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Runder Tisch sexueller Missbrauch (Bergmann)

Protokoll Erste Sitzung am 23. April 2010
Runder Tisch
Sexueller Kindesmissbrauch in
Abhängigkeits- und Machtverhältnissen
in privaten und öffentlichen Einrichtungen
und im familiären Bereich
Vollständiger Bericht    hier klicken
 

Pressemitteilung vom 7.5.2010
Hubert Hüppe: Behinderte Menschen zukünftig am Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch vertreten
Nach seinem Gespräch mit dem Bundesfamilienministerium begrüßt Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Entscheidung, Menschen mit Behinderungen am Runden Tisch gegen
Kindesmissbrauch zu beteiligen.
„Es wird davon ausgegangen, dass Kinder mit
Behinderungen einem vielfach höheren Risiko ausgesetzt sind, Opfer sexuellen
Missbrauchs zu werden“, betont der Beauftragte. Dies sei etwa darin begründet,
dass Täter von Kindern mit Behinderungen häufig weniger Gegenwehr erwarten, so
der Beauftragte. Außerdem sei die Gefahr für Täter entdeckt zu werden, oft geringer.
„Dies betrifft etwa Kinder mit einer eingeschränkten Sprechfähigkeit oder bestimmten
Formen der seelischen Behinderung“, verdeutlicht Hubert Hüppe. Der Beauftragte
sieht mit der jetzt getroffenen Entscheidung die Chance, zukünftig den Missbrauch
behinderter Kinder und Jugendlicher besser zu bekämpfen.
Vollständige Pressemitteilung    hier klicken

Auch am Runden Tisch sex. Mißbrauch kein behinderter Vertreter? Anfrage an den Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter Bundesregierung:
“Gestatten Sie uns ... die Frage, wie nun das behinderte Mitglied am Runden Tisch heißt und unter welcher Adresse es zu erreichen ist. Schließlich müssen wir ihm ja unsere Anliegen zur Weitergabe an Frau Bergmann (Vorsitzende des Tisches) zukommen lassen.”
kompl. Schreiben     hier klicken

15.06.10| Beauftragte Bergmann: Mehr als 1000 Betroffene melden Missbrauch
Mehr als 1000 Meldungen über sexuelle Übergriffe hat die Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, seit ihrem Amtsantritt bislang erhalten. In zwei Drittel der Fälle habe der Missbrauch in Institutionen stattgefunden, davon rund die Hälfte in kirchlichen, vor allem katholischen Institutionen. Das gehe aus einer ersten Zwischenbilanz der Missbrauchsbeauftragten hervor, berichten die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.
Etwa ein Drittel der Betroffenen berichtet danach von sexuellem Missbrauch in der Familie oder im Bekanntenkreis. Mehr als 60 Prozent der Anrufer hätten sich zuvor noch nie jemandem anvertraut. Fast 90 Prozent der Betroffenen gäben an, dass sie Missbrauch wiederholt oder mehrfach erlebt hätten.
Jungen seien häufiger in kirchlichen Einrichtungen missbraucht worden, Mädchen in therapeutischen Einrichtungen. Vom Missbrauch in Familien seien Frauen in ihrer Kindheit doppelt so häufig betroffen gewesen als Männer. Das Alter der Anrufenden reiche bisher von 17 bis 79 Jahre, das Durchschnittsalter liege bei 50 Jahren. Auch Angehörige von Opfern meldeten sich.
Im kirchlichen Bereich hatte am Montag das Bistum Münster, die drittgrößte Diözese in Deutschland, eine erste Bilanz zu sexuellen Übergriffen von Geistlichen vorgelegt. Die Bistumskommission sprach von 106 Opfern, 56 Beschuldigten – und von teils „erschütternden Lebensbiografien“ der damals jugendlichen Opfer.
www.welt.de/politik/deutschland/article8051576/Mehr-als-1000-Betroffene-melden-Missbrauch .html

Tatsächlich: Auch am Runden Tisch sexueller Mißbrauch kein behinderter Vertreter - Hüppes Ankündigung falsch!
Immerhin kam ein Gespräch mit unserem Pressesprecher zustande

Brief der Tischvorsitzenden “Runder Tisch Sexueller Mißbrauch” an die FAG:
Berlin, den 0 9. AUG. 2010
für Ihre E-Mail vom 5. Mai 2010 danke ich Ihnen. Ich bitte um Nachsicht, dass ich Ihnen erst heute antworte. Es ist mir jedoch wichtig, die Vielzahl eingehender Schreiben persönlich zu beantworten.
Ich sehe es so, wie Sie es beschreiben: die „schwächsten Mitglieder der Gesellschaft" gehören gehört. Umso mehr freue ich mich, dass inzwischen eine Einigung mit den für die personelle Besetzung zuständigen Ministerinnen erzielt werden konnte und die Teilnahme des DBR am Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" und den zugehörigen Arbeitsgruppen gesichert ist.
Inzwischen habe ich, wie Sie wissen, mit Vertretern des DBR, Frau Puschke, Frau Tietz und Ihrem Kollegen Herrn Dickneite, über die besondere Betroffenheit behinderter Frauen, Männer und Kinder von sexuellem Missbrauch gesprochen. In dem sehr anregenden Gespräch haben wir über die besonders erhöhte Gefahr sexueller Übergriffe gegenüber von Behinderung betroffener Menschen gesprochen und dabei auch den besonderen
Schwierigkeiten Aufmerksamkeit geschenkt, die aus der erhöhten Abhängigkeit von fremder Hilfe und Unterstützung resultieren.
Ich habe Ihren Kolleginnen und Herrn Diekneite zugesagt, dass ich Menschen mit Behinderungen in meiner Arbeit eine besondere Rolle zukommen lassen werde. Als Unabhängige Beauftragte und Teilnehmerin am Runden Tisch werde ich mich für Lösungen einsetzen, die den Interessen aller Betroffenen sexuellen Missbrauchs gerecht werden und-sie bei der Verarbeitung ihrer Erfahrungen und im Umgang mit den biographisch oft tiefgreifenden Folgeproblemen wirksam unterstützen.
Ich freue mich auf die weitere im Gespräch verabredete Zusammenarbeit mit dem DBR und lade Sie ein, meine Arbeit weiterhin so aufmerksam zu begleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Christine Bergmann
Kompletter Brief als *.doc-Datei
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30.09.2010 Runder Tisch Kirche will Missbrauchsopfer entschädigen
Die katholischen Bischöfe haben ein Modell zur Entschädigung von Missbrauchsopfern vorgestellt: Sie bieten Geld, Therapien und besondere Hilfen für Härtefälle an. ...
Die Kirchenvertreter stellten ihre Pläne am Donnerstag dem "Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch" in Berlin vor. Im Bundesjustizministerium waren 60 Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft zur zweiten Sitzung des Gremiums zusammengekommen, dessen Ziel es ist, Kinder und Jugendliche besser vor Missbrauch zu schützen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/runder-tisch-zu-missbrauch-katholische-kirche-will-missbrauchsopfer-entschaedigen-1.1 006759
Die Höhe der Entschädigung seitens der Kirche wurde bislang nicht festgelegt. Dies solle "im Interesse der gemeinsamen Meinungsbildung" gemeinsam mit den am Runden Tisch beteiligten Institutionen geschehen.Vertreter von Opfern sexuellen Missbrauchs hatten eine pauschale Entschädigung von 82.000 Euro gefordert. Medienberichten zufolge wollen die Bischöfe dagegen nach dem Vorbild der üblicherweise von Gerichten verhängten Entschädigungen nur 5000 bis 10.000 Euro je Opfer zahlen. Wie die Bischofskonferenz und die Orden - viele Missbrauchsfälle geschahen an Ordens-Schulen - erklärten, sei eine Vergleichbarkeit der Leistungen aus Gründen der Gerechtigkeit wichtig.
http://www.tagesschau.de/inland/kirche134.html
Obwohl keine konkreten Zahlen genannt werden, spricht sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) jedoch für einen Höchstbetrag je Fall aus.
„Ich kann verstehen, dass die Ungeduld vieler Opfer wächst und man es nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag hinausschieben will“, sagte der DBK-Missbrauchsbeauftragte, Bischof Stephan Ackermann, im Vorfeld des Treffens in Berlin. Das Fehlen konkreter Entschädigungssummen sei allerdings unter anderem ein „Zeichen der Fairness gegenüber dem Runden Tisch“.
Konkrete Zahlen vereiteln Lösung
Sollten bereits jetzt konkrete Zahlen genannt werden, werde eine einvernehmliche Lösung am Runden Tisch vereitelt. Kleinere Gruppen wie zum Beispiel Sportvereine könnten bei bestimmten Summen überfordert sein und sich zurückziehen. „Fokussieren wir uns jetzt schon auf Zahlen, schüren wir Emotionen und Unzufriedenheit“, sagte Ackermann.
http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/missbrauch-kirche-will-keine-pauschale-entschaedigung-zahlen_ai d_557697.html
Opfervertreter kritisierten am Donnerstag, dass sie nicht am Runden Tisch vertreten seien. „Wir wollen für uns selber sprechen“, sagte Christian Bahls von dem Verein Mogis. Die Opfergruppe „Eckiger Tisch“ forderte, die Kirche müsse in direkten Gesprächen mit den Opfern über Entschädigungen verhandeln. „Was wir vermissen (...) ist die direkte Auseinandersetzung mit der Institution, die für das, was wir erlebt und erlitten haben, die Verantwortung trägt“, teilte sie mit. Sie bekräftigte die Forderung nach einer Entschädigung in Höhe von 82 373 Euro pro Person. ...
Nach dem Vorschlag der Kirche sollte vor allem der Täter für eine Entschädigung verjährter Fälle aufkommen. Dieser könne aber nicht gezwungen werden, sondern müsse freiwillig zahlen. Zeige er sich nicht bereit oder nicht in der Lage, sei die betroffene kirchliche Organisation – zum Beispiel das Bistum, die Diözese oder der Orden – gefragt, bis zu einer nicht näher genannten Höchstsumme zu zahlen.
http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-kirche-will-keine-pauschale-opferentschaedigung-zahlen_aid_557434.html

HP des Runden Tisches Heimerziehung. Auf den ersten Blick: 4 interessante Expertisen. Nur wer die Newsletter liest, finder den in der Buttonleiste nicht aufgeführten Ordner “documents” mit “Ergebnisprotokollen”. Alle “Ergebnisprotokolle” sind in einem weiteren Ordner versteckt.
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/Ergebnisprotokoll_Sitzung8_RTH.pdf
http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles3.htm

HP des Runden Tisches Sexueller Mißbrauch. Auf den ersten Blick: spannend; auf den zweiten ebenfalls.
http://beauftragte-missbrauch.de/

Mi 01.12.2010
Zwischenbericht des Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch verabschiedet
Am 1. Dezember wurde auf der dritten Sitzung des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch der Zwischenbericht verabschiedet. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Bundesbildungsministerin Annette Schavan wurden die Ergebnisse der bisherigen Arbeit beraten und eine erste positive Bilanz gezogen. Mit dem Zwischenbericht liegt eine aktuelle Zusammenfassung der umfangreichen Arbeiten vor.
"Das Tabu, über sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen zu sprechen, wurde gebrochen - Prävention, Forschung und Gesetzgebung arbeiten gemeinsam an einer nachhaltigen Strategie zum Schutz gegen sexuellen Missbrauch. Ich werde zentrale Ergebnisse aus den Diskussionen der letzten Monate im Bundeskinderschutzgesetz aufgreifen. Damit wird es für die öffentlichen Träger in der Kinder- und Jugendhilfe zur Pflicht, fachliche Standards zum Kinderschutz zu entwickeln, anzuwenden und regelmäßig zu überprüfen", erklärte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=165260.html
Kurzfassung 2. Zwischenbericht
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Langfassung 2. Zwischenbericht
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2.5.1 Verteilung relevanter Institutionen im institutionellen Kontext
Die meisten Berichte zu Institutionen betreffen die Kirche, Schulen, Heime und medizinische
Einrichtungen. Von Institutionen, die Ferienfreizeiten veranstalten oder Pfadfindergruppen
anbieten, sowie Institutionen wie Sportvereinen, Kindergärten, Ausbildungsstätten,
Ausländerbehörden und Bundeswehr, liegen bisher noch sehr wenige Berichte vor (weniger als
10), sie werden im Folgenden deshalb nur bei den qualitativen Analysen berücksichtigt.
Von den 460 Personen, die über Missbrauch in Institutionen berichten, sind 62 (15%) Betroffene
auch zusätzlich in ihrer Familie missbraucht worden, 16 (3,5%) zusätzlich im näheren Umfeld,
81 (17,5%) zusätzlich von einem Fremdtäter, 9 (2%) von einer Fremdtäterin und 5 (1%)
Betroffene haben in allen hier genannten Kontexten Missbrauch erlebt.
Die im Folgenden dargestellte Verteilung der Institutionen (s. Abbildung 3) beruht teilweise auf
Mehrfachnennungen, so dass sich N = 577 ergibt. Deutlich wird, dass die Kirche dominiert
(46,8%), wobei überwiegend (31,4%) von der katholischen Kirche als Kontext des
Missbrauchsgeschehens berichtet wird. Zudem wurde bei Schulen und Heimen die Kirche
teilweise auch als Träger benannt (9% katholische, 1% evangelische Schulen, 6% Heime). Bei
den medizinischen Einrichtungen handelt es sich um Krankenhäuser und Praxen.
Abbildung 3: Verteilung der benannten unterschiedlichen Institutionen (N = 577)
 

Katholische Kirche will Missbrauchsopfer entschädigen - Bis zu 5000 Euro möglich
Die deutschen Bischöfe schließen bei der Entschädigung von Missbrauchsopfern offenbar einen Alleingang nicht mehr aus. Als wahrscheinlich gilt, dass sich die katholischen Kirche am Angebot des Jesuitenordens orientiert. Dann bekäme jedes Opfer etwa 5000 Euro.
(sey) Ende April will der von der Bundesregierung eingerichtete Runde Tisch zum Thema Kindesmissbrauch seinen Abschlussbericht vorstellen. Darin sollen nach Angaben der Missbrauchsbeauftragten Christine Bergmann (SPD) auch Empfehlungen zu finanziellen Hilfen für die Opfer stehen. Den betroffenen Institutionen stehe es aber frei, "mit gutem Beispiel voranzugehen und eigene Regeln für die Entschädigung aufzustellen", so Bergmann.
http://
www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Katholisch e-Kirche-will-Missbrauchsopfer-entschaedigen-Bis-zu-5000-Euro-moeglich;art806,2665750

25.01.2011
Der Jesuitenorden kündigt an, Opfer des sexuellen Missbrauchs in seinen Internaten schnell zu entschädigen. Allerdings bloß mit 5.000 Euro pro Person.
Der Jesuitenorden will die Missbrauchsopfer an seinen Schulen "möglichst bald" entschädigen. Das kündigte der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, in einem Interview mit der taz an. Bei "angenommenen 5.000 Euro" pro Person, so erklärte der Geistliche, wären das bei 205 anerkannten Opfern eine Million Euro. Er sicherte zu, es werde "keine komplizierte Verfahren" geben für die Opfer: "Wir haben sie anerkannt und werden auszahlen." Der Leiter der Jesuitenschule sagte, er sei nicht der Einzige, der dafür kämpfe, "dass es bald kommt".
http://
www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/orden-will-zahlen/

 Zynisch und schäbig - Kommentar von Christian Stiller
(moz) Als der Rektor des Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, vor einem Jahr an der Jesuiten-Schule 22 Fälle sexuellen Missbrauchs, die schon Jahre zurücklagen, öffentlich machte, löste er eine regelrechte Lawine aus. ... Vielmehr hat der Skandal deutlich gemacht, wie tief Strukturen und Dogmen reformbedürftig sind, damit es zu einer Vertuschung solcher Fälle nicht mehr kommen kann.
Die Opfer wird das gewiss nur schwer versöhnen, wie auch die von den Jesuiten angebotene Entschädigung. Sexuelle Gewalt sowie ein womöglich verpfuschtes Leben infolge dieser traumatischen Erfahrungen lässt sich eh nicht mit Geld wiedergutmachen, allenfalls lindern. Das Leid jedoch mit nur 5000 Euro „anzuerkennen“, ist nicht nur zynisch, sondern auch schäbig.
http://
www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/279484/

ECKIGER TISCH
Pressemitteilung vom 27. Januar 2011
Stellungnahme zur schriftlichen Ankündigung des Jesuitenordens,
den Missbrauchsopfern, „die sich im vergangenen Jahr gemeldet
haben … in zwei bis drei Monaten … nach Prüfung eines
entsprechenden Antrags eine Zahlung von 5000,- Euro anzubieten“
Wir stellen fest, dass der Jesuitenorden sein bisher über die Presse gemachtes
Angebot nunmehr auch gegenüber den Betroffenen wiederholt hat − vier Monate
nach den ersten Berichten darüber. Weitere Monate der Prüfung werden
angekündigt.
Wir sind verwundert, dass dieses Angebot offensichtlich an ein wie auch immer
geartetes Antragsverfahren gekoppelt werden soll. Ebenso verwundert sind wir
darüber, dass der Orden erneut um Geduld bittet, da er offensichtlich die
Zustimmung der Bischöfe und der anderen Orden zu seinem Vorgehen abwarten
möchte. Vor diesem Hintergrund sind wir skeptisch, ob es in drei Monaten
tatsächlich zu einem solchen Angebot kommen wird.
Die in Aussicht gestellten 5.000 Euro sind unangemessen. ...
http://
www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2011/01/PM_ECKIGER-TISCH_27-01-2011.pdf

 

Katholische Bischöfe einigen sich auf Zahlungen an Opfer sexuellen Missbrauchs
5000 Euro als „Orientierung“
Osnabrück. „Die Summen sind beschlossen ... es geht jetzt noch um die genauen Modalitäten.“ Die katholischen Bischöfe und Ordensoberen haben sich nach den Worten ihres Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann auf die Details zur Entschädigung der Opfer sexuellen Missbrauchs an kirchlichen Schulen und Einrichtungen geeinigt.
Der Bischof kündigte an, die Kirche werde die Summen im März nennen, wenn sie ihr weiteres Vorgehen vorstellen werde. Der Jesuiten-Orden hatte bereits einen Betrag von 5000 Euro pro Opfer vorgeschlagen. Der Runde Tisch Heimkinder hat sich auf einen Fonds in Höhe von 120 Millionen Euro verständigt, was neben Rentenausgleichszahlungen ebenfalls auf mehrere Tausend Euro Entschädigung im Einzelfall hinauslaufen könnte. „Damit sind Orientierungen gegeben“, sagte Ackermann der „Frankfurter Rundschau“.
http://
www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/51172367/5000-euro-als-orientierung
http://
www.fr-online.de/politik/spezials/missbrauch/-die-summen-sind-beschlossen-/-/1477336/7148262/-/i ndex.html

Es wird wichtig bleiben, sich gegen Manipulationsversuche zu wehren

Behindertenvertreter Klaus Dickneite zu seiner Rolle am „Runden Tisch sexueller Mißbrauch“

Herr Dickneite, was machen Sie am „Runden Tisch sexueller Missbrauch“ in Berlin?

Ich bin Vertreter des Deutschen Behindertenrates. Das war die einzige Möglichkeit, überhaupt einen Vertreter am Runden Tisch zu haben, der die Interessen von Menschen mit Behinderungen dort einbringen kann. Einerseits bringe ich die Probleme behinderter Menschen ein, andererseits habe ich mich aber auch von Anfang an als Betroffener geoutet.

Seit wann sind Sie am Runden Tisch Bergmann?
Dort bin ich seit etwa Ende 2009. Dieses Gremium ist übrigens nicht als ein Runder Tisch von Frau Bergmann zu verstehen. Er wurde im Auftrag des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung installiert. Dort konnte ich inzwischen erreichen, dass noch ein weiteres Mitglied des Deutschen Behindertenrates beteiligt wird. Dabei handelt es sich um eine Kollegin, die selbst auch behindert ist, aber nicht betroffen durch sexuellen Mißbrauch. Sie ist allerdings seit vielen Jahren in der Beratung von sexuell misshandelten behinderten Frauen tätig.

Zu welchen Ausschüssen werden Sie zusätzlich hinzugebeten?

Ich bin ordentliches Mitglied der Arbeitsgruppe des Runden Tisches im Justizministerium, wo es im Prinzip um die juristische Würdigung des Tatbestandes geht. Meine Kollegin ist in der Arbeitsgruppe des Familienministeriums, in der vor allem über Prophylaxe und über Fragen der Fort- und Weiterbildung zur Vermeidung von Misshandlungen beraten wird.

Welchen Eindruck haben Sie von der Arbeit des Runden Tisches?

Mein Eindruck ist, dass der Runde Tisch in gewisser Weise darunter leidet, dass dort viele Rechtsnachfolger oder potenzielle Vertreter der Organisationen sitzen, in denen Misshandlungen stattgefunden haben. Das heißt, eine wirklich neutrale Beurteilung ist nur bedingt möglich. Die Frage der Misshandlung von Menschen mit Behinderungen ist überhaupt erst mit meiner Mitgliedschaft am Runden Tisch ein aktives Thema geworden. Einigen Mitgliedern des Runden Tisches sexueller Mißbrauch bin ich unbequem. Grundsätzlich werden zwar meine Eingaben zur Notwendigkeit der besonderen Beachtung der Erfordernisse für Menschen mit Behinderungen berücksichtigt. Allerdings kristallisiert sich heraus, dass insbesondere auf der Seite der politischen Vertreter aus dem Bundestag der Versuch gestartet wird, diese Fragen nicht mehr so speziell zuzulassen. Als Begründung wird angeführt, dass dadurch eine Stigmatisierung des betroffenen Personenkreises hervorgerufen würde. Ich halte dieses für ein unglaubliches Vorgehen, um sich den speziellen Notwendigkeiten dieses Personenkreises entziehen zu können. Hier wird es wichtig bleiben, sich gegen solche Manipulationsversuche zu wehren. Allerdings kann ich sagen, dass zumindest in den Arbeitsgruppen meine Beiträge wertgeschätzt werden und mir signalisiert wird, dass ich dort vermisst wurde, wo ich nicht teilnehmen konnte.

Ist die große Teilnehmerzahl kontraproduktiv oder bereichernd für den Tisch?
Nach meiner persönlichen Meinung könnte die Anzahl durchaus kleiner sein, damit der Kreis effektiver arbeiten kann. Möglicherweise wären dann nicht so viele Unterarbeitsgruppen nötig.

Wie ist die Besetzung des „Runden Tisches sexueller Missbrauch“? Wie groß die Anzahl der Opfervertreter, zu denen Sie ja auch zählen?   ... weiter hier:

gewalt-im-jhh.over-blog.de/article-es-wird-wichtig-bleiben-sich-gegen-manipulationsversuche-zu-wehren- 69729907.html

Ein Jahr “Runder Tisch sexueller Missbrauch”
Geschrieben von pethens (Peter Henselder)
Montag, 11. April 2011

Der Runde Tisch der Bundesregierung zum sexuellen Missbrauch, der in voller Besetzung, aber auch in Arbeitsgruppen, Untergruppen und Foren einen Weg zu finden versucht, wie dem sexuellen Missbrauch entgegengewirkt werden kann, hat eine Vielzahl von Protokollen hervorgebracht, die auf der Seite des Runden Tisches zum Herunterladen bereit stehen (http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de). So sinnvoll es ist, von jeder Sitzung ein Protokoll anzufertigen, so umständlich ist es, diese sich einzeln anzusehen, auszudrucken und durchzuarbeiten. Hier bot sich an, die Protokolle in chronologischer Abfolge und auf das Wesentliche konzentriert in einen Text zusammenzuführen. Da es sich dabei um eine Nacherzählung handelt, die sich zwar eng an den Text hält, aber freier formuliert, konnten aus stilistischen Gründen zudem sprachliche Verbesserungen und Textstraffungen vorgenommen werden. Zugleich bot dies auch die Möglichkeit, eigene Bemerkungen hinzuzufügen, die zur Unterscheidung in eckige Klammern [ ] gesetzt sind. Wir glauben, daß damit nicht nur den Betroffenen, sondern allen an der Rückdrängung des sexuellen Missbrauchs Interessierten die Arbeit des Runden Tisches leichter zugänglich, und vor allem verständlicher wird. Die kontinuierliche Darstellung der Protokolle gestattet einen Einblick in die Entwicklung des Themas, wie Meinungen ausgetauscht werden und sich verfestigen, neue Aspekte hinzuwachsen, vertieft werden und sich Ansatzpunkte zur Verknüpfung und Kooperation ergeben, so daß am Ende eine in sich stimmige Konzeption vorliegt. Auch wenn gelegentlich der Eindruck entsteht, daß der Anlaß des Runden Tisches, nämlich die Vertuschung, aus dem Blick gerät, so zeigen einige Ausführungen doch auch das Milieu und die Atmosphäre auf, die den sexuellen Missbrauch begünstigen. Niemand hat gern mit dem sexuellen Missbrauch zu tun, entwickelt Abwehrmechnismen, glaubt vielleicht sogar, die eigene Institution vor Nestbeschmutzung bewahren zu müssen. Aber gerade das war der falsche Weg. Man muß sich dem Thema stellen. Doch erschreckt stellt man fest, wie gering eigentlich das Wissen über den sexuellen Missbrauch ist. Deshalb ist es auch so schwierig, sachgerechte Strategien der Abwehr zu entwickeln und die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen richtig einzuschätzen. Der Runde Tisch will ein effektives Instrumentarium schaffen. Somit ist er ein erster und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Seine Arbeit sollte deshalb auch von vielen wahrgenommen und gewürdigt werden. Die folgende Nacherzählung will zur Darstellung der Bemühungen und Leistungen des Runden Tisches einen Beitrag leisten und hofft auf diese Weise auch Menschen zu erreichen, denen die Protokollform nicht liegt.

RTsexuellerMissbrauch_
Protokolle-Teil1
RTsexuellerMissbrauch_
Protokolle-Teil2
RTsexuellerMissbrauch_
Protokolle-Teil3

WDR5 - Das Ende des Schweigens
Ein Jahr Missbrauchsdebatte
Vor genau einem Jahr kam Unglaubliches an die Öffentlichkeit: Lehrer des berühmten katholischen Canisius-Kollegs in Berlin sollen jahrelang ihre Schützlinge sexuell missbraucht haben. Die Jesuitenpatres lösten eine beispiellose Debatte über Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aus, die katholische Kirche erlebte ihre größte Krise der jüngeren Geschichte. Und die Missbrauchsdebatte weitete sich aus: Mit den Ereignissen etwa in der Odenwaldschule verließ die Debatte den kirchlichen Raum und erreichte bald die politische Ebene. Im Frühsommer beriefen gleich drei Bundesministerinnen einen runden Tisch zum sexuellen Missbrauch ein – und an der Hotline für Missbrauchsopfer stehen seitdem die Telefone nicht mehr still.
Welche gesellschaftlichen Folgen Debatte und Aufklärung hatten, dokumentiert eine Serie im WDR 5 Morgenecho vom 24.-29.1.2011 - hier nach der Sendung zum Nachhören.
Redaktion: Imke Marggraf
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/serienuebersicht/das-ende-des-schweigens.html

1. Teil: Die Kirchenkrise
http://
www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/24.01.2011-06.05/b/serie-teil1-das-ende-des-schweigen s-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
2. Teil: Die Erschütterung der Reformpädagogik
http://
www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/25.01.2011-06.05/b/serie-teil2-das-ende-des-schweigen s-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
3. Teil: Missbrauch in der evangelischen Kirche
http://
www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/26.01.2011-06.05/b/serie-teil3-das-ende-des-schweigen s-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
4. Teil: Am runden Tisch
http://
www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/27.01.2011-06.05/b/serie-teil4-das-ende-des-schweigen s-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html
5. Teil: Das Ende des Schweigens - Ein Jahr Missbrauchsdebatte
http://
www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/28.01.2011-06.05/b/serie-teil5-das-ende-des-schweigen s-ein-jahr-missbrauchsdebatte.html

WDR 5 Stadtgespräch: Alles wieder gut? - Die Kirche nach den Missbrauchsfällen
Der Priester, der kleine Jungen vergewaltigt, der Diakon, der sich zu seinem Zögling ins Bett legt und ... - nachdem die ersten Fälle von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen bekannt wurden, ging es Schlag auf Schlag. Allein im Erzbistum Paderborn haben sich seit Anfang vergangenen Jahres 56 Opfer gemeldet. Auch in der evangelische Kirche wurden Fälle von sexueller Gewalt bekannt.
Doch gut ein Jahr danach ist es wieder ruhig geworden. Wir möchten in unserem Stadtgespräch verstehen, welches System hinter dem sexuellen Missbrauch steht  und wie Missbrauch künftig zu vermeiden ist.
Ton: http://www.wdr5.de/sendungen/wdr-5-stadtgespraech/s/d/21.04.2011-20.05/b/wdr-5-stadtgespraech-alles -wieder-gut.html

Mit den sexuellen Verbrechen an Kindern und Jugendlichen befasst sich auch Norbert Denef, selbst Opfer. Hier seine Seite "NetzwerkB"
http://netzwerkb.org/
 

SPD-Politikerin Bergmann spricht sich für finanzielle Entschädigung von Missbrauchsopfern aus
... Die Verantwortung dafür liege vor allem bei den Institutionen, an denen der Missbrauch vorgefallen sei, so Bergmann gegenüber der "Zeit". "Andererseits sehe ich aber auch die Regierung ganz klar mit in der Pflicht, gerade wenn es um Hilfe für lange zurückliegende Fälle geht und für Menschen, die in ihren Familien missbraucht wurden", so Bergmann.
http://
www.berlinerumschau.com/news.php?id=19443&title=SPD-Politikerin+Bergmann+spricht+sich +f%FCr+finanzielle+Entsch%E4digung+von+Missbrauchsopfern+aus&storyid=1305708285117
http://
www.zeit.de/vorabmeldungen/neu-in-der-aktuellen-zeit?page=10
 

Christine Bergmann, RT Sexueller Mißbrauch:
Genugtuung und Anerkennung durch die Institution:
Genugtuung und Anerkennung liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Institution, in
der der Missbrauch stattgefunden hat, jedoch unter Einhaltung verbindlicher
Standards:
Verpflichtung, dass auf Wunsch von Betroffenen einmalig eine angemessene
Anerkennungssumme gezahlt wird, Orientierung an gerichtlich erzielbarem
Schmerzensgeld zum Zeitpunkt des Missbrauchs
Sicherstellung, dass Institutionen auf Wunsch von Betroffenen diese in
geeigneter Form um Verzeihung bitten
Erarbeitung einer „Wiedergutmachungskomponente“ für erlittene
wirtschaftliche Nachteile (z.B. rückwirkende Übernahme von Therapiekosten)
Prüfung der Anträge Betroffener durch ein Gremium, dessen Vorsitz eine von
der Institution unabhängige Person innehat (Verfahrensanforderungen sollten
„Gemeinsamem Hilfesystem Rehabilitation“ entsprechen)
http://beauftragte-missbrauch.de/mod/resource/view.php?id=292

·  Abschlussbericht

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·  Zusammenfassung Abschlussbericht

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·  Kurzfassung Auswertung der Anrufe und Briefe der Anlaufstelle

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·  Kurzfassung Empfehlungen

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Frage an Christine Bergmann nach der Höhe der Schmerzensgeldzahlung:
http://www.youtube.com/watch?v=crUKrQ9a2LU&feature=channel_video_title

Dazu Dierk Schäfer: Die Bordel- lisierung mißbrauchter Kinder
Da war der zweite Runde Tisch angetreten,  um die Mißbrauchsfälle aufzuarbeiten. Nun liegt sein Bericht vor – und dazu der kurze Mitschnitt von der Präsentation der Entschädigungssummen. Gefragt wurde nach den vor Gericht zu erzielenden Schmerzensgeldern.
Diese liegen teilweise nun zwar deutlich über den jesuitischen Vorschlägen, – wenn man oft genug penetriert worden ist. Mich hat es gegraust, als ich den Mitschnitt sah:
http://
dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/27/di e-bordellisierung-misbrauchter-kinder/

Rechnen Sie selbst nach - Schmerzensgeldtabelle

http://www.schmerzensgeld.info/search.aspx

Keine Wiedergutmachung - "Die Hilfeleistungen sollen nicht direkt an die Betroffenen gehen ..."

Missbrauchsopfer können auf Entschädigung hoffen
Viele Missbrauchsfälle etwa in kirchlichen Einrichtungen sind strafrechtlich schon lange verjährt. Opfer sollen nun Anspruch auf bis zu 10.000 Euro Entschädigung haben.
Die Arbeitsgruppe Justiz des Runden Tisches zur Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs hat Opfer finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt. Pro Antragsteller sollen grundsätzlich maximal 10.000 Euro, unter anderem für Therapien, gewährt werden können. Voraussetzung soll sein, dass nicht bereits andere Stellen wie beispielsweise Krankenkassen oder die Täter selbst für Leistungen aufkommen.
http://
www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-10/missbrauch-opfer-entschaedigung/seite-1

Runde Tisch beendet heute seine Arbeit
Mittwoch, 30. November 2011
Mit der heutigen Abschlusssitzung beendet der Runde Tisch seine Arbeit. Die Bundesinitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch im Kindesalter (BI) hat seit März 2011 am Runden Tisch mitgearbeitet und sieht folgendes Fazit: Die Bundesinitiative schätzt die geleistete Arbeit aller Beteiligten des Runden Tisches sehr und befürwortet den Großteil der erarbeiteten Papiere. Aus unserer Sicht wurden jedoch folgende sehr wichtige Punkte nur unzureichend diskutiert und von Ergebnissen und Lösungen scheint man noch weit entfernt zu sein.
Aus diesem Grunde fordern wir: ...
https://
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29.11.2011 · 18:40 Uhr
Der Skandal und die Konsequenzen
Der Runde Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch beendet seine Arbeit
Von Claudia van Laak
Als im vergangenen Jahr zahlreiche Missbrauchsfälle an verschiedenen Schulen ans Tageslicht kamen, reagierte die Bundesregierung mit der Einrichtung eines Runden Tisches. Vorderste Aufgabe: eine bessere Prävention schaffen und die Fälle aufarbeiten. Nun wird die Arbeit eingestellt.
"Ich bin mit mir und der Welt und allem fertig. Ich brauch mir mein Leben nicht mehr nehmen. Das hat mein Stiefvater schon getan. Leider bin ich noch am Leben."
"Ich fühle mich so verloren - ich gehöre nicht dazu."
"Ich habe 22 Heime durchlaufen. Nachts kamen die Pater. Irgendwann hat man ins Bett gemacht, damit sie nicht mehr kommen. Wenn man aufmuckte, galt man als verhaltensauffällig und wurde in ein anderes Heim abgeschoben."
"Ich frage mich, ob ich Schuld bin."
Vier Stimmen von 20.000. 20.000 Anrufe, E-Mails und Briefe sind in den letzten eineinhalb Jahren im Büro der Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung eingegangen. ...
http://
www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1616607/
TON: http://
www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=60444&datum=201111 29&playtime=1322588417&fileid=76021b88&sendung=60444&beitrag=1616607&/
Links rechts: http://
www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1373434/

Der Runde Tisch beschloss, dass Betroffene Hilfen wie etwa Therapien in Höhe von maximal 10.000 Euro finanziert bekommen sollen. Barauszahlungen sind nicht geplant. Zudem sollen Missbrauchsopfer länger als bisher die Möglichkeit erhalten, auf Schadensersatz zu klagen. Die zivilrechtliche Verjährungsfrist soll von derzeit drei auf 30 Jahre verlängert werden.
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www.domradio.de/news/78189/runder-tisch-missbrauch-beschliesst-100-millionen- euro-fonds-fuer-opfer.html

AKTUELL VOM 30.11.2011
Missbrauchsopfer sollen vor allem bei Therapien unterstützt werden.
Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal
Runder Tisch legt Abschlussbericht vor
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat angekündigt, dass in dem Abschlussbericht des Runden Tisches zum sexuellen Missbrauch ein System konkreter Hilfen vorgeschlagen wird. Dazu gehöre die finanzielle Unterstützung von Therapien, sagte die FDP-Politikerin im Deutschlandradio Kultur.
http://
www.dradio.de/aktuell/1616964/

30.11.2011 · 08:20 Uhr
"Das Ergebnis ist mager"
Opferschutzverband kritisiert Abschlussbericht zu Kindesmissbrauch
Ursula Enders im Gespräch mit Anne Raith
Zu wenige Fachleute - zu viele politische Verpflichtungen: So beurteilt Ursula Enders von der Kölner Opferschutzstelle "Zartbitter" die Besetzung des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch", der jetzt seinen Abschlussbericht vorgelegt hat. Dementsprechend mager sei das Ergebnis.
http://
www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1616902/

Bischof Ackermann lobt Runden Tisch – „Thema nicht erledigt“
Die katholische Kirche hat eine positive Bilanz des Runden Tisches zum sexuellen Missbrauch gezogen. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, Bischof Stephan Ackermann, nannte die Einsetzung des Gremiums am Mittwoch in Bonn ein „deutliches Signal“. Dadurch sei klar geworden, dass das Thema „uns alle angeht, die ganze Gesellschaft, viele Institutionen – darunter natürlich auch die katholische Kirche - aber auch die Familien“.
Keineswegs erledigt ...
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www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=542280

30.11.2011
Die wichtigsten Ergebnisse des Runden Tisches Missbrauch
Längere Verjährungsfristen und mehr Kinderschutz
Der Runde Tisch zu sexuellem Kindesmissbrauch hat schon vor der letzten Sitzung Beschlüsse gefasst, die zum Teil bereits in die Gesetzgebung eingeflossen sind. Im folgenden ein Überblick über die Ergebnisse der Beratungen
Entschädigung ...
Die Institutionen, in denen es zu Missbrauch kam, sollen selbst die Opfer entschädigen.
http://www.domradio.de/aktuell/78166/laengere-verjaehrungsfristen-und-mehr-kinderschu tz.html

Papiertiger oder echte Hilfe für Opfer?
Berlin Der Runde Tisch zu sexuellem Missbrauch tagt am heutigen Mittwoch zum letzten Mal. Er hat eine Reihe von Beschlüssen gefasst. Experten fürchten, viele von ihnen könnten als Papiertiger enden, falls das notwendige Geld nicht locker gemacht wird. ...
http://
www.lr-online.de/meinungen/Papiertiger-oder-echte-Hilfe-fuer-Opfer;art1066,35889 31

Mittwoch, 30. November 2011 13:00 Uhr
Leutheusser-Schnarrenberger: Keine reinen Barauszahlungen an Missbrauchsopfer ... Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger kündigte an, darin werde ein System konkreter Hilfen vorgeschlagen. Dazu gehöre die finanzielle Unterstützung von Therapien. Reine Barauszahlungen an Missbrauchsopfer werde es aber nicht geben, sagte die FDP-Politikerin im Deutschlandradio Kultur.
http://
www.dradio.de/nachrichten/201111301300/4

SPD-Vize Schwesig: "Über Appelle nicht hinausgekommen"

01.12.2011, 06:48 Uhr

Runder Tisch konnte sich auf Maßnahmenpaket verständigen. SPD-Vize Schwesig gehen die Ergebnisse nicht weit genug.

Generell sollen die Institutionen, also die Kirchen oder Träger von Schulen und Heimen, die Kosten übernehmen. Dabei bleibt es den Institutionen überlassen, die Höhe des Schmerzensgeldes festzulegen.

Auch bei Opfervertretern stießen die Ergebnisse auf Kritik. "Wir sind natürlich sehr überrascht, dass die Deckelung der Hilfen für Betroffene wie Therapien und Eingliederungsmaßnahmen bei 10 000 Euro es tatsächlich in den Abschlussbericht geschafft hat. Das Leid der Betroffenen ist ungedeckelt", sagte Christian Bahls von der Initiative Mogis.

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2111516/SPD-Vize-Schwesig-Ueber- Appelle-nicht-hinausgekommen.html

Wenn Täter mitentscheiden

Der Runde Tisch, der sexuelle Übergriffe in Institutionen und in der Familie aufhellen sollte, legt seinen Abschlussbericht vor. Opferverbände sind enttäuscht

Befürchtung bewahrheitet

Damit bewahrheitet sich, was Opferverbände schon frühzeitig befürchteten: Dass es nämlich den Institutionen überlassen bleibe, welche Maßnahmen sie ergreifen, um sexuelle Gewalttaten zu verhindern und wie sie rückwirkend die Opfer entschädigen. Schon bei Einrichtung des Runden Tisches war kritisiert worden, dass die beteiligten Einrichtungen in großer Zahl eingeladen worden waren, die Opfer zu Beginn aber überhaupt nicht und nach ihrem öffentlichen Protest erst auf Bergmanns nachdrückliche Initiative. Doch wurden sie nur marginal und ohne Stimmrecht berücksichtigt.

Inwieweit es sinnvoll ist, den Opfern Therapieangebote zu machen, statt sie mit ausschließlich mit Geld abzufinden, steht dahin.

http://www.freitag.de/politik/1134-wenn-taeter-mitentscheiden

Runder Tisch Kindesmissbrauch beendet - Die Hoffnung stirbt zuletzt und die Opfer zuerst

100-Millionen-Euro-Hilfsfonds als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für PädagogInnen und PsychiaterInnen

Der Runde Tisch Kindesmissbrauch hat seine Arbeit beendet. Die Ministerinnen Schavan, Schröder und Leutheusser-Schnarrenberger waren mit sich und dem Ergebnis im Reinen. Was die Damenriege vergessen hatten zu betonen, dass im Abschlussbericht oftmals das Wort "soll", "will", "beabsichtigt", "fortgesetzt", "erste Schritte" erwähnt wird. Die Opfer werden den Runden Tisch und den Abschlussbericht so sehen, wie er auch gemeint war. Nichts genaues kann man zusagen, alles wird geprüft und steht unter dem finanziellen Vorbehalt. Was ist den zahlreichen Opfern nun zu raten?

http://johannes-schumacher.blogspot.com/2011/12/runder-tisch-kindesmissbrauch-been det.html 

Stellungnahme des Sprechers der “Freien Arbeitsgruppe JHH 2006”, Klaus Dickneite (Bitte Lautsprecher anklicken)

Gegen die Verjährung von sexuellen Verbrechen
Norbert Dennef, Vorstand “netzwerkB” (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) auf dem SPD-Bundesparteitag am 6. Dezember 2011

Bitte Foto anklicken

Das Netzwerk Betroffener setzt sich für die Opfer von sexualisierter Gewalt ein. Wir zeigen wie zerstörerisch sexualisierte Gewalt auf das gesamte Leben eines Opfers wirkt und wie Umwelt und Familie auf die Offenbarung reagieren.