen verantwortungsvoll umgegangen wird.“

Aber ja doch. Nach dem verantwortungslosen Umgang mit Schutzbefohlenen, kommt endlich Ordnung in die Angelegenheit. Die neue Verantwortung heilt die unverantwortlichen Ausbeutungs- und Erziehungsmaßnahmen von damals.

»Zu den VerspĂ€tungen komme es durch den „großen Zuspruch“ von Betroffenen, sie seien unvermeidbar«.[1]

Viele sterben unvermeidbar auch vorher.

Wie heißt dieser BĂŒrokrat? Stahl heißt er. Hart ist er wie Kruppstahl. Nach seinem Ableben wird mancher sagen: Er stahl uns den letzten Rest von WĂŒrde.

[1][1] http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Die-Wut-der-Heimkinder;art673,975698

 

KĂŒrzungen beim Opferfonds – Wer ist das Karnickel?

Posted in heimkinder, Kirche, KriminalitÀt, Politik by dierkschaefer on 7. August 2014

KĂŒrzungen beim Opferfonds

“Grund fĂŒr die KĂŒrzung ist, dass die notwendigen Abstimmungen mit LĂ€ndern und Kirchen ĂŒber deren Beteiligung sich verzögert.”

http://www.bundestag.de/presse/hib/2014_05/-/280560

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Was kann der Fonds Heimerziehung West leisten?

Posted in heimkinder by dierkschaefer on 7. August 2014

Man kann die Interviewer-AnstĂ¶ĂŸe anklicken und erhĂ€lt die Antworten im Interview.

Ich habe nur angeklickt „Es gibt harsche Kritik am Fonds Heimerziehung: Viele ehemalige Heimkinder sind bitter enttĂ€uscht.“

In der Antwort: „Viele Betroffene verstehen die finanzielle UnterstĂŒtzung auch als Symbol der Anerkennung. Wir bekommen zahlreiche berĂŒhrende Schreiben von Ehemaligen, die das aussagen.“ Da hĂ€tte ich gern mehr Informationen bekommen, was auch unter Wahrung des Datenschutzes möglich gewesen wĂ€re. Was haben die dem Fonds dankbaren Heimkinder aus der Heimzeit berichtet? Und dann die Anzahl der Schreiben in Relation zur Gesamtgruppe und ausgewĂ€hlt von einer unparteiischen Person der Wortlaut einiger typischer Briefe.

Danach hatte ich keine Lust mehr, noch die anderen Positionen anzuklicken.

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/evangelische-perspektiven/beratungsstelle-fonds-h eimerziehung-100.html

 

So finanziert sich die Caritas

Posted in Gesellschaft, Politik by dierkschaefer on 5. August 2014

So finanziert sich die Caritas – und das dĂŒrfte bei den anderen VerbĂ€nden Ă€hnlich sein: Diakonie, Arbeitersamariterbund, Rotes Kreuz u.a.

“Sozialgesetze regeln in Deutschland, wem welche Hilfen zustehen. Der Staat ĂŒbertrĂ€gt diese (Pflicht-)Aufgaben freien TrĂ€gern wie der Caritas und regelt, wie viel Geld sie fĂŒr diese Leistungen aus der Sozialversicherung bekommen. ErgĂ€nzende und freiwillige Angebote finanziert die Caritas ĂŒber Eigenmittel, Spenden und öffentliche ZuschĂŒsse.”

http://www.caritas.de/diecaritas/transparenz/finanzierung/ueberblick

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Aktuelle Mißbrauchsstudie

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, KriminalitÀt by dierkschaefer on 5. August 2014

„Im Erzbistum Freiburg sind in der Zeit von 1942 bis heute 185 FĂ€lle sexuellen Missbrauchs bekanntgeworden, 72 Opfer waren Heimkinder. In der Mehrzahl der FĂ€lle waren Priester die TĂ€ter, die sich meistens an Jungen vergingen. Das belegt eine aktuelle Studie.“[1]

[1] http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/studie-ueber-missbrauch-im-bistum-frei burg-priester-missbrauchten-meistens-jungen/-/id=1552/did=13803182/nid=1552/q556nt/#Ko mmentieren

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„ZĂŒchtigen ist ein Gesamtkonzept.“

Posted in Kinderrechte, KriminalitÀt, PÀdagogik, Religion, Soziologie, Weltanschauung by dierkschaefer on 2. August 2014

»Jeder Schlag ist Misshandlung Seit dem Jahr 2000 gilt in Deutschland grundsĂ€tzlich jede Körperstrafe unabhĂ€ngig von ihrer HĂ€rte als Misshandlung, auch emotionale Misshandlung und VernachlĂ€ssigung zĂ€hlen dazu. Einige Formen stehen nach dem Strafgesetzbuch unter Strafe. Ärzte, PĂ€dagogen und Psychologen unterliegen auch bei Kindern ihrer Schweigepflicht, bis sie den Verdacht hegen, das Kindeswohl könne gefĂ€hrdet sein.«[1]

[1] http://www.spiegel.de/schulspiegel/zwoelf-staemme-sekte-zeigt-rtl-reporter-an-a-984059-druc k.html

 

Aus dem Bistum Trier

Posted in Kinderrechte, Kirche, KriminalitÀt by dierkschaefer on 1. August 2014

Meldung des SaarlÀndischen Rundfunks

»(29.07.2014) In Lebach hat ein Pfarrer 2012 einem Jugendlichen Geld fĂŒr eine sexuelle Handlung angeboten. Das Verfahren gegen den Pfarrer wurde im MĂ€rz 2014 wegen geringer Schuld gegen eine Zahlung von 6000 Euro eingestellt. Der Pfarrer hat die Geldauflage akzeptiert. Nun wurde auch seine Beurlaubung von Bistum wieder aufgehoben. Er darf wieder praktizieren, soll allerdings nicht in Lebach eingesetzt werden.«[1]

Lebach ist im Beritt des Trierer Bischofs Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der deutschen Bischofskonferenz.

Zur Meldung drei Links:

http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/trier_bistum_pfarrer_beurlaubung_aufg ehoben100~print.html

http://www.schafsbrief.de/archiv-bis-01-11-2012/

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierische n-Volksfreund-Sex-gegen-Geld-Priester-muss-6000-Euro-Strafe-zahlen;art806,3833130

[1] http://www.sr-online.de/sronline/sr3/uebersicht/sr_3_thema/initiative_schafsbrief_entscheidun g_lebacher_pfarrer100.html Freitag, 1. August 2014

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Die Heimkinderakten beim Landeskriminalamt

Posted in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, KriminalitÀt, Politik by dierkschaefer on 31. Juli 2014

Da gehören sie wohl hin. Doch hier ist mit LKA das Landeskirchliche Archiv gemeint. Dorthin hat die BrĂŒdergemeinde ihre kompletten Akten bis zum Jahr 1984 abgegeben, so heißt es im Artikel.[1] Da können sie von den ehemaligen Heimkindern eingesehen werden und stehen der wissenschaftlichen Aufarbeitung zur VerfĂŒgung. Und die Akten nach 1984? Datenschutz, doch die könnten auch interessant sein.

Das ganze ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn nur bis Ende September 2014 können AntrĂ€ge auf Finanzleistungen gestellt werden. Eine Notwendigkeit fĂŒr die dead-line gibt es nicht, doch sie könnte Geld sparen helfen, einen Schlußstrich ziehen. Aber: Wenn ĂŒber eine ĂŒble Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt garantiert ein dummer Esel, der es wieder runterfrisst.

Gott-sei-Dank!

[1] http://www.stuttgarter-nachrichten.de/thema/Stuttgart

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Ausgeliefert

Posted in Justiz, Kinderrechte, Kirche, KriminalitÀt by dierkschaefer on 30. Juli 2014

»Die Staatsanwaltschaft Krefeld wirft einem deutschen Priester sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in 37 FĂ€llen vor. Doch bislang weilte der VerdĂ€chtige in SĂŒdafrika. Nun wurde er ausgeliefert. Er hatte sich einst selbst angezeigt«[1].

[1] http://www.focus.de/politik/deutschland/vergriff-er-sich-an-vielen-kindern-missbrauch-suedafrik a-liefert-deutschen-priester-aus_id_4027632.html

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#Alarm: Die vielen Blogs sind den meisten Regierungen ein Dorn im Auge

Posted in Journalismus, Justiz, Medien, Politik, Soziologie by dierkschaefer on 26. Juli 2014

» Die vielen Blogs und alternativen Medien, die in den vergangenen Jahren praktisch ĂŒberall auf der Welt entstanden sind, sind den meisten Regierungen ein Dorn im Auge«[1]

[1] http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/26/eu-staaten-wollen-verlags-haeuser-und- staats-sender-im-internet-privilegieren/

 

Omerta cattolica

Posted in Kinderrechte, Kirche, KriminalitÀt by dierkschaefer on 24. Juli 2014

»Lange hĂŒllte die katholische Kirche einen Deckmantel des Schweigens ĂŒber sexuellen Missbrauch durch Geistliche«[1].

[1] http://www.dw.de/st%C3%BCck-f%C3%BCr-st%C3%BCck-f%C3%A4llt-der-katholische-man tel-des-schweigens/a-17806407

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Ein aufschlußreicher Brief des brandenburgischen Ministeriums fĂŒr Bildung, Jugend und Sport.

Posted in Geschichte, heimkinder, Justiz, Kinderrechte, KriminalitÀt by dierkschaefer on 22. Juli 2014

Der Brief Brandenburg Spezialheime nennt fĂŒr das Gebiet des heutigen Landes Brandenburg die Zahl von 20.000 Kindern und Jugendlichen, die zur Zeit der DDR in Spezialheimen lebten. [Hochgerechnet auf die 14 ehemaligen Bezirke der DDR könnten es 280.000 Betroffene sein!]

Diese Gruppe hat Anspruch auf Ausgleichsleistungen. Doch das Ministerium sieht rechtliche HĂŒrden im Interesse der Anspruchsberechtigten zu handeln. Denn die Daten der EinzelfĂ€lle in sogenannten Beschlußregistern sind nicht öffentlich zugĂ€nglich, auch nicht fĂŒr Amtspersonen ohne Auftrag der Betroffenen; denn ausschließlich die Betroffenen können Akteneinsicht beantragen. Die Daten können also nicht genutzt werden, um ehemalige DDR-Heimkinder ĂŒber ihre AnsprĂŒche zu informieren. Das geht nur ĂŒber allgemeine Öffentlichkeitsarbeit.

Man sieht geradezu die TrĂ€nen des Mitleids in den Augen der Ministerin. Dummerweise wurde auch noch eine Antragsfrist beschlossen. Bis Ende September 2014, wenn ich mich nicht irre. Bis dahin wird man wohl leider nicht alle erreichen. Aber „Pech gehabt“ ist ohnehin die Lebenserfahrung dieser Menschen, da darf man sie nicht irritieren. Das hat auch den Vorteil, daß der Fonds wohl ausreichen wird, der 280.00 AntrĂ€gen nicht gewachsen wĂ€re.

Noch ‘ne kleine Nachbemerkung:

»Die Anzahl der gestellten AntrĂ€ge war 
 unerwartet hoch«

Tja, die könnte noch viel höher sein. Doch man ist wohl noch einmal davongekommen.

http://www.wochenspiegel-web.de/wisl_s-cms/_wochenspiegel/7459/Wittenberg/41599/__82 03_Mehr_Geld_fuer_den_DDR_Heimkinderfonds.html

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Gut gebrĂŒllt, Löwe – oder doch nur ein KĂ€tzchen?

Posted in heimkinder, Politik by dierkschaefer on 17. Juli 2014

Gut gebrĂŒllt, Löwe – oder doch nur ein KĂ€tzchen?

http://www.sozialismus.info/2014/07/ehemalige-heimkinder-gewalt-und-zwangsarbeit-wann-ko mmt-die-entschaedigung/

Bleiben wir im Reich der Tiere, so erinnert dieser Gruß mich an Reineke, den Fuchs[1]

»Mark Hauptmann begrĂŒĂŸt Kabinettsbeschluss zur Aufstockung des Heimkinderfonds«

http://www.dtoday.de/regionen/mein-today/parteien_artikel,-Hilfsansprueche-koennen-abgesic hert-werden-_arid,359948.html

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Reineke_Fuchs

 

Ein Theologe, er spricht vom “Symbolcharakter”

Posted in Kirche, KriminalitÀt, Theologie by dierkschaefer on 15. Juli 2014

»Wenn juristische AnsprĂŒche verjĂ€hrt und die TĂ€ter nicht mehr zu ermitteln sind oder diese nicht mehr leben, zahlen die beiden evangelischen Landeskirchen 5.000 Euro an die jeweiligen Opfer. Die Geldzahlung habe „Symbolcharakter“, sie sei „ein Element in einem Gesamtsystem von UnterstĂŒtzung“, sagt Albert Henz, theologischer VizeprĂ€sident der EKvW. Das Leid der Opfer lasse sich „nicht entschĂ€digen und nicht wiedergutmachen“. Es gehe darum, sie „ernst zu nehmen, anzuerkennen und ihr Schicksal zu wĂŒrdigen“«[1].

Wenn ein Theologe vom Symbolcharakter spricht, weiß er wohl, welchen Begriff er benutzt.   Symbolum ist die kirchenlateinische Bezeichnung fĂŒr das christliche Glaubensbekenntnis, ist Synonym, gleichbedeutend fĂŒr Credo.[2]Wie vielfĂ€ltig die Glaubensbekenntnisse sind und welche Wirkungen sie gegeneinander entfaltet haben, mag man bei Wiki nachlesen.[3]

Was mag nun das Glaubensbekenntnis des theologischen VizeprÀsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) sein?

Da ist zunĂ€chst der Glaube an die VerjĂ€hrung, also der Glaube an die Normen des sĂ€kularen Rechtsstaates, die seine Kirche von Rechtsfolgen befreien. VerjĂ€hrt ist verjĂ€hrt. Er denkt wohl nicht daran, daß diese Einstellung auch theologische Implikationen haben könnte.[4]

Kann ihm vorwerfen, daß er an den schnöden Mammon glaubt? Geld, sagt er, habe Symbolcharakter, sei als solches ein Element in einem Gesamtsystem von UnterstĂŒtzung. Das Gesamtsystem von UnterstĂŒtzung bleibt nebulös? Wie sieht die denn aus? Ist sie auch reine Glaubenssache? Immerhin kann er mit diesen beiden BekenntnissĂ€tzen viel Geld sparen.

Er bewegt sich mit seinem sonstigen Glauben in traditionsbewĂ€hrten Bahnen. Die sexuellen Übergriffe in kirchlichen Gefilden sind die ganz schlimmen, die Gewalt nicht so sehr. Das Klingelbeutelgeld als Geste gibt es nĂ€mlich ausschließlich fĂŒr sexuelle Übergriffe von EinzeltĂ€tern in kirchlichem AnstellungsverhĂ€ltnis. Es geht nicht um die Strukturen, die  Mißhandlungen und Ausbeutung in diversen Erziehungseinrichtungen förderten, erst recht nicht um eine fehlgeleitete Theologie. Diese Mißhandlungen sind nicht einmal finanziell-symbolisch anerkennenswert.[5]

Damit bekundet er auch seinen Glauben an die Kirche, an die real existierende Kirche Jesu Christi in evangelisch Westfalen. Er schĂŒtzt ihre Strukturen samt ihren Heimen und deren Vergangenheit.

Hierzu gehört auch sein Glaube an die Verfahren der Antragstellung bei der Anlaufstelle. Seine „Troika“, gebildet von der Evangelischen Kirche von Westfalen, der lippischen Landeskirche und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, besteht auf einem persönlichen Antrag und ausfĂŒhrlicher Fallschilderung durch die traumatisierten Opfer. Zum anonymisierten Fall, der eine individuelle Problematik verdeutlich, wurde ganz deutlich eine Stellung- oder gar An-nahme verweigert.[6]

Ja, man kann ihm im Blick auf sein Gewissen und das Kirchenbudget nur zurufen: Sei getrost, dein Glaube hat dir geholfen! Das sagte Jesus nach MatthĂ€us 9;20. An KirchenfunktionĂ€re hat er dabei wohl nicht gedacht – glaube ich.

[1] http://www.lz.de/owl/11182331_Spaete_Zahlungen_an_Missbrauchsopfer.html Dienstag, 15. Juli 2014

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Symbolon_%28Begriffskl%C3%A4rung%29

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_Glaubensbekenntnisse

[4] http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/07/das-jc3bcngste-gericht2.pdf

[5] http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/02/08/betr-anerkennung-leid/

[6] http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/05/28/klartext-wenn-auch-pseudonymisiert/

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