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Eliteschule Canisius-Kolleg: Missbrauch,
Wegschauen, Schweigen
Jahrelange und systematische sexuelle Übergriffe erschüttern die
Eliteschule Canisius-Kolleg in Tiergarten Pater gibt Missbrauch zu Die Lehrer seien mit einer wiederkehrenden Systematik
vorgegangen. In Einzelgesprächen, zu denen sich die Jungs oft auf seinen Schoß setzen sollten, fragte Peter R. sie zu Onanier-Gewohnheiten aus - und er soll weitere Missbrauchstaten begangen haben. Der
sportliche St. duschte nach Sportveranstaltungen gemeinsam mit seinen Schülern, klopfte ihnen auf den Po. Darunter sollen auch Mädchen gewesen sein, die seit 1974 an der früheren Jungenschule zugelassen
sind. Auch legte er Schüler übers Knie und versohlte das nackte Gesäß. Sein Spitzname lautete deshalb nach Angaben von Ehemaligen "Pavian".
Missbrauch, Wegschauen, Schweigen Wie kann es sein, dass der sexuelle Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg erst 30 Jahre später bekannt wurde?
Und was hat die katholische Kirche damit zu tun? Nur einer der Ehemaligen lässt durchblicken, er habe zumindest geahnt, dass etwas
nicht stimmte: der Journalist Johnny Häusler. Auf seinem Blog Spreeblick schreibt Häusler, er habe lange nach seiner Schulzeit von Ex-Mitschülern erfahren, dass es zu Missbrauch während der
Nachmittagsbetreuung gekommen sein soll. Es tue ihm heute leid, dass er und seine Freunde damals "nur blöd kicherten und das Thema beiseite schoben".
Offenbar setzte Wolfgang S. die sexuellen Übergriffe auf Schüler auch nach seiner Vesetzung fort. Auch in Hamburg meldeten sich drei ehemalige Schüler, an denen sich S. früher ebenfalls vergriffen haben soll, erklärte der Leiter des Hamburger
Sankt-Ansgar-Gymnasiums. An der ebenfalls vom Jesuitenorden geleiteten Schule war Wolfgang S. nach seinem Weggang aus Berlin ebenfalls als Lehrer eingesetzt worden. Zwei Betroffene hätten sich bei der
Schulleitung gemeldet, ein weiterer Mann beim Bistum in Hamburg, hieß es am Montag. Einer der ehemaligen Schüler soll zu verstehen gegeben haben, dass mit dem Bekanntwerden weiterer Opfer zu rechnen sei.
Auch andernorts mehren sich die Hinweise auf sexuelle Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen.
Rektor greift katholische Kirche scharf an Berlin (RPO). Der Rektor des Berliner Canisius-Kolleg hat nach dem Bekanntwerden
sexueller Missbrauchsfälle seine Kirche scharf kritisiert. Die Kirche leide an Homophobie, Homosexualität werde verschwiegen, sagte Pater Klaus Mertes einem Medienbericht zufolge. Mertes bemängelte
zudem, dass sich die kirchlichen Lehren zur Sexualität derart weit vom realen Alltag und den Fragestellungen junger Menschen entfernt hätten, dass zwischen der Kirche und der jungen Generation
Sprachlosigkeit herrsche.
Dem Spiegel hatte Dartmann bestätigt, dass der Orden selbst sogar schon 1991 Kenntnis von
den Straftaten hatte. Man habe jetzt eine Anwältin mit einer Prüfung der Akten beauftragt, "um festzustellen, was genau die Jesuiten damals wussten und welche Konsequenzen erfolgten". Auch der Vatikan war über die Verfehlungen im Bilde, wie der Spiegel weiter berichtet.
Die Sehnsucht des Pater S. Die
Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg haben unseren Autor, einen Exklosterschüler, an einen Lehrer erinnert, den er gern vergessen hätte. Und dann war da noch die Geschichte mit der
Sexualität: Davon bekamen wir eigentlich kaum etwas mit, denn dieses Thema war uns damals noch ziemlich fern. Später aber erfuhren wir, dass Pater S. zu Frauen ein mehr als verkrampftes Verhältnis hatte.
Er soll bei Wandertagen, die mit Schülern und Eltern stattfanden, regelrecht die Flucht ergriffen haben, wenn eine Mutter es wagte, ihn anzusprechen.
Brief des Rektors Klaus Mertes im Wortlaut: „Liebe ehemalige Schülerinnen und Schüler, in den vergangenen Jahren haben sich mehrere von Ihnen bei mir gemeldet, um sich mir gegenüber als Opfer von sexuellem Missbrauch durch einzelne
Jesuiten am Canisius-Kolleg zu erkennen zu geben. Die Spur der Missbräuche zieht sich durch die 70er Jahre hindurch bis in die 80er Jahre hinein. Mit tiefer Erschütterung und Scham habe ich diese
entsetzlichen, nicht nur vereinzelten, sondern systematischen und jahrelangen Übergriffe zur Kenntnis genommen. Es gehört auch zur Erfahrung der Opfer, dass es im Canisius-Kolleg und im Orden bei
solchen, die eigentlich eine Schutzpflicht gegenüber den betroffenen Opfern gehabt hätten, ein Wegschauen gab. Allein schon deswegen gehen die Missbräuche nicht nur Täter und Opfer an, sondern das ganze
Kolleg, sowohl die Schule als auch die verbandliche Jugendarbeit. Aus demselben Grund bitte ich hiermit zunächst alle betroffenen ehemaligen Canisianerinnen und Canisianer stellvertretend für das Kolleg
um Entschuldigung für das, was ihnen am Kolleg angetan wurde. ...
Warum werden Priester zu Sexualstraftätern? Auszug aus einer Analyse von Wunibald Müller: Viele Priester, die zu Sexualstraftätern werden, haben nie gelernt, innige und intime Beziehungen zu
entwickeln “....Warum muss sich die katholische Kirche immer wieder mit Sexualstraftätern aus den eigenen Reihen befassen? Vorwiegend sind es Männer, die Minderjährige sexuell missbrauchen ….. Unter
den Tätern wiederum sind Homosexuelle. Damit ist freilich nicht gesagt, dass, wer homosexuell ist, zwangsläufig Kinder und Jugendliche missbraucht: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Homosexualität und
Pädophilie; pädophiles Verhalten ist unter Heterosexuellen häufiger als unter Homosexuellen. Unter den Priestern, die Minderjährige missbrauchen, ist nur eine kleine Gruppe tatsächlich pädophil
veranlagt. Von Pädophilie spricht man, wenn sich jemand sexuell angezogen fühlt von Kindern vor der Pubertät. Die meisten Priester, die Minderjährige sexuell missbrauchen, sind jedoch ephebophil
veranlagt; sie fühlen sich sexuell angezogen von 14- bis 17-jährigen Jugendlichen. Weiter ist zu bedenken, dass zahlreiche Priester und Ordensleute homosexuell sind ...und der Anteil ...deutlich über dem
Durchschnitt von fünf Prozent der Gesamtbevölkerung liegen.
Zweiter Beschuldigter streitet alles ab Bei dem zweiten Beschuldigten handelt es sich laut «Spiegel» um den 69-jährigen ehemaligen Religionslehrer Peter R. aus Berlin. Im Gegensatz zu S.
habe dieser sämtliche Vorwürfe bestritten. Laut «Spiegel» meldeten sich bereits rund 20 ehemalige Schüler, die von sexuellen Übergriffen berichteten. Der «Tagesspiegel am Sonntag» meldete gar 22 Opfer.
Der amtierende Rektor des Gymnasiums, Pater Klaus Mertes, kritisiert seine Kirche im «Tagesspiegel am Sonntag» scharf. «Homosexualität wird verschwiegen. Kleriker mit dieser Neigung sind unsicher, ob
sie bei einem ehrlichen Umgang mit ihrer Sexualität noch akzeptiert werden.»
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Wir sind Kirche fordert niederschwellige Beratung für alle Opfer
sexueller Gewalt in der Kirche Auch in Deutschland ist die Zahl kindlicher und jugendlicher Opfer emotionaler, physischer und
sexueller Gewalt wesentlich höher, als zunächst von den Kirchen angegeben. In den 1950er- bis 1970er-Jahren existierten etwa 1.500 katholische Heime. Aber die „Kultur der Misshandlungen“ in den Heimen
wurde durch eine „Kultur des Verschweigens und Augen-Verschließens“ verschleiert.
Leider besteht bis heute ein großes Interesse, die ganze unsägliche Thematik von Gewaltausübung bis hin zur
sexualisierten Gewalt im kirchlichen Bereich möglichst nur sehr kontrolliert zu bearbeiten. Eine für den 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München intensiv vorbereitete Podiumsdiskussion wurde
kurzfristig von der Kirchentagsleitung abgesagt und in die Zuständigkeit von Caritas und Diakonie verwiesen – die allerdings selber in großem Maße Träger von Heimerziehung waren und sind.
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Seit einigen Tagen liegt mir und auch der Presse ein Schreiben des Rektors des Canisius-Kolleg vor, einem von Jesuiten betriebenen Gymnasium in Berlin. In
dem Schreiben entschuldigt sich der Schulleiter und schämt sich für den sexuellen Missbrauch von Schülern durch lehrende Patres, der an der Schule offenbar in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat.
Also genau in der Zeit, in der ich die Schule besuchte. ... Zu dieser Zeit gab es merkwürdige Berichte einiger Mitschüler, die Stammbesucher des Nachmittagsklubs an der Schule waren. Sie hatten
eine Kerze als Geschenk von einem Pater erhalten, welche die Schüler jedesmal dann anzünden sollten, wenn sie onanierten. Die benutzte Kerze sollten sie später wieder mit den Club bringen, der Pater
würde im persönlichen Gespräch klären, ob sie sich zu oft angefasst hätten. Es tut mir heute so leid, dass wir nur blöd kicherten und das Thema beiseite schoben.
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Der Griff ans Gemächt: ein "Exzessives körperliches
Bestrafungsritual"? "Exzessives körperliches Bestrafungsritual" Laut Dartmann hatte ein Pater in einem
Fragebogen zur Rückversetzung in den Laienstand angegeben, dass es auch während seiner Zeit in St. Blasien sexuelle Übergriffe gegeben habe. Diese hätten in einem "exzessiven körperlichen
Bestrafungsritual" bestanden, nicht aber in Geschlechtsverkehr. Bei dem Fragebogen sei ihm Diskretion zugesagt worden. Das Papier sei nach Rom gesandt worden und liege mittlerweile unter Verschluss.
"Wir standen in einer Schlange vor seinem Zimmer, hatten einzeln einzutreten und bekamen je nach Vergehen (Schwätzen beim Schuhe putzen und ähnliches) mit dem Rohrstock bis zu sechs Schläge
auf den Hintern und sechs auf die Finger. K. genoss das Schlagen und ganz besonders die dicht vorbei geführten Probeschläge, die die Angst des Opfers vergrößern sollten."
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Pater Eberhard von Gemmingen: “Ich muss einen Vergleich ziehen” Jesuit zieht NS-Vergleich im Missbrauchsskandal "Es ist fatal, nun den ganzen Orden schlechtzumachen. Ich muss einen Vergleich ziehen: Mit den
Juden ist es so losgegangen, dass vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat. Dann aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen. Man darf nicht von einzelnen Missetaten ausgehen und
eine ganze Gruppe verurteilen. Und die Gefahr, dass das passiert, ist groß." Gemmingen zog den Vergleich mittlerweile zurück.
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Deutsche Kinderhilfe ("Die Stimme für Kinder") Pressemitteilung vom 04.02.2010
Instrumentalisierung der Betroffenen? Zur Ankündigung eines Berliner Rechtsanwalts, Sammelklage in den USA einzureichen Im
Missbrauchsskandal an Einrichtungen des Jesuitenordens zeichnet sich eine ausgesprochen bedenkliche und für viele Betroffene negative Entwicklung ab. Ein Berliner Anwalt droht an, in den USA Sammelklage
mit „desaströsen finanziellen Folgen für den Orden“ einzureichen.Die finanziellen Folgen für ihn wären sicherlich ebenfalls erheblich.
In diesem großen Missbrauchsfall treten die Verantwortlichen
erstmalig offen auf, erkennen die Taten an und es scheint sich – im Gegensatz zur Vergangenheit – eine neue Umgangskultur mit den Betroffenen zu etablieren. Es besteht erstmalig die Chance, dass die
Kirche im Dialog mit den Betroffenen – analog zur Aufarbeitung der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre – zu einem Ausgleich gelangt.
Die Vorgehensweise des Juristen ist kontraproduktiv und
gefährdet aus juristischen Gründen eine offene Debatte. Die Konstruktion eines US-amerikanischen Gerichtsstandes für ausschließlich in Deutschland begangene Taten mag juristisch möglich sein, moralisch
ist die Vorgehensweise aber höchst fragwürdig. Durch die öffentliche Ankündigung stellt sich die Frage, ob in dem Fall Betroffene instrumentalisiert werden sollen.
Die Deutsche Kinderhilfe
appelliert an die Betroffenen, sich nicht zum Spielball juristischer Auseinandersetzungen machen zu lassen. Anwaltliche Unterstützung ist wichtig und geeignet, die Interessen durchzusetzen. Eine
Verkürzung darauf, wo die höchsten Schadensersatzansprüche durchgesetzt werden können – eine „Amerikanisierung“ des Verfahrens – wird es jedoch den vielen Betroffenen erschweren, die erfahrenen
Verletzungen endlich bekannt zu machen.
„Durch die gewählte öffentlichkeitswirksame Vorgehensweise wird nicht nur den konkreten Mandanten, sondern allen Betroffenen, ein Bärendienst erwiesen. Es
bleibt zu hoffen, dass nur wenige Opfer diesen Weg gehen und ein wirklicher Täter-Opfer-Ausgleich erfolgen kann“, so RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe. Link
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Kommentar von Peter Henselder von TOP TV BERLIN zu der
Pressemitteilung der Deutschen Kinderhilfe Sexueller Missbrauch -Jesuitenorden PDF Drucken
E-Mail Geschrieben von pethens Freitag, 5. Februar 2010 Berlin: Mit bezug auf die jüngst bekannt gewordenen Fällen von sexuellem Mißbrauch in Einrichtungen des Jesuitenordens
drohte vor wenigen Tagen ein Berliner Rechtsanwalt mit einer Sammelklage vor einem US-Gericht. Angesichts des Ausmaß der Fälle von Kindesmißbrauch in der Vergangenheit scheint dies eine notwendige
Konsequenz zu sein, die Einsichtige schon längst gezogen haben. Denn es zeigt sich, daß der deutsche Staat die Kinder nicht schützen kann, manchmal, so der Eindruck, auch nicht schützen will. Täter und
Mitwisser verstecken sich hinter der Verjährung. Sie ist in Deutschland aber nur ein verfahrenstechnisches Instrument. Den Tätern und Mitwissern zu sagen, daß nur deutsche, nicht aber ausländische
Gerichte daran gebunden sind, scheint ein Weg zu sein, auch die Politiker in diesem Lande aufzurütteln. Auch ihre moralische Verantwortung ist gefordert. Zu der Möglichkeit einer Sammelklage vor
einem US-Gericht hat sich nun die Deutsche Kinderhilfe zu Wort gemeldet
und davor gewarnt, weil sich daraus eine bedenkliche und für viele Betroffene negative Entwicklung ergäbe. Welcher Art diese seien, diese Frage ließ Georg Ehrmann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe offen. Nach den Ausführungen entsteht der Eindruck, daß die Deutsche Kinderhilfe sich eher als Anwalt der Kirche, weniger der Kinder versteht. Der Vorschlag, die Fragen des sexuellen Mißbrauchs an Kindern in einem ähnlichen Gremium wie dem Runden Tisch zur Aufarbeitung der Heimerziehung in den 50ziger und 60ziger Jahren zu beraten und hier zu einem Ausgleich mit den Betroffenen zu kommen, zeugt von erheblicher Unkenntnis dessen, was im "Runden Tisch" geschieht, denn hier ist die Bereitschaft zu einem Ausgleich mit den Betroffenen zu kommen, gleich null. Daher ist eine Klage vor einem amerikanischen Gericht zu begrüßen, denn nur auf diesem Wege gibt es die Möglichkeit, daß in unserem Lande und in unserem Rechtssystem sich zu Gunsten der Kinder etwas ändert.
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Dierk Schäfer: Bloß keine amerikanischen Zustände! Die Argumentation der Deutschen Kinderhilfe ist atemberaubend: Was das us-amerikanische Entschädigungsrecht zuviel hat, hat das deutsche zu wenig.
Spinnen wir doch den Gedanken aus:
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Folgen intensiver katholischer Mädchenerziehung Ich glaube nicht mehr an mich selbst, zu oft ist mir befohlen worden, mich zu schämen, zu oft ist mir Unkeuschheit mit Blicken und Andeutungen
unterstellt worden. Lange bevor ich annähernd verstehen konnte, was Keuschheit bedeutet, war ich so beschmutzt durch die Unterstellungen der heiligen katholischen Erwachsenen, bis ich schließlich
zusammenbrach.
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Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche
"Ich war zum Schweigen verdonnert" Wilfried Otto, 57,
ist seit zwölf Jahren Diakon in der Gemeinde in Hildesheim und trat 1997 die direkte Nachfolge R.'s an. "Ich wusste, dass es um Missbrauchsvorwürfe ging", gibt er heute zu. Gesagt hat er damals
nichts. "Ich war zum Stillschweigen verdonnert." Während er das sagt, funkeln seine blauen Augen und das Gesicht wird rot. "Und ich weiß, ich hätte die Bombe damals platzen lassen
sollen."
Papst Benedikt XVI.: "Einige Kirchenmitglieder haben Rechte von Kindern verletzt." Rom - Zum ersten Mal seit Bekanntwerden von zahlreichen möglichen Missbrauchsfällen an katholischen Schulen in Deutschland hat sich Papst Benedikt
XVI. zum Thema Kindesmissbrauch geäußert - allerdings waren seine Aussagen eher allgemein gehalten.
Priester als ewig pubertierende Erwachsene Er verknüpfte seine Taten mit Symbolen des Glaubens: Am Karfreitag, bei einer
Kreuzwegstation, konfrontierte er die Schüler mit dem Bild einer nackten Frau, das er abgedeckt hinterlegt hatte. Es gab Fragebögen zur Sexualität mit harten Bildern geschmückt, um Schüler zu testen.
Viele von uns waren Gruppenleiter, verantwortlich für die Jüngeren, und wir lebten damals schon anders als es die Amtskirche von uns verlangte. Meilenweit entfernt von jenem 6000 Worte umfassenden
Papier, das zu Beginn des Jahres 1976 die katholische Kirche in Rom vorgelegt hatte: die 'Erklärung zu einigen Fragen der Sexualethik'. Nur die Zeugung menschlichen Lebens rechtfertigte nach Ansicht der
Bischöfe die gegenseitige Hingabe.
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"System Heimerziehung" im ZDF Mittagsmagazin 08. 03 10
Ehemalige Heimkinder kündigen Proteste gegen Runden Tisch an Der Runde Tisch zur Aufarbeitung des Schicksals früherer Heimkinder
hat Ende Januar seinen Zwischenbericht vorgelegt: Die Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik hat auf breiter Linie versagt. Doch von Entschädigungen der Opfer ist bisher keine Rede. Frühere
Heimkinder wollen nun mit Protesten in Berlin ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder (VeH), Monika Tschapek-Güntner, erklärte Anfang Februar in Berlin,
es müsse endlich öffentlich über Entschädigungen debattiert werden. Dazu müssten auch Vertreter der Industrie geladen werden, die von der unbezahlten Arbeit der Heimkinder in den 50er, 60er und 70er
Jahren profitiert hätten. Die Industrie müsse sich an einem Entschädigungsfonds beteiligen, verlangte die Vereinsvorsitzende.
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Missbrauch: Es ist alles seit Jahren bekannt BERLIN. (hpd) Anlässlich der Vorfälle im Canisius-Kolleg brandet eine Welle der Berichte und Stellungnahmen zum Missbrauch in katholischen
Einrichtungen durch die Medien, als wäre es die Neuigkeit des Neuesten und die volle Empörung angesagt. Es ist jedoch bereits alles seit Jahren bekannt. Eine Dokumentation des UN-Berichts der Initiative
Kirche von unten (IKvu) aus dem Jahr 2003. ... Zu diesem Bericht Dieser Bericht gibt einen Überblick über deutsches sowie über vatikanisches Recht und deren Auswirkungen auf die Einhaltung der
Kinderrechtskonvention und die Rechte von Kindern. Er konzentriert sich auf sexuellen Missbrauch und die Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen durch deutsche ordinierte römisch-katholische Priester und
Ordensleute, die Verschleierung dieses Missbrauchs und darauf, wie bisher mit Missbrauchsfällen - unter Verletztung der deutschen Gesetze zum Schutz von Kindern - umgegangen wurde. Am Ende wird
dargelegt, dass der Vatikan von Missbrauchsfällen wusste und damit auch Verantwortung für die Einhaltung des deutschen Rechts sowie der Kinderrechtskonvention trug, um Kinder in Deutschland vor solchem
Missbrauch zu schützen.
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Chronologie: Bekannt gewordene Missbrauchsfälle
durch römisch-katholische Priester in Deutschland Hamburg/Mainz. Fälle sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester werden
meistens erst bekannt, wenn sie strafrechtliche Konsequenzen haben. Einige Fälle der vergangenen Jahre in Deutschland, die überregional Aufsehen erregt haben:
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Römisch-katholische Kirche und Kinderrechtskonvention in der
Bundesrepublik Deutschland Ein NRO-Bericht von Verena Mosen (IKvu) über die Behinderung der Konvention durch das katholische
Kirchenrecht am Beispiel sexuellen Missbrauchs (September 2003)
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Missbrauchsskandal in US-Kirchen Schuldig, reuig, pleite In den USA wurden Tausende Kinder und
Jugendliche durch katholische Geistliche missbraucht. Die Kirche zahlte mehr als eine Milliarde Dollar zur Wiedergutmachung
- doch der Skandal schwelt weiter: Der Kardinal von Los Angeles soll Täter jahrzehntelang gedeckt haben. ... Ein besonders dramatischer Fall war der des Priesters John Geoghan, der mit zu Laws
Abdankung geführt hatte. Geoghan soll über drei Jahrzehnte hinweg mehr als 130 Jungen missbraucht haben, die Diözese schob ihn aber immer nur von einer Gemeinde zur anderen. 2002 wurde Geoghan in
einem einzigen Fall zu neun bis zehn Jahren Haft verurteilt. Im August 2003 dann wurde der 68-Jährige von einem Mithäftling in seiner Zelle erwürgt. "Keine Kinder mehr für dich, mein Freund",
will der dem Sterbenden noch zugeflüstert haben.
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Die Hölle Kinderheim lässt sie nie los Drakonische Strafen sind an der Tagesordnung. Nur einmal pro Woche dürfen die Kinder ihre Unterhosen wechseln. Jeden Abend inspizieren die Nonnen
die Unterwäsche. Ist sie dreckig, müssen sich Jungen und Mädchen ausziehen, und es gibt Stockschläge in den Unterleib, erzählt Görg. Oder die Kinder müssen für Stunden in die „Dunkelkammer“, in der sie
nur knien können. Um 20 Uhr geht es ins Bett. Wer nicht schläft oder gar einnässt, den nehmen die Nonnen mit in die Waschstube. Dort steht eine große Wanne mit kaltem Wasser, in der die Kinder
stundenlang ausharren müssen, auch wenn sich viele die Seele aus dem Leib schreien. „Buße für eure Sünden“, erklären die Schwestern den Gepeinigten lapidar.
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Am ersten Tag wo ich ins Heim kam da war ich gerade mal
7 Jahre alt 1977. Da wurde ich von einer Schwester Namens Liboris am Empfang abgeholt. Ich weinte und wollte wieder zurück zu meiner Mutter.
Sie sagte zu mir hier wird nicht geweint und nahm mich am Arm und zerte mich zu unserem Haus in dem ich später wohnte, ich heult weiter, sie spärte mich in ein Zimmer
und hollte enen Holzbügel raus, Sie drohte mir mich damit zu schlagen, ich heulte trotzdem Sie holte aus und schlug mich mit dem Holzbügel sollange bis ich auf
hörte! Ich heulte ungefähr noch zehen Minuten, sollange wurde ich auch geschlagen von ihr! Das war mein erster Tag im Heim St.Hedwig!!! ...
Sie war eiskalt ohne mitleid mit mir. Sie sagte zu mir ich mag deine blauen stechenden Augen nicht, als Sie mir das sagte waren wir alleine die andren Kinder waren
noch in der Umkleide kabine, Sie sagte zu mir ich mag Dich nicht, dann sagte Sie zu mir pass auf wast du macht, sonst passiert mir das nochmal, ich soll auf sie
hören und alles machen was Sie will sonst gnade mir gott!
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Kindesmissbrauch in der Kirche: "Der Papst wollte mir
Schuldgefühle einreden" Norbert Denef wurde als Kind jahrelang von einem Pfarrer missbraucht. Im stern.de-Interview erzählt er,
wie die Kirche versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen. Sie mussten jahrelang darum kämpfen, dass die Kirche Ihr Leid anerkennt. Was war in dieser Zeit für Sie das Schlimmste? Ein Brief von
Papst Johannes Paul II. Ich hatte ihn um Hilfe angefleht, ich hatte ihm gesagt, dass die Kirche mich zwingen wollte, weiter zu schweigen. Als Antwort kam, er würde dafür beten, dass ich wieder Kraft für
Vergebung fände.
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Jesuitenpater: "Trauen sie keinem Pfarrer" Der Jesuitenpater Friedhelm Mennekes riet Priestern und Eltern, gegenüber kirchlichen Institutionen nicht zu vertrauensselig zu sein. "Wenn
ich es mit neuen Eltern zu tun bekam, war einer meiner ersten Sätze: Trauen Sie keinem Pfarrer", sagte der frühere Gemeindepfarrer und langjährige Leiter der Kölner Kunststation St. Peter der
"Frankfurter Rundschau". Eine Pädagogik unter Aufsicht sei ihm immer sehr wichtig gewesen, sagte Mennekes: "Die Kirche verdient keine größere Vertrauensseligkeit als andere
Institutionen."
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„Etwas Schreckliches ist passiert” Sämtliche 70 irischen Bischöfe steigen an diesem Wochenende ins Flugzeug nach Rom, schon vorab steht eines fest: Karnevalsstimmung wird auf diesem
Betriebsausflug nicht aufkommen. Das Sündenregister liest sich wie eine Kopie der Zustände in Amerika oder Deutschland: Vier Erzbischöfe sowie eine Reihe von Bischöfen versetzten die
verbrecherischen Priester systematisch von einer Dubliner Gemeinde zur nächsten, um immer wieder auftauchende Vorwürfe zu vertuschen. Die vielfältigen Beteuerungen von Unkenntnis seien „sehr schwer zu
akzeptieren”, schreibt Richterin Murphy verächtlich. Ein einziger Bischof habe in den Anhörungen der Kommission „unmissverständlich eingeräumt”, Fehler begangen zu haben. Premierminister Brian Cowen
nannte die Versäumnisse der Kirche „unmoralisch, beschämend und skandalös”. Die Empörung wuchs mit jedem Tag, an dem die namentlich genannten früheren Dubliner Bischöfe an ihren Ämtern kleben blieben.
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katholische kirche Missbrauch: 15 Verdachtsfälle in Österreich
Die katholische Kirche muss sich derzeit einmal mehr mit Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch auseinandersetzen. Seit den
Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Wiener Kardinal Hans-Hermann Groer hat praktisch jede Diözese in Österreich eine Ombudsstelle. An die können sich Opfer von sexuellem Missbrauch und
Misshandlungen wenden. Eine österreichweite Statistik wird nicht geführt.
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Dierk Schäfer in Beantwortung einer e-mail:
O, lieber Herr . . . .!
Sie sind entsetzt? Ich bin nur amüsiert ob der – ja, was soll ich sagen, ob der Dummheit oder der
Dreistigkeit, die diesem Herrn als Dummheit auf die Füße fallen wird.
Natürlich könnte man eine luzide Polemik schreiben und ihm die Kultur- und Sittengeschichte um die Ohren hauen.
Doch
was hilft es? Seine Institution hat die Erbsünde und den Geschlechtsverkehr, auch den „ehrbar-ehelichen“ ins Lotterbett gezwängt und jahrhundertelang vom schlechten Gewissen der Gläubigen profitiert und
über sie geherrscht. Kein Wunder, daß die „sexuelle Revolution“ Fassungslosigkeit und Erschütterung ausgelöst hat – und offensichtlich auch Verwirrung in diesem bischöflichen Kopf.
Die Revolution
bestand allerdings nicht so sehr in einem veränderten Sexualverhalten; da braucht man nur auf die Renaissancepäpste zu verweisen. Sie bestand vielmehr in der öffentlich demonstrierten Entzauberung des
gehüteten Tabus. Das hat die Menschen wohl nicht glücklicher gemacht, aber ihnen viele Seelenqualen genommen.
Manche Würdenträger kamen schon immer ohne solche Seelenqualen aus:
Auf einen Brand zu ** Ein Hurenhaus geriet um Mitternacht in Brand. Schnell sprang zum Löschen oder Retten, Ein Dutzend Mönche von den Betten. Wo waren die? Sie waren – – bei der Hand.
Ein Hurenhaus geriet in Brand.
Gotthold Ephraim Lessing
Lessing, war das nicht der üble Bursche, der die Wahrhaftigkeit von Religionen an ihren Früchten messen wollte? Stand er nicht auch
am Beginn der historisch-kritischen Betrachtung der Bibel?
Mit diesem Revolutionär muß alles angefangen haben. Gewiß auch die Vergewaltigung im Beichtstuhl.
Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Herr . . . !
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Scharfe Kritik an Bischof Mixa wegen Missbrauchs-Äußerungen Grünen-Chefin Claudia Roth hatte die Äußerungen als "haarsträubend" und als eine "beispiellose Verhöhnung der Opfer sexuellen
Missbrauchs" bezeichnet. ... Oswalt Kolle warf Mixa Unverschämtheit vor. "Diese Verbrecher, diese Amtsbrüder von Mixa, haben Hunderte von Jugendlichen missbraucht und jetzt wird das
Millionen von Menschen in die Schuhe geschoben", sagte der durch Bücher und Filme in den 60er Jahren berühmt gewordene Autor dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Kirche solle ihr
"Versteckspiel" endlich beenden.
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Brav geprügelt Ehemalige Heimkinder fordern ihre Rechte ein Von Barbara Zillmann
Wer in der frühen Bundesrepublik ein auffälliges Kind war, unehelich, elternlos oder dunkelhäutig, kam schnell "ins Heim". Viele der 800.000 Mädchen und Jungen vermissten schmerzlich
persönliche Zuwendung und Förderung. Denn in den meisten Kinderheimen, oft von den Kirchen geführt, herrschten Rohrstock und schwarze Pädagogik. Ein demütigender Erziehungsstil setzte auf Strafe und
Züchtigung, viele "Zöglinge" mussten Zwangsarbeit leisten, sexueller Missbrauch war keine Seltenheit.
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TV-Beitrag zum Thema Himkinder/Heimopfer Teil 1 Der Top-TV Sendung vom 16.2.2010 mit den Gästen: Elfi Jantzen, MdA Berlin (familienpolitische Sprecherin) und Frau Christa Schudeja,
Heimkinderverband Deutschland
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Bischöfliche Vertuschungsaktionen Uwe Lehnert: Es sind die Justizministerien von Bund und Ländern und die
Generalstaatsanwaltschaften, die über vielerlei Kanäle von diesen bischöflichen Vertuschungsaktionen Kenntnis hatten, siehe ganz aktuell z.B. den fünften Leserbrief im „Spiegel“ Nr. 7 dieser Woche. Auch
ist diesen obersten Behörden das päpstliche Geheimschreiben „crimen sollicitationis“ mit Sicherheit bekannt gewesen sein. (Näheres dazu z.B. in Spiegel-Wikipedia unter "Crimen
sollicitationis"). Von diesem unseligen, verwerflichen Zusammenwirken, mindestens durch Ignorieren und Stillschweigen, können unzählige Heimkinder berichten, die schon früher oder jetzt vergeblich
versuchen, Entschädigungen für nicht gezahlten Lohn, nicht eingezahlte Rentenbeiträge, verwehrte Ausbildung und das ihnen zugefügte Leid einzuklagen.
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Eilfertigkeit, mit der die Schulleitung des Canisius-Kollegs und
auch die katholische Kirche in Berlin unbedingte Aufklärung fordern Uwe Lehnert: Ich will nicht recht glauben, dass die
Eilfertigkeit, mit der die Schulleitung des Canisius-Kollegs und auch die katholische Kirche in Berlin unbedingte Aufklärung fordern, ehrlichen Herzens ist. Ich vermute eher, dass man das Heft in der
Hand behalten will und jeweils nur soviel an Information zulässt, wie ohnehin schon bekannt ist oder sicher noch zu erwarten ist. Die Begründung meiner Vermutung liegt in einem vatikanischen Schreiben
des damaligen Kardinal Ratzinger (heute Papst Benedikt XVI.) aus dem Jahre 2001 an alle Bischöfe, in dem er bei Androhung der Exkommunikation absolute Geheimhaltung fordert bei innerkirchlichem
Bekanntwerden von Fällen von priesterlicher Pädophilie.
Wer des Lateinischen mächtig ist, der lese nach in "De Delictis Gravioribus":
http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_...
Die katholische Theologin Frau Prof. Uta Ranke-Heinemann teilte mir persönlich (mit freundlicher Erlaubnis der
Zitierung) zu diesem in Latein verfassten Schriftstück u.a. Folgendes mit:
"Die absolute Geheimhaltung von Pädophiliefällen ist allen Bischöfen in den beiden Geheimschreiben Crimen
Sollicitationis von Kardinal Ottaviani 1962 und erneut und verstärkt in De Delictis Gravioribus von Kardinal Ratzinger 2001 unter Strafe der Exkommunikation befohlen worden. Diese beiden Geheimschreiben
beinhalten nichts über Hilfe für die Betroffenen. "Sie dienen ausschließlich dem weltweiten Schutz der Täter, die ständig, um Skandal für die Kirche zu vermeiden, nach einer Therapie in eine andere
Pfarrei versetzt werden und haben eine totale Justizbehinderung für die staatlichen Gerichte zur Folge", laut Dominikanerpater Tom Doyle.
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Vom Pfarrer missbraucht In einer Graphic Novel verarbeitet Ka, was dann geschah: "'Ich werde dich auch massieren. Du wirst sehen, es ist wirklich angenehm.' Als ich
kapiere, was gerade geschieht, zieht sich mein Magen zusammen. Das ist sein Penis! Pierre hat mich seinen Penis anfassen lassen.
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Auf dem Dorf ist gut predigen Veröffentlicht am 18. Februar 2010 von olyly ... Darf ich es auch Zufall nennen, dass es keine Schweigemärsche von Lebensschützern gab und
gibt, die das Leid beklagen von Heimkindern, die –europaweit- über Jahrzehnte systematisch von Ordensleuten beider Konfessionen im Namen des Kreuzes gefoltert wurden, zu Zwangsarbeit verpflichtet waren,
misshandelt und missbraucht wurden? Ergoogeln Sie sich bitte einmal Infos zum kircheneigenen „KZ Kuhlen“. Wann fangen Lebensschützer an Flagge zu zeigen, dass die Kirchen hierzulande endlich ihre
zig-tausende Opfer (ausschließlich) aus Kirchensteuermitteln entschädigen? Schauten die Lebensschützer über den Tellerrand, als in den Medien veröffentlicht wurde, dass US-Katholische Hirten mehr als 2
Milliarden Dollar Schmerzensgeld/Schadensersatz an ihre Missbrauchsopfer zu zahlen haben? Wo etwa bleiben Empathiebekundungen unserer christlichen Mitbürger für das Leid der vielen Priesterkinder, die
von Ihren Vätern „aus beruflichen Gründen“ verleugnet werden? An dieser Stelle prangere ich an, dass die selbsternannten Lebensschützer genau da schweigen, wo es um das Leid bereits geborenen Lebens geht.
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Jesuiten -
Der Kirchenkritiker Eugen Drewermann macht die katholische Kirche und ihre Strukturen für den Missbrauchsskandal durch Geistliche an Jesuitenschulen mitverantwortlich. ... "Die repressive Sexualmoral beispielsweise führt zu allen möglichen Verformungen der Triebentwicklung schon im Kindesalter, bei
Jugendlichen, bei Klerikern", meinte der Theologe, dem seit 1991 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen ist und der sein Priesteramt nicht mehr ausüben darf. "Und es ist keine Übertreibung zu
glauben, dass die Furcht der katholischen Kirche vor der Homosexualität begründet ist in den Folgen ihrer eigenen Sexualfeindlichkeit."
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"Die Hemmschwelle, zum Heimpsychologen zu gehen, ist enorm hoch
für die Opfer. Viele befürchten, dass Täter und Heimleitung unter einer Decke stecken." Sexuelle Ausbeutung Eine
Jugendhilfeeinrichtung der evangelischen Diakonie im Landkreis Potsdam in den 90er Jahren: Abends fährt vor dem Haus ein Auto vor. Jungen aus dem Heim steigen ein. Sie werden erst am nächsten Morgen
zurückgebracht. Ein Mitarbeiter und ein Mann von außerhalb organisieren das schmutzige Geschäft. Die missbrauchten Minderjährigen schweigen - aus Scham. "Sie haben die Jungs einfach an Kunden verkauft", sagt der heutige
Vorstand des Diakonieverbunds Schweicheln, Rainer Kröger.
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Das Mädchenheim Weiher wurde von den Rummelberger Anstalten betrieben
, unter der Leitung von Bruder Buchta. Unterdrückung und Beschämung war die schwarze Pädagogik im Haus der immer Betenden, derer, die
sich die "Sündenlosen", die "Guten" nannten. Ich lernte schnell den Unterschied, dass hier die Gewalt
unter dem Deckmantel Jesu Christi ausgeübt wurde und ich Sünderin noch wertloser war als zu Hause. Züchtigungen, wie mir
erklärt wurde, waren notwendig für die Bildung eines besseren Charakters, damit man „Gottes würdig wird“. Alles war strengstens überwacht. Selbst beim morgendlichen Waschen mit kaltem Wasser waren
Erzieherinnen anwesend. Acht Mädchen standen nackt in einem kalten Waschraum und mussten alle Teile des Körpers waschen. Jede Bewegung mit dem Waschlappen wurde von lüsternen Blicken der Erzieherinnen
verfolgt. Manchmal fuhr die Hand einer Erzieherin über den Rücken, die dann mit süßlicher Stimme sagte: "Du hast was vergessen."
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Uta Ranke-Heinemann „Der Papst weint Krokodilstränen“ Die Theologin Uta Ranke-Heinemann erklärt im Interview mit FOCUS-Redakteur Matthias Kietzmann, wie die katholische Kirche die Justiz bei der
Aufklärung des Missbrauchsskandals behindert. FOCUS Online: Ihrer Ansicht nach trägt Papst Benedikt eine Mitschuld an diesen Skandalen. Warum das denn? Ranke-Heinemann: Nun, er hat eines von
zwei Geheimschreiben verfasst, die jeder Bischof in seinem Tresor liegen hat. Das erste stammt von Kardinal Ottaviani von 1962 und heißt: „Crimen Sollicitationis“ (Verführung zu sexuellen Handlungen).
Das zweite stammt von Kardinal Ratzinger aus dem Jahr 2001 und heißt: „De delictis gravioribus“ (Von den schwersten Verbrechen). Beide Geheimschreiben betonen die „ausschließliche Kompetenz des Vatikans“
in Pädophiliefällen. Gleichzeitig werden alle Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden, was zu einer totalen
Justizbehinderung für die staatlichen Gerichte führt.
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"Das ist eine genauso schwere Aufgabe wie die Abschaffung der
Folter" Christian Weisner von "Wir sind Kirche" über den Umgang mit Missbrauch
"Man kann Sexualität nicht unterdrücken, man kann sie nur gestalten." Offene Worte vor der heute beginnenden Frühjahrsversammlung der
Bischofskonferenz. Christian Weisner rüttelt am Gesprächstabu der Katholischen Kirche - und der Verjährungsfrist für Missbrauch.
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Wensierski: Katholische Kirche sollte Akten für Anwälte der
Missbrauchsopfer öffnen Buchautor und Journalist spricht sich für Einsetzung einer unabhängigen Kommission aus
Die Katholische Kirche müsse endlich die Akten für die Anwälte der Opfer öffnen, sagte Wensierski.
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Mißbrauchsfälle im Don-Bosco-Kinderheim Sonntag, 21. Februar 2010 Der erste Sturm hat sich noch nicht gelegt,
da kündigt sich der nächste an. Diesmal werden Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Angehörige des Salesianerordens laut. ... Bereits
im Zusammenhang mit dem Fall Jürgen Bartsch gerieten die Salesiander Ende der sechziger Jahre ins Zwielicht, denn das Erziehungsheim Marienhausen, wo Bartsch sexuelle Übergriffe erlebte, wurde auch von
diesem Orden geleitet. ... Die Verjährung des sexuellen Missbrauchs an Kindern muss fallen, damit die Täter nicht nach einigen Jahren sich in Sicherheit wiegen können. Hier steht Frau
Leutheusser-Schnarrenberger als Justizministerin in der Pflicht.
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Staatsanwaltschaft prüft Selbstmord Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Bamberger Domkapitular Otto M. weiten sich aus. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus
zufolge überprüft die Staatsanwaltschaft den Freitod eines ehemaligen Schülers von M. Er soll als Jugendlicher vom damaligen Direktor des Bamberger Knabenseminars "Ottonianum" missbraucht
worden sein. Ehemalige Mitschüler sagten dem Magazin, ihr Kamerad habe sich aus Verzweiflung darüber das Leben genommen.
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Schützen Sie uns, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, vor kirchlicher
Willkür Veröffentlicht am 23. Februar 2010 von olyly Der schmierige Skandal rund um sexuelle Missbräuche in katholischen
Einrichtungen weitet sich täglich aus. Täglich werden neue Taten und Tatorte bekannt. Zu allem Überfluss versteckt sich
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, FDP hinter der Verantwortlichkeit der Kirchen, ausgerechnet, und schwurbelt sich um die so nötige Strafverschärfung** herum. Und Justizministerin Beate Merk, CSU relativiert das geschehene Unrecht an den Betroffenen, indem sie Missbrauchsverharmlosern von Formaten wie Walter Mixa Schützenhilfe leistet.
Da können die Jesuiten- und Salesianerbrüder, Bischöfe und Kardinäle in ihren Gedenkgottesdiensten für die Opfer Regenbögen herbeizaubern, Weihwasser kochen, Hostien oder Kreuze doppelt falten, oder
eben tausende Teelichter anzünden: Jede Geste, jedes Wort des Bedauerns ist eines zuviel weil unglaubwürdig, geheuchelt und gelogen. Man hat bis heute ganz bewusst und mit System (siehe unten*)
die Fälle vertuscht und die Opfer durch Erpressung zum Schweigen gebracht, bedroht, Kindliches Vertrauen ausgenutzt, Schweigegelder gezahlt, Missbrauchte verhöhnt und vor Kirchengemeinden denunziert. Die
Reue der katholischen Kirche kommt absolut zu spät.
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22.02.2010 / Der Papst weint Krokodilstränen Hintergrund. Die
Geheimschreiben aus dem Vatikan und die Vertuschung der Pädophilieverbrechen Von Uta Ranke-Heinemann Nach den Mißbrauchsfällen in Irland wendet sich Bened Nach den Mißbrauchsfällen in Irland wendet sich Benedikt XVI. auf
einer außerordentlichen Zusammenkunft mit einigen ermahnenden Worten an die irischen Bischöfe (Vatikan, 15.2.2010) Im Moment werden wir mit einer Welle von Pädophiliefällen in der
katholischen Kirche konfrontiert. Warum in der katholischen Kirche?
Sind Protestanten weniger pädophil veranlagt als Katholiken? Neigen
Homosexuelle mehr zur Pädophilie als Heterosexuelle? Die Zusammenhänge kann man nur verstehen nach einem kurzen historischen Überblick.
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Ultimative Unverschämtheit In einem beispiellosen Vorgang hat der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch,
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ein Ultimatum von 24 Stunden gestellt, Behauptungen über eine mangelnde Kooperation der Katholischen Kirche mit den
Strafverfolgungsbehörden beim Verdacht auf Missbrauchsfälle zurückzunehmen. Die Bundesjustizministerin hatte am Montag Abend (22.02.2010) in
den Tagesthemen gesagt, es sei bisher nicht der Eindruck da, dass die Verantwortlichen der Katholischen Kirche auch bei Verdachtsfällen
konstruktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Ein aktives Interesse an rückhaltloser und lückenloser Aufklärung sei bisher
leider nicht ersichtlich. Sie erwarte, dass die Verantwortlichen der Katholischen Kirche endlich konstruktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, Hinweise geben, mit aufklären.
„Maßlose Polemik“? „Undifferenziert und emotional“?
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Staatsanwalt empört über Bistumsleitung Von Robert Esser | 10.02.2010, 09:55 Oberstaatsanwalt Robert Deller kritisierte am Dienstag vehement, dass die Bistumsleitung Verdachtsmomente bei
Kindesmissbrauch durch Geistliche auf eigene Faust zu klären versuche, indem man Beschuldigte und Opfer befrage. «Es kann doch nicht angehen, dass sich potenzielle Opfer Personen anvertrauen sollen,
die quasi dem Lager möglicher Täter angehören», sagte Deller. «Hier sind Gespräche mit dem Bistum und Herrn Winden überfällig. Ich hätte erwartet, dass man uns in solchen Fällen informiert.» Deller empfiehlt Opfern, Zeugen und Tätern, die Selbstanzeige erstatten wollen, sich direkt an die Anklagebehörde, das Kommissariat 12
der Aachener Polizei (0241/957731201) oder an Hilfsorganisationen wie die Psycho-Soziale Beratungsstelle «Basta» in Düren (0151/52571690) zu wenden.
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Essen. „Der liebe Gott hat uns vergessen“ „... Er fing an, mich zu befummeln und zog sich dabei aus. Ich war erschrocken, da ich zuvor sowas nicht kannte. Ich musste ihn anfassen, dann
lag er auf mir. Ich schrie, aber er hielt mir den Mund zu...” Das wiederholte sich immer wieder.
Züchtigungen und Erniedrigungen waren im Franz Sales Haus in jener
Zeit offenbar kein Einzelfall: „Sie schlugen einfach drauflos. Es war ihnen egal, wo sie mich trafen. Auch die anderen Kinder mussten mich
schlagen. Die Nonnen schauten dabei zu und lachten. Ich wurde so feste geschlagen, dass ich einen epileptischen Anfall bekam. Die Nonnen und
die Kinder sagten: ‘Guck mal, die hat die Tollwut.’ Und jeder lachte.“
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24. Februar 2010, 18:07 Strafanzeige gegen Zollitsch und Lehmann
Im Streit um die Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen hat der Anwalt eines möglichen Opfers Strafanzeige gegen
Erzbischof Zollitsch und Kardinal Lehmann, gestellt – Der Anwalt tritt seit Jahren als Rechtsvertreter für UniversellesLeben auf.
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Bundesweite Rufnummer - der Organisation "Wir sind Kirche" - für Opfer sexueller Gewalt durch Priester Solange die
deutschen Bistümer der Forderung nach Einrichtung unabhängiger Beratungsstellen immer noch nicht nachkommen, hält “Wir sind Kirche” weiterhin das im Jahr 2002 eingerichtete Notruf-Telefon für Opfer
sexueller Gewalt durch Priester und Ordensleute bereit: bundesweite Rufnummer 0180-30 00 86 2 zu 9 ct pro Minute oder Email an zypresse@wir-sind-kirche.de.
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„Einen nannten wir nur den ‘Cowboy’” Michael Horstkötter hat auch sexuellen Missbrauch durch Erzieher erlebt. „Einen nannten wir nur den ‘Cowboy’. Er holte sich die Jungen,
und die mussten ihn dann mit der Hand und mit dem Mund befriedigen.” Horstkötter berichtet davon, dass er sich mit seinen Schilderungen damals an Nonnen, einen Weihbischof, den
Landschaftsverband Rheinland als Heimaufsicht und sogar an den Bischof von Essen gewandt hat. Das Ergebnis? Horstkötter erinnert sich daran, dass eine Pflegerin und ein Pfleger
plötzlich verschwunden waren. „Es wurde alles vertuscht”, sagt er. „Und der Bischof hat mir gesagt, ich solle viel beten und Sport treiben. Dann würde ich das alles vergessen.”
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Misshandlungs-Skandal : Ehemalige Heimkinder klagen gegen das
Essener Franz Sales Haus und den Landschaftsverband Rheinland
„Wir wollen eine öffentliche Anerkennung unseres Leidens und
eine Entschädigung“, sagte Rolf-Michael Decker der NRZ. Er war als Zwölfjähriger von Nonnen eingesperrt und von einem Betreuer vergewaltigt worden. Decker will auch den Landschaftsverband
Rheinland (LVR) verklagen. Er ist für die Aufsicht in den Heimen zuständig. „Die hätten was merken müssen“, sagt Decker. Tatsächlich finden sich in LVR-Akten Hinweise auf Schläge in dem Essener Heim,
denen auch nachgegangen wurde.
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Donnerstag, 25. Februar 2010 Sexueller Kindesmissbrauch:
"Eine rechtsstaatliche Gesellschaft ist ...auch eine vergebende" "Eine rechtsstaatliche Gesellschaft ist nicht nur
eine strafende, sondern auch eine vergebende" "...Das ist keine christliche Politik, sondern fundamentalistische Rachsucht."
Jerzy Montag, rechtspolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen im Bundestag
Kommentar von EMaK: Nein Herr Montag es ist keine fundamentalistische Rachsucht. Kennen Sie die Menschenrechte? Es wir höchste Zeit, dass diese abartigen Taten
von sexuellen Misshandlungen der Vergangenheit endlich Rechtssprechung finden. Herr Montag bei Ihrer Aussage erwacht das Gefühl von: Täterschutz Erniedrigung der Opfer und
politische Schadensminderung. Wir, die Opfer, weigern uns als „collateral damage“ betrachtet zu werden. Sieglinde Alexander
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Blick auf brutale Erziehungsmethoden in Heimen Wissenschaftler der Universität Göttingen sollen im Auftrag des niedersächsischen Sozialministeriums die Schicksale der Heimkinder in Niedersachsen
zwischen 1949 und 1975 erforschen. ... Das Forschungsprojekt werde geleitet von der Sozialwissenschaftlerin Prof. Margret Kraul und dem Historiker Prof. Dirk Schumann von der Universität Göttingen.
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Sexueller Missbrauch durch die Kirche in Heimen Ein Lied, das Peter Henselder geschrieben hat. Es werde bereits von Jugendlichen Musikern eingesungen, so Henselder. Er will versuchen, dass das Lied
auf der Demo [April 2010 in Berlin] vorgetragen werden kann. Die Kirchenaufnahmen hat er in dem Heim gemacht, wo der Missbrauch fünf Jahre lang stattfand. Das Heim, weiß Henselder, werde seit gestern
abgerissen, die Kirche bleibe aber stehen. Sie stehe unter Denkmalschutz.
Kommentar Musik und Text passen zueinander und unterstreichen die Thematik. Die Musik drückt Tränen und Leid
aus, der Text treibt die Tränen in die Augen derer, die sich mit dieser Thematik bisher nur oberflächlich auseinander gesetzt haben. Ich wünsche pethens51, dass seine Botschaft wachrüttelt. 27.02.2010
Helmut Jacob
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"Ich verwalte meinen Körper nur noch" Von Barbara Hans Er wurde von einem Priester gezeugt und wuchs in katholischen Erziehungsheimen auf: Statt christlicher Werte prägten Schläge
und sexueller Missbrauch den Alltag von Eckhard O. Mal vergriffen sich Geistliche an dem Jungen, mal Angestellte der Kirche - und bis heute schweigen sie dazu.
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Diskussion mit Prof. Kappeler über die aktuellen sexuellen
Übergriffe durch die Kirche und über die Situation der Kinderheime in Deutschland (Videos)
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Streit über Verjährungsfrist 2 Von Franziska Schubert Ausgelöst durch die Debatte um Missbrauchsfälle in der Kirche, die
erst nach 30 oder mehr Jahren aufgedeckt wurden, fordert der saarländische SPD-Chef Heiko Maas, die Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten komplett abzuschaffen. ...
Als "billigen Populismus" bezeichnet Jerzy Montag, rechtspolitischer Sprecher der Grünen, die Vorschläge seiner Kollegen. ..."Dass die
Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche erst nach so langer Zeit bekannt werden, liegt daran, dass die Verantwortlichen die Täter deckten, obwohl sie Bescheid wussten."
Als unverhältnismäßig bezeichnete es der Rechtsexperte der Grünen, beispielsweise einen 75-jährigen Täter für Vorfälle zu bestrafen, die 30 oder 40 Jahre zurückliegen. http://
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Erklärung der Bischofskonferenz zu Missbrauchsfällen unzulänglich Presseerklärung des VEH e.V. Einer Kritik an der Erklärung der Bischofskonferenz muss vorangestellt
werden, dass sehr wohl anerkannt wird, dass die Kirche einen neuen Umgang auch mit der Vergangenheit einzuleiten wünscht. Es werden massgebliche Schritte zu Aufarbeitung und Prävention gesetzt.
Schuldeingeständnisse und eine nicht zu unterschätzende Entschuldigung werden abgegeben. Leider erfolgte dies nicht als Antwort auf Forderungen, die seit Jahren aus dem Kreis der Opfer
gestellt wurden, sondern erst als eine Antwort auf Grund des massiven öffentlichen Druckes unausweichlich wurde. Seit Jahren fordert der
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., fordern Opfer dies nun unter öffentlichen Druck abgegebenen Erklärungen. Dies wurde noch in 2009 auf arrogante Art und Weise abgetan.
Die Erkenntnis des Wandels erfolgt also nicht aus Einsicht , sondern mehr aus Unvermeidbarkeit. Mag die Erklärung der Bischofskonferenz für die zu beschwichtigende
Öffentlichkeit ausreichend sein, für den Kreis der Opfer und Betroffenen sind weiterhin massive Defizite erkennbar:
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Kritik an Abschlussdokument zu Missbrauch Die Berliner Anwältin Ursula Raue, vom deutschen Jesuitenorden mit Aufklärung der Missbrauchsfälle betraut, kritisiert das Dokument der
deutschen Bischöfe zum Thema in drei Punkten. Es wurde am Donnerstag zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Freiburg vorgestellt. Im Gespräch mit Anne
Preckel erläutert Raue ihre Kritik.
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Justizministerin will Rechte von Missbrauchsopfern stärken Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat mehr Rechte für die Opfer sexuellen Missbrauchs gefordert. Bisher
verjährten deren Entschädigungsansprüche meist schon drei Jahre nach dem 21. Geburtstag des Opfers, sagte die Justizministerin der "Berliner
Zeitung". "Das ist oft zu kurz." Anders als bei strafrechtlichen Verjährungsfristen, stehe sie deshalb einer Verlängerung der
zivilrechtlichen Verjährungsfristen positiv gegenüber. Da die aktuell diskutierten Missbrauchsfälle schon Jahrzehnte zurücklägen, solle sich
der von ihr geforderte Runde Tisch auf Zahlungen einigen - als "Zeichen an die Opfer”
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Viel mehr Missbrauchsopfer als angenommen Der Verein ehemaliger Heimkinder geht davon aus, dass viel mehr Kinder und Jugendliche in katholischen Einrichtungen sexuell
missbraucht worden sind als bislang angenommen. Rund 70 Prozent der 450 Mitglieder wurden nach Einschätzung der Vereinsvorsitzenden Monika Tschapek-Güntner in der Kindheit und
Jugend in Heimen missbraucht. Tschapek-Güntner bestätigte damit am Dienstag einen Bericht der «Berliner Zeitung». Der Missbrauch reiche
bis zur Vergewaltigung. Der Großteil ihrer Vereinsmitglieder - rund 80 Prozent - sei in katholischen Heimen aufgewachsen.
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Auch im früheren Kinderheim "Kloster Lehmen" an der Mosel
soll es sexuelle Übergriffe gegeben haben.
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Sinéad O'Connor kämpft gegen sexuellen Missbrauch IIn der Debatte um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche ergreifen jetzt auch europäische Kultur-Prominente das Wort. Die
irische Sängerin Sinéad O'Connor appelliert an Deutschland: Man dürfe nicht der Kirche die Aufklärung dieser Missbrauchsfälle überlassen. Online seit: 01.03.10
Verfügbar bis: 30.08.2010 | 10.32 Uh
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Neue Verdachtsfälle in Bayern und Sachsen Indes sind in neue Verdachtsfälle in Bayern und Sachsen bekannt geworden: Im katholischen Internat des Maristenordens im bayrischen Mindelheim ist der
ehemalige Leiter unter Verdacht geraten. Vertreter des Ordens bestätigten der "Augsburger Allgemeinen", der langjährige Leiter des Knabeninternats sei im August 2007 nach Anzeigen zweier
Internatsschüler von seinem Posten abberufen und versetzt worden. Auch die Staatsanwaltschaft Memmingen habe den Fall bestätigt. Nach deren Angaben wurde der Ordensmann zu einer Freiheitsstrafe von zehn
Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Tat selbst habe sich im Jahr 2004 zugetragen, schreibt das Blatt.
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In den Fängen der Fürsorge: ZDF-Dokumentation über das Schicksal von
Heimkindern der 60er Jahre Mainz (ots) - Ein düsteres Kapitel deutscher Erziehung beleuchtet die Dokumentation "In den Fängen
der Fürsorge", die das ZDF am Mittwoch, 4. Juni 2008, 0.30 Uhr ausstrahlt. Die Autorinnen Sibylle Bassler und Angelica Fell gehen dem Schicksal von Heimkindern der 60er Jahre und der Frage nach, ob
diese Heimzöglinge als Opfer anerkannt werden und mit einer finanziellen Wiedergutmachung nach dem Opferentschädigungsgesetz rechnen können. Die heute 47-jährige Carola Koszinoffski wuchs von 1961
bis 1974 im Kinderheim St. Josef im rheinischen Eschweiler auf. Als Neunjährige wurde sie von einer Ordensschwester nachts aus dem Bett geholt und musste im Garten ihr Grab ausschaufeln - die Schwester
hielt dies für eine geeignete Erziehungsmaßnahme.
Und das war nicht die einzige Einschüchterung und Quälerei: Es gab Psychoterror, Schläge, stundenlanges Einsperren im Keller. Auch die Regeln der Schwestern des Ordens "Arme Dienstmägde Jesu Christi" sprechen ihre eigene Sprache: Wecken um fünf Uhr, Putzen noch vor der Schule, ab 17 Uhr Trinkverbot, Toilettenbesuch nur zu festgesetzten Zeiten. 34 Jahre später besucht Carola Koszinoffski zusammen mit den Autorinnen den Ort, der ihr ganzes Leben nachhaltig prägte - ihren Beruf als Erzieherin musste sie aufgrund von Panikattacken und Depressionen vor acht Jahren aufgeben.
Film-Fund siehe Link
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Missbrauch und Schläge
"Hermetisches Schweigen und Wegsehen" Im Klosterinternat Ettal "wurde systematisch misshandelt": Zu dieser
Einschätzung kommt der Sonderermittler, der Münchner Jurist Thomas Pfister. Bisher hätten sich rund 100 Opfer gemeldet. Sie wurden von diversen Patres zum Teil brutal verprügelt. Dazu kommen einzelne
Fälle sexuellen Missbrauchs.
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Missbrauch beim Knabenchor Konkreter Verdacht bestätigt Die Missbrauchsvorwürfe bei den weltberühmten Regensburger Domspatzen erhärten sich: Es gebe einen konkreten Verdacht gegen zwei frühere leitende
Geistliche des Knabenchors, teilte das Bistum Regensburg mit.
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Sex-Skandal im Vatikan Der Vatikan steht im Mittelpunkt eines peinlichen Skandals: Ein Chorsänger aus dem Petersdom soll männliche Prostituierte vermittelt haben. Zu seinen
Klienten gehörte offenbar auch ein hoher Staatsbeamter, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt XVI. bewegte. "Im Vergleich zu dem bin ich bloß normal ausgestattet, er hat einen
unglaublichen Körper. Ab zehn Uhr hat er Zeit, er ist ein Freund von mir und tut, was ich ihm sage." Solche Mitschnitte aus Telefonaten, aus sehr delikaten Telefonaten, haben dem Vatikan einen
deftigen Skandal um Sex und Prostitution beschert.
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Deutsche glauben der Kirche nicht Nach dem Skandal um Missbrauchsfälle befindet sich die katholische Kirche in Deutschland in einer tiefen Vertrauenskrise. Nicht einmal ein
Drittel der Deutschen (30,3 Prozent) halten die katholische Kirche für ehrlich,
wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Omni Quest unter 1000 Personen für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ ergab. Ähnlich geringes Zutrauen in die Kirche haben die Bürger in Sachen Lebensnähe (29,9 Prozent) und Glaubwürdigkeit (32,8 Prozent).
http://www.focus.de/politik/deutschland/umfrage-deutsche-glauben-der-kirche-nicht_aid
_484905.html
Missbrauch an der
Odenwaldschule: "Ich kann nicht sagen, was da noch kommt" "Die Odenwaldschule - ein zweites Zuhause". So
wirbt das Internat auf seiner Website. Statt eines zweiten Zuhauses erlebten dort etliche Schüler die Hölle. ... Schulleiterin fordert Rücktritt des Vorstands "Ich bin seit Oktober 2007 im
Amt und wusste von früherem Missbrauch", berichtet Kaufmann weiter. "Aber ich war davon ausgegangen, dass das Thema sozusagen erledigt ist." Nach einem Bericht der "Frankfurter
Rundschau" wurden die Übergriffe jahrelang vertuscht. Von 1971 bis 1985 könnte es bis zu 100 Opfer gegeben haben. http://www.stern.de/panorama/missbrauch-an-der-odenwaldschule-ich-kann-nicht-sage
n-was-da-noch-kommt-1548988.html
Die Vorwürfe
ehemaliger Schüler, die schon 1999 bestätigt wurden, richten sich gegen den ehemaligen Schulleiter und bekannten Reformpädagogen Gerold B. sowie drei weitere ehemalige Lehrer. Nach Aussagen ehemaliger Schüler, über die die Zeitung „Frankfurter Rundschau“ berichtete, sollen Missbrauchsopfer als „sexuelle Dienstleister“ für
ganze Wochenenden eingeteilt worden sein. http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E45D655EA 5E3342289871A470CDC32791~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Ehemalige Schüler berichteten der Zeitung davon, wie sie von
Lehrern regelmäßig durch das Streicheln der Genitalien geweckt, wie sie als „sexuelle Dienstleister“ für ganze Wochenenden eingeteilt und wie sie zu Oralverkehr gezwungen worden seien. Einzelne Pädagogen
hätten ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen. Lehrkräfte hätten Schutzbefohlene geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder beim gemeinschaftlichen Missbrauch eines Mädchens nicht
eingegriffen.
Auch der Missbrauchskandal bei den Regensburger Domspatzen hat größere Ausmaße als bisher bekannt.
Ein Betroffener aus dem Allgäu habe von grausamen Ritualen im Internat Etterzhausen berichtet, einer Vorschule für jüngere Schüler, aus dem sich Regenburgs Domspatzen rekrutierten. Dort habe Ende der
1950er Jahre der Direktor, ein katholischer Priester, härteste Strafen verhängt. So habe er oft auch in seinen Privaträumen ein „Nacktprügeln“ betrieben, bei dem sich die acht- bis neunjährigen Kinder
entblößen mussten und Schläge mit der Hand bekamen. Der Regisseur und Komponist Franz Wittenbrink, der bis 1967 im Regensburger Internat der Domspatzen lebte, sprach dem Bericht zufolge von einem
„ausgeklügelten System sadistischer Strafen verbunden mit sexueller Lust“, das dort bestanden habe. Der damalige Internatsdirektor habe sich „abends im Schlafsaal zwei, drei von uns Jungs ausgesucht, die
er in seine Wohnung mitnahm“. Dort habe es Rotwein gegeben und der Priester habe mit den Minderjährigen masturbiert. http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1410203/Sexuelle-Dienstleister-fuer-ganze
-Wochenenden.html
Missbrauchs-Vorwürfe gegen eine Nonne Sie arbeitete im katholischen Kinderheim der Berliner Hedwigschwestern. In der ZDF-Sendung
„Mona Lisa“ berichtet eine ehemalige Bewohnerin, dass sie in den 50er und 60er Jahren von der Nonne über Jahre hinweg missbraucht wurde.
Das heute 60-jährige Opfer spricht von ständigen
Berührungen im Intimbereich. Sie sollen begonnen haben, als sie gerade einmal acht Jahre alt war. „Man hört immer nur von den Priestern, dabei waren's doch die Nonnen genauso.“ http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/07/odenwaldschule-missbrauchsskandal/wie-viel
e-missbrauchsfaelle-kommen-noch-ans-licht.html http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,682219,00.html
EIN PATER BEICHTET SEINE SÜNDEN! Johannes Bauer (50) vom Kloster Ettal (Bayern) sagte vor Journalisten: „Ja, ich habe Kinder brutal körperlich misshandelt. Ich habe sie mit einem
Bügel verprügelt. Es tut mir leid.“ Bauer war von 1985 bis 1987 Lehrer am Kloster, arbeitet heute als Verwaltungsleiter. Einen Anlass, sein Amt niederzulegen, sieht er nicht: „Vergebung muss möglich
sein.“ http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/aktuell/2010/03/06/pater-johannes-bauer-be ichtet-seine-suenden/schueler-mit-dem-kleiderbuegel-misshandelt.html
Einzelne Pädagogen hätten ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen, schreibt die Zeitung weiter. Lehrkräfte hätten
Schutzbefohlene geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder beim gemeinschaftlichen Missbrauch eines Mädchens nicht eingegriffen. http://www.fr-online.de/top_news/2388381_Gemobbt-geschlagen-vergewaltigt.html Erste Vorwürfe gegen den langjährigen Rektor Gerold Becker, der die OSO von 1971 bis 1985 leitete, waren der Zeitung zufolge vor gut zehn
Jahren publik geworden. Seinerzeit berichteten ehemalige Schüler von massiven Übergriffen Beckers gegen 13-Jährige. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/missbrauch-internat-hessen
Der Ex-Lehrer Salman Ansari, der als einer der wenigen offen mit
der FR geredet hatte, wurde vom damaligen Vorstandsmitglied und langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Conradi rüde abgekanzelt: "Nur dumme Lehrer sprechen mit Journalisten." ... Drei Altschüler werfen Hartmut von Hentig, dem Nestor der deutschen Reformpädagogik, vor, den Missbrauch gedeckt zu haben. In einem
Brief vom 19. Februar 2010 an alle OSO-Gremien schreiben sie: "Hartmut von Hentig ist nicht nur der langjährige Lebensgefährte von Gerold Becker, er war auch durch seine häufigen Besuche in der OSO
mit den Umgangsformen in Beckers ,Familie‘ vertraut." Hentig selbst sagte der FR: "Das ist grotesk." Becker habe sich "dadurch ausgezeichnet, dass er immer sehr offen Mädchen und
Jungen bei sich ein- und ausgehen ließ". Mehr habe er "natürlich nicht mitbekommen". http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=2388381&em_cnt_page=2
Nach den ersten Gesprächen, die ehemalige Schüler mit Vertretern der Schule im Frühjahr 2009 geführt hatten, tat sich zunächst nicht
viel. In einem Brief an die Schulleitung vom 19. Februar 2009 äußerten die ehemaligen Schüler: "Unsere Geduld ist
erschöpft." Ein ehemaliger Lehrer äußerte ebenfalls Enttäuschung über die Art der Aufarbeitung der Vorkommnisse: "Der Schule ging es immer nur um ihren schönen Ruf. So ist es bis heute."
Die Ehemaligen ließen jedoch nicht locker und setzten die Schule weiter unter Druck - bis hin zu einem Ultimatum, in der eine vollständige und offene Aufklärung der Vorkommnisse gefordert wurde.
Am 1. März fand sich der Schulvorstand zu einer ersten Stellungnahme bereit, die eine Art Entschuldigung enthält: "Wir bitten auch um Verzeihung für die lange Zeit, die es gedauert hat, bis Ihre
Verletzungen in der Schule wirklich wahrgenommen und anerkannt wurden." (zitiert laut FR) http://archiv.c6-magazin.de/06/news/recht_in_deutschland/003356.php
Die Vorgänge wurden jahrelang totgeschwiegen. Als sie 1999 erstmals an die Öffentlichkeit kamen, waren sie verjährt. Insgesamt vier Lehrkräfte, darunter der damalige Schulleiter, sollen in den Skandal verstrickt sein. Sie sind abgetaucht und hinterlassen der renommierten Schule im hundertsten Jahr ihres Bestehens ein noch nicht absehbares Desaster. ...
Die Jubiläumsfeier am 17. April wird anders ausfallen als geplant. ,,Wir können dieses Thema nicht aussparen". http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Missbrauchsskandal-i
n-der-Odenwaldschule;art1245,710913
«Es war ein geschlossenes System» Leiterin der Odenwaldschule geht in die Offensive - Opfer berichten von sexuellen Übergriffen
«Es kann sein, dass in der Festschrift eine weiße Seite erscheint», sagte Kaufmann am Sonntag. Eine Überschrift trage das leere Blatt jedoch. «So sieht die Aufarbeitung aus Sicht der Opfer aus», schwebt
Kaufmann als Titel vor. Ob die Jubiläumsbroschüre am Ende doch über dieses dunkle Kapitel in der Geschichte der Schule berichten wird, entscheidet sich derzeit in einem Machtkampf zwischen Kaufmann und
dem Schulvorstand. «Das Nest war früher selbstständig, daher nennen wir die Odenwaldschule bis heute OSO», erzählt TV-Moderatorin Amelie Fried, die 1975 ihr Abitur in dem idyllisch gelegenen Flecken
im Südosten Darmstadts ablegte. Fried engagiert sich seit Jahren im OSO-Altschülerverein und gehört zu den prominentesten Kritikern des Schulvorstandes, dem sie vorwirft, die vollständige Aufarbeitung
der Vorfälle glattweg zu verhindern. ... Die Berichtszeit, sagt die Schulleiterin, reiche von 1970 bis 1982: «Es war ein geschlossenes System, und irgendwann musste es einen Schlag geben.»
Den hat sie mit ihrem Schritt in die Öffentlichkeit nun selbst geführt. Eine Jubiläumsfeier ohne restlose Aufklärung soll es nach ihrem Willen nicht geben. http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30293:les-war-ein
-geschlossenes-systemr&catid=22:allgemein&Itemid=59
Kein Tag vergeht ohne neue furchtbare Nachrichten aus deutschen Klöstern, Internaten und Eliteschulen. Hinter den Kirchenportalen und Mauern spielten
sich schreckliche Dramen ab. Kinderseelen wurden zerstört, die traumatischen Erlebnisse verfolgen die Menschen bis ins hohe Alter. Prügel und Folter, sadistische Lehrer und sexbesessene Mönche: Sie
trieben mit den hilflosen Kindern ihr Unwesen. http://www.mopo.de/2010/20100306/deutschland-welt/panorama/schueler_als_sex_skl
aven_gehalten.html
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kleiner Pressespiegel zum Thema Bitte Links anklicken
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Sexuelle Gewalt von Nonnen Missbraucht von Nonnen? Täglich werden neue Missbrauchsfälle publik. Jetzt sollen auch Ordensfrauen misshandelt haben. ML Mona Lisa berichtet über ehemalige Heimkinder, die von Nonnen
sexuell missbraucht worden sein sollen. http://www.monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,1020210,00.html Film www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/988306/Missbraucht-von-Nonnen%253F#/bei trag/video/988306/Missbraucht-von-Nonnen%3F Schwere Vorwürfe gegen Nonnen Opfer sexueller Gewalt fordern Aufklärung Kloster Ettal, Regensburger Domspatzen: Jeden Tag werden neue
Missbrauchsfälle publik. Den sexuellen Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen begehen, so scheint es, nur Männer. Doch auch Ordensfrauen sollen misshandelt haben. Margarete Böttcher war 16 Jahre lang im Heim der
Hedwigschwestern, einem Nonnenorden in Berlin. Erst jetzt, im Zuge der aktuellen Erkenntnisse, wagt sie es, ihre Geschichte zu erzählen. http://www.monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,8047457,00.html
ZDF: Woran liegt es, dass gerade Repräsentanten der Kirche, der höchsten moralischen Instanz, solche Verbrechen an Kindern begehen? Prof.
Kappeler: Es hängt mit den Strukturen zusammen, die den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Diese Strukturen bestehen primär darin, dass diese Kinder schutzlos Erwachsenen ausgeliefert
sind, die ihre sexuellen Bedürfnisse unter Ausnutzung der Zärtlichkeits- und Liebeswünsche dieser Kinder befriedigen. Das Zweite ist, dass diese Strukturen für die Kinder keine Möglichkeit beinhalten, nicht
beteiligten Personen von ihren schrecklichen Erfahrungen zu berichten. Es gibt keine Instanz, bei der sie sich hätten beschweren können und die ihnen geglaubt hätte. Und dann gehört zu diesen Strukturen natürlich
auch die Tabuisierung von Sexualität in kirchlichen Einrichtungen. Deswegen muss man auch sagen, sexuellen Missbrauch, sexuelle Gewalt gibt es natürlich in allen Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche
relativ schutzlos oder überhaupt erwachsenen Personen anvertraut und ausgeliefert sind. Dieser Missbrauch wird von Männern wie Frauen begangen. ZDF: Welche Auswirkungen hatten die Misshandlungen für das
spätere Leben der Opfer? Prof. Kappeler: Die Erfahrung von sexueller Gewalt und Übergriffen wird von jedem Mädchen und von jedem Jungen individuell verarbeitet und hat ganz unterschiedliche
Konsequenzen für das weitere Leben. Generell kann man natürlich sagen, dass wenn Jungen von Frauen sexuell missbraucht werden, es gravierende Folgen haben kann für ihr Verhältnis zum anderen Geschlecht und für die
Entwicklung ihrer sexuellen Identität. Und viele Frauen berichten, dass sie ein Leben lang große Schwierigkeiten in der sexuellen Hingabe gehabt haben, dass das ganze sexuelle Erleben mit Scham verbunden ist, dass
sie große Unsicherheit und Ängste haben. ZDF: ... und oft brechen die Opfer erst nach Jahrzehnten ihr Prof. Kappeler: Man muss davon ausgehen, dass die Traumatisierung durch sexuelle Gewalt in der
frühen Kindheit und in der Jugendzeit sehr stark abgekapselt wird und erst thematisiert werden kann, wenn Jahrzehnte vergangen sind. Daraus entsteht ja auch dieses Problem der Verjährungsfristen. Die
Verjährungsfristen bei sexueller Gewalt sind viel zu kurz. Ich schreibe gerade eine Stellungnahme zu einem Gutachten, wo es um den Antrag eines ehemaligen Heimkindes auf Opferentschädigung beim Versorgungsamt geht.
Dieses ehemalige Heimkind ist in seiner Kindheit von Nonnen in einem katholischen Heim sexuell missbraucht worden. Nun, mit Ende 50, fängt sie an zu reden. Diese Erinnerungen sind ihr jetzt präsent und trotzdem sind
alle Taten, die an ihr verübt worden sind, verjährt. http://www.monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,8046034,00.html
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Kindesmissbrauch Schröder und Schavan laden zu Rundem Tisch Nach den Missbrauchsskandalen der letzten Wochen wollen Familienministerin Schröder (CDU) und Bildungsministerin Schavan (CDU) nun handeln: Sie laden zum Runden
Tisch ein. Zu dem Gremium sollen Vertreter beider großer Kirchen, von Ländern und Kommunen sowie des Deutschen Lehrerverbands gehören. Angesichts der Missbrauchsskandale hat Bundesfamilienministerin Kristina
Schröder (CDU) zu einem Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch eingeladen. Wie das Ministerium in Berlin bekannt gab, soll das Gremium unter Beteiligung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zum ersten Mal
am 23. April tagen. http://www.welt.de/politik/deutschland/article6691181/Schroeder-und-Schavan-laden-zu-Rundem-
Tisch.html
Kirche und sexueller Missbrauch ''Mein Mut ist dahin'' 05.03.2010 Monika Preis ist Vertrauensperson in der "Initiative gegen Gewalt
und sexuellen Missbrauch an Kindern" - und fühlt sich bei ihrer Arbeit von der Kirche eingeschüchtert. SZ: Welche Missbrauchsvorwürfe sind Ihnen bekannt? Monika Preis: Ein Fall wurde mir gleich nach der
damaligen Verurteilung des Geistlichen zugetragen. Eine Haushälterin erhob Vorwürfe gegen ihren Pfarrer. Er soll mit ihrem Auto nach Tschechien auf den Straßenstrich gefahren sein und dort Buben aufgesucht haben,
außerdem soll er eine Art Ziehsohn gehabt haben, einen 16-jährigen Schüler, der bei ihm Tag und Nacht ein- und ausging. Auch im Schlafzimmer des Pfarrers. http://www.sueddeutsche.de/bayern/887/505093/text/
"Wird die Welt nun endlich hinhören, wenn ehemalige Heimkinder über die
Gewalt, die sie in kirchlichen Einrichtungen erlebten, berichten?" email an den Gruppensprecher: ... die katholische Kirche wird
von den vielen bislang gemeldeten Missbrauchsfällen geradezu erschlagen. Der Vatikan gerät immer mehr unter Erklärungszwang:
„Angesichts immer neuer Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche hat die
Basisbewegung Wir sind Kirche [http://de.wikipedia.org/wiki/Wir_sind_Kirche] Rechenschaft von Papst Benedikt XVI. verlangt. „Von 1977 bis 1981 war Joseph Ratzinger Bischof von München und Freising – er muss also die
Frage beantworten, was er damals gewusst hat und weshalb er wie gehandelt hat“, sagte Sprecher Christian Weisner der Nachrichtenagentur DAPD am Sonntag. Zuvor war bekanntgeworden, dass es auch bei den Regensburger
Domspatzen bis in die 60er Jahre hinein Missbrauchsfälle gegeben haben soll. zur email: Der Missbrauch schlägt zurück.doc Der Missbrauch schlägt zurück.pdf
Missbrauchsfälle in Kirche Das Schweigen der Männer 01. März 2010 Der letzte Schnee glänzt in der Mittagssonne,
als am Freitag die Kirchenglocken das Wochenende einläuten. Vor dem Kloster, das, umgeben von mächtigen Bergen, seit 1330 im schönen Ettal steht, warten kopfschüttelnde Frauen neben ihren Autos. Heftig diskutieren
sie die Ereignisse der vergangenen Tage, bis ihre Kinder endlich aus dem Klosterinternat stürzen. Ein Junge, vielleicht zwölf Jahre alt, umarmt sogleich die Mutter und sagt traurig: „Jetzt ist auch der Pater Maurus
nicht mehr da.“ Das wisse sie schon, sagt die Mutter, die in München dächten eben nicht an die Kinder. http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E94DEB8FE1DDC44
5FBE03D0C021A028E8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Am Dienstag den 9.3.2010 werden in Top-TV Live Fernsehsendung (von 18 Uhr bis 19 Uhr auf ALEX) die Ereignisse aus Wien analysiert. Mit dabei ist in der
Diskussion Kardinal Schönborn. Ein anderer Programmpunkt wird die Veranstaltung im österreichischen Paralament sein mit dem Titel: "Wir waren doch nur Kinder".
Als Gast ist die Autorin und ehemaliges Heimkind Marianne Döring eingeladen. http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/c4ZK0mU-BischofskonferenzWien
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"Extrem rüder Umgang" mit Kindern in Düsseldorfer Einrichtung
Misshandlungen bei der Diakonie? Mitarbeiter einer diakonischen Einrichtung in Düsseldorf stehen im Verdacht, ihre Schutzbefohlenen misshandelt
zu haben. Die Videos, auf denen die Misshandlungen festgehalten wurden, zeugen von einem "extrem rüden Umgang", so der ermittelnde Staatsanwalt. Die Vorwürfe richten sich gegen 17 Mitarbeiter der
"Educon", die Schulen für verhaltensauffällige und lern- und geistig behinderte Kinder betreibt. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Montag (08.03.10) erklärte, ermittele die Behörde
wegen Misshandlung Schutzbefohlener, Freiheitsberaubung und Nötigung unter anderem von autistischen Kindern. Damit bestätigte er einen Bericht der ARD-"Tagesschau" vom gleichen Tag.
Die Mitarbeiter stehen im Verdacht, die Kindern misshandelt, gefesselt und eingesperrt zu haben. http://www.wdr.de/themen/panorama/27/duesseldorf_diakonie/index.jhtml?rubrikenstyle=panoram a
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/09/aktuelle-stunde-misshandlungen.xml http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/09/westblick-educon.xml http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/09/morgenecho-missbrauch-jugendhilfe.xml
Sexueller Missbrauch: Das politisch-kirchliche Netzwerk funktioniert doch Fürs
Erste hat die junge Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ihre Kollegin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP ausgetrickst. Schröder ludt gestern zu einem großen Runden Tisch in Sachen sexuellem
Missbrauch ein. "Bereits im April", ließ sie verlauten. Das erscheint spät, dafür kam die Ankündigung flott. "Unter Beteiligung", hieß es, von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU).
Merkwürdig, die ist doch nicht zuständig.
Das wäre Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Doch die soll am 23. April nicht mit von der Partie sein. Sie hatte für einen kleinen Runden Tisch plädiert, allein mit der katholischen Kirche. Die aber will bei der Justizministerin nicht mitmachen; bei Schröder hat sie flugs zugesagt.
Die Kirchentaktik, erst mal abzwarten, ob nicht auch andere Dreck am Stecken haben und man nicht allein dasteht, ist voll aufgegangen.
Die Sache zieht Kreise und dem trägt der Schröder-Schavan-Tisch Rechnung. Aber nicht nur das. http://www.aerzteblatt.de/blogs/40354/Sexueller_Missbrauch_Das_politisch-kirchliche_Netzwerk_
funktioniert_doch.htm
Das Netzwerk lebt Brisant werden die Vorfälle, Ereignisse und Übergriffe aber erst mit dem Namen des Beschuldigten. Geleitet wurde die Odenwaldschule in den Jahren 1972-1985
nämlich von Gerold Becker, einem Intimus, Schützling und langjährigem Vertrauten von Hellmut Becker, jenem "Bildungsbecker" (U. Raulff), der den Diskurs, die Reformidee und die Geschichte der Bildung in
der Bundesrepublik durch seine kluge und geschickte Vernetzungspolitik maßgeblich mitbestimmt und mitverfasst hat. Nicht zu unrecht nannte Ulrich Raulff die Seilschaften, die Hellmut Becker heimlich um sich
gesponnen hatte, und zu dem neben dem Leiter der Reformschule vor allem auch Hartmut von Hentig gehört haben, "protestantische Mafia". Den bildungspolitischen Weg, der hierzulande eingeschlagen werden
sollte und zum großen Teil auch wurde, war geprägt vom Gedanken des "Landschulheims". Die Bundesrepublik, so die Idee der George-Jünger, sollte demnach in ein "Landerziehungsheim" umgewandelt
werden, weg von Noten, Ausfragen und Hierarchien, zurück zur "platonischen Höhle", zu den Idealen von Erziehung und Menschenbildung. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32212/1.html
Hildesheim/Wolfsburg - Nach dem sexuellen Missbrauch eines Jungen hat das
Bistum Hildesheim einen Wolfsburger Pfarrer vom Amt suspendiert. Seit einiger Zeit erschüttert der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche
auch die niedersächsische Diözese. Der Pfarrer in Wolfsburg, der dem Montfortaner-Orden angehört, gestand, vor mehr als 30 Jahren einen minderjährigen Jungen missbraucht zu haben. http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6685831/Bistum-suspendiert-Wolfsburger
-Pfarrer-nach-Missbrauch.html
Entschädigung für missbrauchte Heimkinder erwogen Die Heimaufsicht beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) will möglichst noch in diesem
Jahr über einen Entschädigungsfonds für missbrauchte Heimkinder entscheiden. Das teile ein LVR-Sprecher am Freitag (26.02.10) mit. Diese Überlegungen wurden durch Vorwürfe ausgelöst, wonach Bewohner des Essener
Franz-Sales-Hauses vergewaltigt und misshandelt worden sind. Dies betrifft Vorgänge in den 50er und 60er Jahren, die strafrechtlich inzwischen verjährt sind. Die Opfer haben deshalb schlechte Chancen, auf
gerichtlichem Wege Entschädigungen durchzusetzen. Das Franz-Sales-Haus ist eine katholische Einrichtung, untersteht aber nicht dem Ruhrbistum. http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/02/26/entschaedigung_fuer_missbrauchte_heimk
inder_erwogen.jhtml
Missbrauch am Franz-Sales-Haus? - MEDIATHEK regional - WDR.de Ein schwerer Gang für Michael Horstkötter. Zum ersten Mal nach 38 Jahren betritt der Essener wieder das Gelände des
Franz-Sales-Hauses. Auch wenn sich inzwischen viel verändert hat, erinnert ihn jeder Schritt an das Martyrium, das er hier als kleiner Junge erlitten hat. http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/02/23/lokalzeit-ruhr-missbrauchsopfer.xml
Missbrauch - ein Opfer erzählt - MEDIATHEK regional - WDR.de Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben
geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg. http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/08/aktuelle-stunde-missbrauchter-schueler.xm
l "Vage, unbestimmt, halbherzig" - MEDIATHEK - WDR.de Magdalena Bussmann, Theoligin und Mitglied der Kirchen-Volksbewegung "Wir sind Kirche", kritisiert die Beschlüsse der
deutschen Bischofskonferenz zum Thema Kindesmissbrauch in katholischen Einrichtungen. http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/02/26/morgenecho-bischofskonferenz.xml
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Georg Ratzinger bittet Opfer um Verzeihung Ratzinger gab auch zu, am Anfang seiner Zeit als Domkapellmeister selbst Ohrfeigen verteilt zu haben; er habe „eigentlich immer ein schlechtes Gewissen dabei
gehabt.“ Unterdessen klagen immer mehr ehemalige Schüler der Internatsvorschule der Domspatzen über schwere Misshandlungen in der Internatsvorschule der Domspatzen. Im Schuljahr 1981/1982 habe der Direktor,
ein Geistlicher, einen Buben mit einem Stuhl geschlagen, bis der Stuhl zerbrochen sei, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag. http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E07A8DE6584174E39
8E07F58F14D33ABB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Missbrauchs-Skandale Ministerien ringen um Runden Tisch Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen
Einrichtungen streiten Justizministerium und Familienministerium um die Durchführung eines Runden Tisches. Weitere Fälle kommen an die Öffentlichkeit. Das FDP-geführte Bundesjustizministerium beharrt im
Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen auf einem eigenen Runden Tisch. Das von den CDU-Ministerinnen Kristina Schröder und Annette Schavan einberufene Gremium ersetze nicht das Vorhaben des
Justizministeriums zu einem Runden Tisch mit Vertretern der Kirche und den Betroffenen, um die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten, ... In dieser Runde müsse geklärt werden, ob die Opfer eine finanzielle Entschädigung
erhalten. http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ministerien-ringen-um-runden-tisch/
Missbrauch: Immer mehr Opfer melden sich 10.03.2010 Bei den kirchlichen Ombudsstellen haben sich heuer bereits 30 Opfer gemeldet - doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Auch in Deutschland und in den
Niederlanden häufen sich die Vorwürfe. Prälat Karl Jüsten vom Kommissariat der deutschen Bischöfe verteidigte die Aufklärungsarbeit der katholischen Kirche. Es werde "sehr radikal aufgeklärt", zeigte
sich Jüsten im ZDF-Morgenmagazin überzeugt. Mit Blick auf die Kritik von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger an der Aufklärungsarbeit der Kirche sagte er: "Ich glaube, sie hat keine Ahnung. Das ist so,
zumindest aus heutiger Sicht, falsch." Leutheusser-Schnarrenberger hatte der Kirche unter anderem eine unzureichende Zusammenarbeit mit den staatlichen Ermittlungsbehörden vorgeworfen. Auch bei der
katholischen Kirche in den Niederlanden sind innerhalb weniger Tage mehrere hundert Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Geistliche eingegangen. Seit Monatsbeginn hätten sich 350 mutmaßliche Opfer an die
Organisation Hulp en Recht (Hilfe und Recht) gewandt, ... http://diepresse.com/home/panorama/religion/545439/index.do?direct=544836&_vl_backlink=/ho me/index.do&selChannel=118
Kirche droht größte Austrittswelle seit Jahren Die Diözesen befürchten, dass es nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen zu Massenaustritten kommt. Im März könnte sich bei den Austritten das
„dramatische“ Ergebnis des März 2009 wiederholen– oder die Bilanz sogar noch schlechter ausfallen, so der Tenor. Damals waren Massen ausgetreten, weil Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof in Linz nominiert worden
war – er hatte unter anderem Homosexualität als „heilbare“ Krankheit bezeichnet. http://diepresse.com/home/panorama/545600/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/544836/in dex.do&direct=544836
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"Wen ich erwische, der gehört mir", sagte der Kaplan, und erwischt hat er dann Benedikt, damals zwölf Jahre alt, und spätestens, als die Hand des Kaplans in seiner Hose war, wusste Benedikt,
dass es kein Spiel mehr war. Danach sollten sich dann die beiden Geschwister verstecken, während der Kaplan und Benedikt im Nebenzimmer warteten, und kaum waren Bruder und Schwester außer Sichtweite, umarmte der
Kaplan Benedikt von hinten, verlangte, dass er die Hose herunterziehe, bedrängte ihn. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682701,00.html
„Der Erzieher kam ans Bett“ In der Zeitung berichtet der Mann, ein Erzieher sei nachts
an sein Bett gekommen. Die „Frankfurter Rundschau“ wörtlich: „Der Erzieher stand da mit der Taschenlampe und hat an meinem Pimmel herumgespielt. Ich hatte Todesangst.“ Dann habe sich der Erzieher neben ihn auf den
Boden gelegt und „sich einen runtergeholt“. Das sei kein Einzelfall gewesen. Auch Erzieherinnen hätten sich an den Jungen vergriffen, die Opfer hätten den ganzen Tag in der Kapelle knien und Abbitte leisten müssen.
Zudem habe es Ohrfeigen gegeben, dass der Kopf der Kinder an die Tafel gekracht sei. http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7404468.de.htm
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Druck auf den schweigenden Papst wächst Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtete, Missbrauch bei den weltbekannten Regensburger Domspatzen, die Papst-Bruder Georg Ratzinger von 1964 bis 1994
leitete, habe es bis in die 90er Jahre hinein gegeben. Bisher ging es dort um Vorwürfe aus den 50er und 60er Jahren. Ein Ex-Schüler sagte, er sei in dem Internat bis 1992 von älteren Schülern vergewaltigt worden. In
der Wohnung eines Präfekten sei es zu Verkehr zwischen Schülern gekommen. Georg Ratzinger habe er als «extrem cholerisch und jähzornig» erlebt. Vor ein paar Tagen hatte Georg Ratzinger gesagt, von sexuellem
Missbrauch nichts mitbekommen zu haben. Er bereute, früher geschlagen zu haben. ... Die Schriftstellerin Amelie Fried (51), Ex-Schülerin des wegen Missbrauchs ins Kreuzfeuer geratenen Reforminternats
Odenwaldschule, forderte in der «FAZ» den früheren Schulleiter Gerold Becker (73) auf, nicht mehr zu schweigen und sich bei Opfern zu entschuldigen. Sie berichtete unter anderem vom Zwang zum Strip-Poker in dem
Internat. Beckers Lebensgefährte, der renommierte Pädagoge Hartmut von Hentig (84), hatte der «SZ» vom Freitag gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass Becker je den Willen eines Kindes brach. Ein anderer
Ex-Schüler der Odenwaldschule in Heppenheim verlangt laut «Frankfurter Rundschau» etwa 80 000 Euro Schadenersatz. Dies entspreche drei Jahresbeiträgen der Schule. Damit würde die Schule «ihre Verantwortung und ihre
Schuld eingestehen». http://www.stern.de/panorama/druck-auf-den-schweigenden-papst-waechst-1550581.html Ich müsste mich daran erinnern, dass Freunde von mir Andeutungen und Witze über die Vorliebe des Direktors Gerold Becker für kleine Jungs machten, und andere
ergänzten, das sei nicht nur bei ihm so, auch der Musiklehrer stehe auf Knaben. Dass immer wieder Sprüche von der „Hand unter der Bettdecke“ kursierten, mit der die Jungs morgens angeblich geweckt würden. Und ich
müsste mich immer und immer wieder fragen, warum all das nicht dazu geführt hat, dass einer von uns sich jemandem anvertraut hat. ... Jetzt wird allen Ernstes gefragt, warum die Betroffenen sich nicht einfach
gewehrt oder wenigstens früher zu Wort gemeldet hätten. Wenn ich meine Gefühle bezüglich der Strip-Poker-Runden hochrechne, dann ahne ich, was wirkliche Missbrauchsopfer empfinden müssen. Es ist eine unendliche
Demütigung, Opfer zu sein, es ist verbunden mit Scham- und Schuldgefühlen, die sich vermutlich niemand vorstellen kann, der es nicht am eigenen Leib erlebt hat. Es können Jahrzehnte vergehen, bis die Betroffenen den
Gedanken an ein solches Trauma überhaupt zulassen und sich jemandem anvertrauen können. http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E6647558913184B628
A9D0245FBCCA73B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Hartmut von Hentig - Demontage eines Denkmals Viele hatten auf ein Wort der Klärung gehofft, seitdem sich die Vorwürfe gegen von Hentigs
Lebensgefährten Gerold Becker wegen Schülermissbrauchs häufen. Geklärt ist seit Hentigs Aussagen in der Süddeutschen Zeitung vom Freitag jedoch nur, auf welcher Seite der gefeierte Pädagoge steht. Die der Opfer ist
es nicht. Wenn überhaupt, sagte Hentig der SZ, dann könnte mal ein Schüler den Lehrer Becker verführt haben. http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/sexueller_missbauch/2415724_Hartmut-vo
n-Hentig-Demontage-eines-Denkmals.html
Odenwaldschule: bereits 33 Missbrauchsopfer Ober-Hambach, 11.03.10: Die Leiterin der Odenwaldschule, Margarita Kaufmann, gab am Donnerstag
Details zu sexuellen Übergriffen bekannt und bat die Opfer um Vergebung. Die Schule hat inzwischen Kenntnis von 33 Ex-Schülern, die missbraucht wurden. ... Becker-Opfer fordert Schadenersatz Die Summe
beläuft sich auf 79.200 Euro. Der Betrag habe für seinen Mandanten nur eine "symbolische Bedeutung", sagte Kahl der FR. Durch die Zahlung aber würde die Schule "ihre Verantwortung und ihre Schuld
eingestehen". http://www.fr-online.de/osovideo/
Bischof Ackermann: Missbrauchsopfer wollen keine Entschädigung Trier (epd). Der Beauftragte für Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, Stephan Ackermann, geht nicht davon aus, dass die Missbrauchsopfer
finanzielle Entschädigung verlangen. "Sie wollen über ihr Schicksal sprechen", sagte der Trierer Bischof in einem epd-Gespräch in Trier. Den Opfern sei vor allem wichtig sicherzustellen, dass "die
Kirche" ihre Geschichte erfahre. Die katholische Kirche werde aber für die Kosten möglicher therapeutischer Hilfe aufkommen, versprach Ackermann. Alle Einzelfälle würden geprüft. http://www.epd.de/west_index_72560.html
In privater Sache:
Protestbrief an den Bischof
Grob irreführend: nur 300 Fälle von Pädophilie Derzeit ist bei mehreren Quellen (z.B. bei SPIEGEL ONLINE und FOCUS ONLINE) zu lesen, beim
Vatikan seien in den letzten neun Jahren “nur” 300 Fälle von Pädophilie bearbeitet worden. Zu den 300 Fällen mit vorpubertären Kindern kommen aber noch 1.800 Fälle mit pubertären Jungen. Und mit “Fall” sind hier
Priester gemeint – die Zahl der Opfer dürfte damit noch deutlich höher liegen! Die Angaben stammen aus einem Interview mit Charles Scicluna, einem Vertreter der päpstlichen Glaubenskongregation. Den Wortlaut des
Interviews auf Deutsch gibt es bei Radio Vatikan. http://skydaddy.wordpress.com/2010/03/14/grob-irrefuhrend-300-falle-von-padophilie/
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Wer meint, er könne die Klagen der ehemaligen Heimkinder auf die lange Bank
schieben, lese doch einmal wieder nach bei Matthäus 25; 31 – 46. http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/03/13/offentlicher-busaufruf-an-die-kirchen-in-deutschlan
d-kommentare/ http://www.predigten.de/stelle.php3?buch=50&kap=25&von=31&bis=46&von2=0&bis2=0
Hier gibt es immer die neuesten Nachrichten von T.O.P. - Medien Berlin http://www.top-medien-berlin.de/ Eine mindestens 14 teilige Sendereihe zum Thema Kinder in Diskussion http://ehemalige-heimkinder-info.foren-city.de/topic,62,-kinder-in-diskussion-von-peter-henselder.ht ml
Das Protokoll der Schande 14.03.2010 - 16:27 UHR Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue Missbrauchsfälle an kirchlichen Einrichtungen und Elite-Internaten gemeldet werden. Immer mehr
Opfer beenden ihr jahrelanges Schweigen. Auch Prominente melden sich zu Wort. BILD.de zeigt die Fälle der letzten Woche – DAS PROTOKOLL DER SCHANDE! http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/14/missbrauch-kirche-schule-opfer/odenwaldschule-domsp
atzen-protokoll-der-schande.html
Aufstand der Ungeschützten
Kindesmissbrauch ist weder links noch rechts – sondern alt. Neu ist ein Blick darauf, der Opfern endlich das Sprechen gestattet.
Von Caroline Fetscher - 14.3.2010 Milieu 1. An der Odenwaldschule in Hessen haben sie damals gesungen: „Herr Be-he-cker, Herr Be-he-cker findet kleine Jungen le-he-cker.“
Das hört die heutige Schulleiterin, und mit dem Lied gemeint war der Leiter der Schule, von 1971 bis 1985 im Amt. Jungen, die mit dem Mann das Bett teilten, heißt es, durften seinen Kleinbus benutzen oder sie bekamen einen Kassettenrekorder geschenkt. Gemeinsames Duschen mit Kindern scheint bei einigen Odenwald-Erziehern beliebt gewesen zu sein, wer sich genierte, galt als „spießig“. Wer dennoch den Mut aufbrachte, sich beim Schulleiter zu beschweren, der habe etwas Vages über die „alten Griechen“ erfahren, bei denen Leib wie Seele zum pädagogischen Eros gehörten.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Missbrauch;art141,3056173
Auf einem Ohr ist Bauernfeind heute fast taub – Folge einer eitrigen Mittelohrentzündung, die von den Barmherzigen Schwestern
jahrelang ignoriert wurde, aber auch der Schläge, die er immer wieder auf das Ohr bekam. „Weil ich nicht zuhöre, hat Schwester Amada dann öfter gesagt.” Es ist nicht die einzige Verletzung, die er bis heute
spürt. „Die haben zugeschlagen wie die Narrischen. Beim geringsten Anlass.” Fast täglich hätten sich die Buben in einer Reihe aufstellen müssen. Dann wurde mit dem Rohrstock auf den Hintern geprügelt. „Oft bis er
abgebrochen ist.” Mehrfach wurden er und andere Kinder gezwungen, ihr Erbrochenes zu essen. Thomas vertrug keinen Käse, aber: „Gegessen wurde, was auf den Tisch kommt.” Er erbrach sich. „Zwei Jugendliche
mussten mich dann festhalten. Die Schwester hat mir den Mund aufgedrückt oder mir solange ins Gesicht geschlagen bis ich ihn aufgemacht habe. Dann hat sie mir das Erbrochene hinein gestopft. Mehrmals
hintereinander.” Immer wieder sei das passiert. Das erste Mal als er sechs war. Seit Donnerstag hat das Bistum Regensburg nun eine Beauftragte für Gewaltopfer eingesetzt, bei der sich Betroffene melden sollen.
„Das ist völlig verrückt. Wie soll ich zur Kirche Vertrauen haben? Ich melde mich doch nicht bei den Tätern”, sagt Bauernfeind. „Jetzt so zu tun, als hätte man das alles nicht gewusst, ist der Gipfel der
Scheinheiligkeit.” Die prügelnden Nonnen wurden nie belangt. „Uns Kindern hat niemand zugehört.” http://www.regensburg-digital.de/prugelnonnen/12032010/
Domspatzen: Vergewaltigungen bis in die 90er ... Der Regensburger Bischof Gerhard
Ludwig Müller ist derweil damit beschäftigt, seine Hasstiraden gegen die Medien in verschiedenen Sprachen übersetzen zu lassen. Derzeit kann man auf den Internetseiten des Bistums in deutscher, französischer und
englischer Sprache erfahren, dass die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche mit dem “totalitären Herrschaftsanspruch des Neo-Atheismus und der Diktatur des Relativismus” zu
tun haben soll. Auch mit der Reichsparteitagsrede von NS-Propagandaminister Joseph Göbbels glaubt Müller die Medienberichte vergleichen zu müssen. http://www.regensburg-digital.de/domspatzen-vergewaltigungen-bis-in-die-90er/13032010/
Bischof Gerhard Ludwig Müller ermutigt Schüler der Regensburger Domspatzen - „Lasst Euch nicht entzweien“ Bei einem Besuch im
Domspatzengymnasium tauschten sich heute der Oberhirte und der Vorstand der Einrichtung mit allen Schülern des Knabenchors aus. Schnell wurde deutlich, was die Jungen, die den Bischof mit tosendem Beifall empfingen,
diese Tage beschäftigt: „Was hat das alles mit uns zu tun? Wir können nicht mal mehr Besorgungen in der Stadt machen, ohne von Journalisten belästigt zu werden. Manche Menschen beleidigen uns sogar! Wann hört das
endlich auf?“, klagten die Jugendlichen. Bischof Gerhard Ludwig fand klare Worte und ermutigte die Schüler: „Ich habe vollstes Vertrauen zu unseren Domspatzen und allen Erziehern, Lehrern und Bediensteten dieses
Hauses. Was in vergangenen Jahrzehnten durch einzelne begangen wurde, wird lückenlos aufgeklärt. ... http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=4014
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65 Jahre danach - Leid für ein ganzes Leben Mit den sexuellen Übergriffen geht es ein paar Jahre später los, im St.-Josefs-Heim in Wettringen, geleitet von den Salesianern. „Der Hauptlehrer war ein Sadist“,
erinnert sich Pieper. „Schläge mit dem Rohrstock auf den nackten Hintern, bis die Haut aufplatzte.“ In einem Wutanfall habe ihn der Lehrer eines Tages aus dem Fenster geworfen. Vierfache Schädelfraktur, Nasenbein
und Schlüsselbein gebrochen. Alexander überlebt, weil ihn ein Arzt im nahen Feldlazarett wieder zusammenflickt. "Ich hatte keinen, der mir helfen konnte" Als er dem Rektor beichtet, dass mehrere der
Patres ihn regelmäßig vergewaltigen, glaubt der ihm kein Wort. Als andere Kinder dasselbe erzählen, versetzt man den schlimmsten Bruder und entsorgt das Opfer ins nächste Heim des Ordens, nach Appelhülsen. „Da ging
es genauso weiter“, sagt Pieper. Immer wieder haut er ab, ein paar Mal versucht er sich umzubringen. „Ich hatte keinen, der mir helfen konnte. Ich wollte Schluss machen.“ http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster-65-Jahre-danach-Leid-fuer-ein-ga
nzes-Leben;art993,849128
"Ich werde ganz verrückt, wenn
ich euch im Body da sitzen sehe" Im Herbst 1993 fuhren sie für eine Woche auf die niederländische Insel Ameland. Begleitperson: der Pater.
Als seine Tochter zurück kam, packte sie aus. Der Geistliche habe sie unter der Bettdecke vom Bauch bis zur Brust gekitzelt, sie im Nachthemd unter die Dusche gezerrt. Und er habe die Angewohnheit gehabt, abends die
Zimmer der Schülerinnen aufzusuchen, ohne anzuklopfen. Dabei sei er mehrfach auf Mädchen in Unterwäsche gestoßen – obwohl sie Zettel an die Tür gehängt hatten, auf denen stand: Kein Zutritt. Bitte anklopfen. An
eine Aussage des Paters erinnert sich Feldhaus genau. „Ich werde ganz verrückt, wenn ich euch im Body da sitzen sehe“, habe er zu seiner Tochter gesagt. http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster-Neuer-Fall-aus-den-90ern-Vater-k
aempfte-erfolglos-fuer-Konsequenzen;art993,846353
Merkel will Missbrauchsopfer entschädigen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erstmals persönlich in die Debatte um immer neue
Missbrauchsfälle eingeschaltet. In der Generalaussprache im Bundestag forderte sie eine gründliche Aufklärung der Vorwürfe. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein "verabscheuungswürdiges
Verbrechen". Das erlittene Unrecht begleite die Betroffenen oft ein Leben lang. Zwar könne es keine völlige Wiedergutmachung geben, die Opfer müssten jedoch das Gefühl haben, in der Gesellschaft gehört zu
werden. Die Kanzlerin zeigte sich offen, über neue Verjährungsfristen und auch über Entschädigungen zu sprechen. http://www.mdr.de/nachrichten/7172517.html
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Aus einer Email vom 18. 02. 2010 zur Info des Gruppensprechers: GRÜSS GOTT! EINE BENEDIKTS-REGEL LAUTET: "MAN SOLL DER SCHWEIGSAMKEIT ZULIEBE BISWEILEN SOGAR AUF GUTE GESPRÄCHE VERZICHTEN." DAS STILLE
AUSFÜLLEN EINES ÜBERWEISUNGSFORMULARS IST DANN GERADE DAS RICHTIGE. SALUTEM DICO NONGRATA ...
-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: noreplay@helpgloria.tv [mailto:noreplay@helpgloria.tv]
Gesendet: Mittwoch, 17. März 2010 17:05 An: sancta@nongrata.eu Betreff: Bitte um Fastenspende und Fastenhymnus
Grüß Gott! Die derzeitige Kampagne gegen die Kirche zeigt, wie dringend notwendig eine
katholische Internetpräsenz ist, um die Kirche gegen kirchenferne Medien zu verteidigen. Eine solche Internetpräsenz ist unsere mit viel Schweiß produzierte
17-sprachige katholische Videoseite Gloria.TV. Im Januar besuchten sie fast 700.000 unterschiedliche Benutzer. Jede Stunde werden bei uns rund 10.000 Videos angeschaut.
Wenn es Ihnen möglich ist, bitten wir Sie, uns mit einer Fastenspende zu helfen. Monatlich benötigen wir für den Betrieb von Gloria.TV rund 3.000 Euro.
Wenn Sie mithelfen, diese Last zu tragen, sind wir Ihnen von Herzen dankbar. Unter dem folgenden Link finden Sie Kontodaten für eine Überweisung –
auch mit Kreditkarte - und einen Fastenhymnus, den unsere Mitarbeiterinnen in der Schweiz kürzlich gesungen haben. Viel Freude mit dem Video: http://www.helpgloria.tv/ Gesegnete Fastenzeit im Namen aller treuen Mitarbeiter von Gloria.TV
Don Reto Nay Gloria.TV
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Missbrauch an Schule der Steyler Missionare in den 80er Jahren Am Arnold-Janssen-Gymnasium im westfälischen Neuenkirchen ist Anfang der 1980er Jahre ein Schüler von einem Ordensbruder der Steyler Missionare missbraucht
worden. Das teilte der Orden am Donnerstag in St. Augustin bei Bonn mit. Das zur Tatzeit 14-jährige Opfer habe sich am Mittwoch gemeldet. http://www.domradio.de/aktuell/62457/auch-in-westfalen.html
Verurteilter Priester im Bistum Fulda weiter aktiv 18. März 2010, 11:19 Uhr Obwohl ein Priester wegen sexuellen Missbrauchs aufgefallen ist, durfte er sich aktiv in die Gemeindearbeit einbringen. Ende der
Neunziger war es zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche gekommen, aber erst 2007 wurde der Pfarrer in den Ruhestand versetzt. Jetzt verteidigt sich das Bistum. http://www.welt.de/news/article6828439/Verurteilter-Priester-im-Bistum-Fulda-weiter-aktiv.html
Niederlande Geistliche sollen blinde Kinder missbraucht haben Schwere neue Vorwürfe gegen die katholische Kirche: In den Niederlanden sollen Geistliche regelmäßig Kinder einer Blindenschule misshandelt und sexuell
missbraucht haben. "Es geschah mehrmals pro Woche in der Schulklasse - die anderen Kinder konnten ja nichts sehen - oder in einem Abstellraum", berichtete der inzwischen 54 Jahre alte Peter D., der
damals Internatsschüler war. Das sei mindestens drei Jahre lang so gegangen. Der heute 54-jährige Theo C. wurde nach eigenen Angaben mehrmals belästigt, der ein Jahr jüngere Peter V. sogar jahrelang. Das vierte
Opfer, das anonym bleiben möchte, wurde dem Bericht zufolge vier Jahre lang sexuell missbraucht. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684428,00.html
„Alarmierende Berichte“ Caritas Bonn geht Hinweisen auf Missstände in Kinderheim nach
Die Caritas Bonn geht Hinweisen auf Missstände in einem ihrer früheren Kinderheime nach. Sie betreffen das ehemalige Kinderheim Schloss Allner in Hennef. Eine Caritas-Sprecherin sagte, Berichte ehemaliger
Heimkinder über die Zustände in der Einrichtung in einem Internet-Blog seien „alarmierend“. http://www.domradio.de/aktuell/62433/alarmierende-berichte.html mehr Links: http://www.google.de/search?q=schloss+allner+missbrauch+caritas&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls
=org.mozilla:de:official&client=firefox-a
Zum Schulausflug in die Sex-Sauna Schwere Vorwürfe gegen ein privates Wiener Kinderheim und einen in dessen Nähe ansässigen Geschäftsmann
erheben ein heute 28-Jähriger ehemaliger Heimzögling und ein Ex-Lehrer. Die ohnehin aus Problemfamilien stammenden Heimkinder seien "abgerichtet" und dann bei Sexpartys in Wohnungen des Unternehmers an
Gäste vermietet worden. http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?tabID=3941&alias=wzo&cob=480130
Die Gezeichneten: Auch in staatlichen Heimen wurden Zöglinge missbraucht
Missbrauch, Schläge und Demütigungen gab es nicht nur in katholischen Internaten. Auch in vielen staatlichen Heimen wurden Zöglinge systematisch
gebrochen. Jetzt brechen sie erstmals ihr Schweigen. http://www.profil.at/articles/1011/560/264620/die-gezeichneten-auch-heimen-zoeglinge#navigatio n-main
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Behinderte -
In deutschen Behinderten-Heimen hat es Forschungen zufolge in der Vergangenheit weitaus mehr Fälle von Missbrauch und Gewalt gegeben als bislang bekannt. "Die Geschichte der Behindertenhilfe wurde in Deutschland stiefmütterlich behandelt und ist deswegen immer noch eine 'Black Box'", sagte der Bielefelder
Historiker Hans-Walter Schmuhl in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/historiker-hohe-dunkelziffer-bei-gewalt-in-heimen1
4576 Links zum Thema "sexuelle Gewalt": http://news.google.de/news/search?aq=f&um=1&cf=all&ned=de&hl=de&q=Sexueller+Mi%C3%9
Fbrauch
Verletzte Kinderseelen bleiben Alfred K. sagt, dass er Anfang dieses Jahres in der ersten Nacht, nachdem erstmalig über sexuellen Missbrauch und Demütigungen von Schülern berichtet worden sei,
nicht eine Minute geschlafen habe. „Die Misshandlungen waren wieder da, das läuft ab wie ein Film.“ Und der heute 60-Jährige sagt diesen Satz: „Noch schlimmer als selbst geschlagen zu werden, war es zu sehen, wie
andere verprügelt wurden.“ Der 60-Jährige fährt mit so einer Intensität fort zu erzählen, als ob mit den Worten aus dem Mund auch der Dreck aus der Seele endgültig und für immer verschwinden würde: „Ich sehe dich
noch in der Ecke“, sagt er zu seinem Freund, der an diesem Dienstagnachmittag im März 2010 im Wintergarten in Reckenfeld mit am Tisch sitzt: „Du hast auf dem Boden gehockt, und die Schwester hat mit einem
Kleiderbügel zugeschlagen und nicht aufgehört. Das Bild vergess ich nie.“ http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/greven/1290239_Verletzte_Kinder seelen_bleiben.html
Hessischer Landtag zieht Konsequenzen aus Heimkinder-Schicksalen Samstag, 20. März 2010 um 07:59 Uhr Als Konsequenz aus der Anhörung zu den Schicksalen von Heimkindern in den 50er bis 70er Jahren wird sich der
hessische Landtag kommende Woche offiziell «im Namen des Volkes» bei den Opfern entschuldigen. Der harsche Umgang mit den Heimkindern sei in der damaligen Zeit «gesellschaftlich akzeptiert» gewesen, sagte der
Vorsitzende der Landtagsanhörung, der Grünen-Politiker Andreas Jürgens, im ddp-Interview. Die Situation in den Heimen samt der Gewaltbereitschaft der Erzieher sei in der Fachöffentlichkeit bekannt gewesen und auch
gebilligt worden. http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30716:hessischer-landtag-z
ieht-konsequenzen-aus-heimkinder-schicksalen&catid=22:allgemein&Itemid=59
Mehrerau: Kriminalamt ermittelt So soll laut Rundfunk ein Pater vor rund 20 Jahren an
Internats- Schülern der Mehrerau schwerste Sexualdelikte begangen haben.
In einem Fall habe ein Seminargast einen Jugendlichen betrunken gemacht und ihn anschließend ebenfalls schwer sexuell missbraucht. Weiters habe ein Erzieher drei Internatsschülern Drogen schmackhaft gemacht, ihnen Pornofilme vorgeführt und sexuelle Handlungen gesetzt.
Ein anderer Pater, der sich in den 1970er- Jahren angeblich an Heranwachsenden im Kloster Mehrerau vergangen hat und dann versetzt wurde, habe sich mittlerweile bei der Polizei gemeldet, weil er ein Geständnis ablegen wolle.
http://www.vienna.at/news/vorarlberg/artikel/missbrauch-kriminalpolizei-ermittelt-auf-hochtouren/cn
/news-20100317-01434043
Der Mehrerauer Abt Anselm van der Linde, ... trat gestern Vormittag in der Aula Bernardi vor Schüler und Lehrer des Bregenzer Privatgymnasiums. In einer bewegenden Rede erzählte er ihnen von einem Missbrauchsfall in den Achtzigerjahren, von brutalen Erziehungsmethoden, wie sie früher mitunter angewandt wurden.
Am Ende seiner Worte brach der Abt, ... in Tränen aus. Die Lehrer bat er, in den folgenden Schulstunden das Thema weiter zu behandeln. Die Schüler antworteten ihm anerkennend mit stehendem Applaus. http://bregenz.vol.at/news/tp:meinegemeinde:bregenz/artikel/offenbar-mehrere-missbrauchsfaelle-
im-kloster-mehrerau/cn/news-20100309-06224870
Schübelbacher: «Wir sind schockiert, dass er weg ist» Fluchtartig verliess Pater Gregor nach dem Pädo-Geständnis seine Gemeinde Schübelbach
SZ. Der Schock sitzt im Dorf. Nicht aus Mitleid mit den Sex-Opfern, sondern weil ihr beliebter Pfarrer weg ist. «Ich empfinde Wut», sagt eine Frau. Aber nicht auf den Priester! Sondern: «Weil sie ihn jetzt
fertigmachen.» Und fährt fort: «Er ist so ein lieber Mensch.» Jetzt sei sein Leben kaputt. Eine andere Frau sagt: «Es ist so schade, dass er nicht mehr da ist.» Und: «Darüber bin ich viel mehr schockiert.»
Mehr als über die Kindsmissbräuche. http://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/schuebelbacher-wir-sind-schockiert-dass-er-weg -ist-142971
Blog zu "pädophile Priester" http://news.feed-reader.net/4707-priester.html
Das Auge Gottes Im katholischen Internat wussten wir Kinder ganz genau, vor wem wir uns in Acht nehmen mussten. Wir gaben uns gegenseitig Tipps: Bei dem musst du die Lippen
zusammenpressen, wenn er dich küssen will; erschrick nicht, wenn er dir den Oberschenkel massiert. An einem Ort gehörte sogar Nacktduschen unter «Aufsicht» zum Alltag. Wenn heute der Abt von Einsiedeln
aufgrund der neusten Missbrauchsfälle «eine grosse Chance» sieht und meint: «Wir können die Probleme, die es ganz offensichtlich gibt, angehen», dann wirkt das auf mich arg scheinheilig. Die katholische Kirche hätte
2000 Jahre lang Zeit gehabt, diese «Probleme» anzugehen. Missbrauch gibt und gab es massenhaft. Viele wussten davon – und schwiegen. http://www.blick.ch/news/schweiz/kommentar-von-hannes-britschgi-chefredaktor-sonntagsblick-14
3095
Missbrauch im Kloster Birnau Ein 69-jähriger Priester hat in dieser Woche gestanden, vor Jahrzehnten im Kloster Birnau einen Ministranten sexuell missbraucht zu haben. Der Mönch der
Zisterzienserabtei Mehrerau bei Bregenz war zuletzt als Priester in der Schweiz beschäftigt, er wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Der Geistliche erstattete Selbstanzeige bei der Kriminalpolizei.
Auf Druck des Opfers räumte der Priester die sexuellen Übergriffe, die er in der Birnau verübt hatte, in dieser Woche öffentlich ein. Dem ehemaligen Ministranten gegenüber gestand der Priester bereits
2006, dass er ihn missbraucht hatte. Doch erst jetzt, nachdem der in Überlingen aufgewachsene Mann ankündigte, beim Sonntagsgottesdienst die Schweizer Kirchengemeinde zu informieren, zog der Priester Konsequenzen.
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Missbrauch-im-Kloste
r-Birnau;art372495,4213720
Pater Damian weist Vorwurf sexueller Übergriffe zurück Jugendliche stellen sich hinter beurlaubten Würzburger Diözesan-Kaplan Erstmals hat
sich ein Beschuldigter in der aktuellen Missbrauchs-Debatte der katholischen Kirche öffentlich geäußert.
„Die Vorwürfe gegen mich sind absurd, ich habe mich nie einem Kind oder Jugendlichen in sexueller Absicht genähert“,
sagt Pater Damian Mai im Gespräch mit dieser Zeitung. Der 76-Jährige tritt in die Öffentlichkeit, „da ich sonst keine Chance habe.“ Ehemalige Schüler hatten vergangene Woche in den Medien berichtet, dass sie der
damalige Leiter des Internats St. Ludwig in Bonn vor etwa 35 Jahren in sein Zimmer geholt und dort geküsst habe. Pater Damian bestreitet diese Darstellung: „Ich habe einen Jungen bestimmt einmal in den Arm genommen.
http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/zeitgeschehen/Pater-Damian-weist-Vorwurf-sexueller-
Uebergriffe-zurueck;art16698,5484936 In der «Frankfurter Rundschau» hatte vor mehr als einer Woche ein ehemaliger Schüler von körperlichen
Annäherungen gesprochen, außerdem sei der Pater «ziemlich jähzornig» gewesen und habe «hart zugeschlagen». Daraufhin meldeten sich zwei weitere Opfer beim Ordinariat in Würzburg. Dieses bestätigte die «Kritik an den
Erziehungsmethoden» und einer «gewissen Übergriffigkeit». Ein weiterer Betroffener, der sich an die «Nürnberger Zeitung» wandte, berichtete von sexuellem Missbrauch, darunter Küssen und «Ringkämpfchen» im Bett
des Paters. Generalvikar Karl Hillenbrand und Mais Provinzial Pater Leo Beck wollen die Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft prüfen lassen. http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1181959&kat=11
Kremsmünster: Pater gestand Übergriff Nach den Missbrauchsvorwürfen im Stift Kremsmünster sind drei Patres ihrer Ämter enthoben worden. Einer der Mitbrüder habe den ihm vorgeworfenen Gewaltübergriff
bestätigt - sexuelle Hintergedanken habe es jedoch keine gegeben. "Es ist so passiert" Das gab Abt Ambros Ebhart am Donnerstagnachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt. "Es ist so
passiert", zitierte Ebhart aus dem Gespräch mit einem der Patres. Dieser soll den Kopf eines Schülers, der sich neben ihm hingekniet habe, gerieben und und fest in seinen Schoß gedrückt haben. http://ooe.orf.at/stories/428498/
Wechselburger Pater bekennt sich zu Vorwürfen Langjähriger Pfarrer hat als Erzieher in Ettal vor 32 Jahren einen Klosterschüler gezüchtigt
Wechselburg. Erstmals nach Bekanntwerden der Vorwürfe von sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt an der Klosterschule Ettal hat sich gestern einer der drei beschuldigten Patres des Wechselburger Klosters
dazu geäußert. ... Pater Gabriel H., hat sich im Gespräch mit der "Freien Presse" dazu bekannt, in seiner früheren Tätigkeit als Erzieher einen Schüler unangemessen körperlich gezüchtigt zu haben. ...
Einem weiteren Pater des Wechselburger Klosters wird ebenfalls "unangemessene körperliche Züchtigung" von Klosterschülern vorgeworfen. http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1695241.php
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"Ich mache dich fühlend", sagt der Therapeut und schleift sie an den
Haaren durch die Wohnung. Nur leise soll sie sein, weil die Kinder schlafen. ... Ich dachte: Muss ich da jetzt etwas lernen oder
was?" Paralysiert sei sie gewesen, als der Mann sich mit ihrer Hand befriedigt, zum Schluss stellt er fest: "Das war schön." Sie sagt nichts, wie immer. Der väterliche Freund. Die Pfeife. Der Hund.
Der Einzige, den sie hat. Ihre Mitschülerinnen in der Ausbildung mögen sie nicht, sie ist Außenseiterin mit ihrer komischen Art. Im Heim "haben alle auf mir rumgehackt". Nur Meine ist da, der es
"schön" findet, was er mit ihr macht. Wenig später vergewaltigt er sie zum ersten Mal. http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/ich-war-seine-gummipuppe/
Mit der Forderung nach einer gründlichen Aufklärung hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Debatte über sexuellen Missbrauch eingeschaltet. Die katholische Kirche in Deutschland erwägt unterdessen offenbar die Einrichtung eines Fonds zur finanziellen Entschädigung von Opfern.
(ddp) Notwendig seien «Klarheit und Wahrheit über alles, was passiert ist», sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag. Der Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sei ein «verabscheuungswürdiges Verbrechen»
. ... «Was soll der Papst noch Neues sagen?» Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sicherte «vollständige Transparenz» zu und verteidigte Papst Benedikt XVI. gegen
Vorwürfe, er schweige zu den Vorfällen in seinem Heimatland. Bereits beim Besuch des Papstes 2008 «hat er uns aufgefordert und das gilt weltweit, alles in unserer Macht Stehende zu tun, 'um Heilung und Versöhnung zu
fördern, und denen beizustehen, die verletzt worden sind'», schrieb der Freiburger Erzbischof in einem Beitrag für «Die Welt». «Was soll der Papst noch Neues sagen? http://www.nzz.ch/nachrichten/international/merkel_meldet_sich_in_missbrauchs-debatte_zu_wort
_1.5238811.html
Bundesregierung will anabhängige Beauftragte
Nach den Plänen der Bundesregierung soll eine unabhängige Beauftragte Empfehlungen für materielle und nichtmaterielle Hilfen für
Missbrauchsopfer erarbeiten. Wer diese Aufgabe konkret übernimmt, war am Montagnachmittag noch offen. Daneben soll am 23. April erstmals der ressortübergreifende Runden Tisch zusammenkommen. Den Vorsitz sollen
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bildungsministerin Annette Schavan und Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU) gleichberechtigt führen. http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/politik/bundesregierung-will-helfen-missbrauchsfaelle-aufzu
klaeren-685031.html?cmp=defrss
Prügelorgien in Tirols Heimen
Besonders hart traf es jene Kinder, die immer wieder in die kinderpsychiatrische Beobachtungsstation in Innsbruck geschickt wurden.
„Das ist eine Terrorgeschichte. Da wurden Bettnässer mit Stromstößen an den Genitalien behandelt”, sagt Schreiber. Die Lebensläufe der ehemaligen Heiminsassen sprechen Bände: „Wir haben massenweise
Selbstmorde, Prostitution, psychiatrische Behandlung bis heute und es gibt Opfer, die selbst zu Tätern wurden.” Dass die Träger der Einrichtungen - eben Land und Stadt - nichts wussten, lässt Schreiber nicht
gelten. „Es war insofern bekannt, weil aus allen Heimen die Kinder massenhaft geflohen sind. Wenn sie von der Polizei aufgegriffen wurden, haben sie ihre Leidensgeschichte erzählt. Aber darum hat sich niemand
gekümmert, weil sie ja von vornherein als Asoziale gesehen wurden.” http://www.gegensexuellegewalt.at/2010/03/22/fursorgeheime-unter-beschuss/
Vorwürfe gegen Erzbischof Zollitsch Als Personalreferent des Erzbistums
Freiburg soll er in den 90er Jahren sexuelle Missbrauchsfälle vertuscht haben Mainz. Ein Opfer sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Freiburg in den 80er und 90er Jahren erhebt schwere Vorwürfe gegen den
Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch. Er soll als ehemaliger Personalreferent im bischöflichen Ordinariat Freiburg den Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch durch einen
Pfarrer in der Gemeinde Oberharmersbach im Ortenaukreis „vertuscht und verdeckt“ haben. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ wurde der Pfarrer Franz B. unter Mitwirkung von Dr. Robert Zollitsch 1991
zwar in den Ruhestand versetzt. Die Staatsanwaltschaft allerdings wurde erst 1995 tätig, als ein Betroffener Anzeige erstattete. Betroffene beklagen, dass sie jahrelang keine Hilfe bekommen hätten. Ein heute
38-jähriges Opfer sagte im Interview gegenüber REPORT MAINZ: „Man wird fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel.“ http://www.kirchenindex.com/?p=161 Report Mainz: http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4040440?pageId=&moduleId=487904&cat
egoryId=&goto=&show=
Pornofilme, Alkohol und Drogen für die Zöglinge Österreich entsetzt sich besonders, dass sexuelle Übergriffe und Quälereien noch bis in jüngste
Zeit angedauert haben. Aus Vorarlberg wird gar gemeldet, in einer Klosterheimschule seien Zöglinge mit Pornofilmen, Alkohol und anderen Drogen traktiert worden, gefolgt von sexuellen Übergriffen bis zur
Vergewaltigung. Und da ist noch eine besonders prekäre Sache: Rom selbst hat vor nicht langer Zeit das erste Kirchengerichtsverfahren überhaupt, das in Österreich gegen einen geistlichen Kinderschänder geführt
wurde, kassiert. Es ging um einen steirischen Pfarrer und dessen Übergriffe an Kindern in den Jahren 1982 bis 1987. Eltern blieben trotz tauber Ohren und Demütigungen durch die kirchliche Hierarchie
hartnäckig. Der Pfarrer wurde nach Jahren "beurlaubt", bald aber wieder mit neuen Gemeinden betraut, mit verhängnisvollen Folgen. Erst nach einem Bischofswechsel 2001, so zeichnet die Wiener
Wochenzeitung Falter den Fall nach, kam es zum kirchlichen Prozess vor dem erzbischöflichen Metropolitan- und Diözesangericht in Salzburg. Der Priester wurde für schuldig befunden. Die Glaubenskongregation in Rom
aber hob 2006 zu aller Überraschung den Schuldspruch auf: Die Sache sei verjährt. Der Chef der Glaubenskongregation Josef Ratzinger war damals gerade Papst geworden, auch Wiens Erzbischof Christoph Kardinal
Schönborn gehörte dem Gremium an. Schönborn ist es, der jetzt der Öffentlichkeit namens der Bischofskonferenz schwört, die Zeit der Vertuschung sei endgültig vorbei, das Interesse der Opfer stehe nunmehr ohne
Wenn und Aber über allem. Der Kardinal lobt den Papstbrief an die Iren als "klare Worte". Noch ganz anders hatte Schönborn reagiert, als im Jahr 1995 sein Vorgänger in Wien, Kardinal Hans Hermann Groer,
schwerer sexueller Übergriffe bezichtigt wurde. Schönborn nannte die intensiven Recherchen der Medien Verfolgungsmethoden wie unter den Nazis. Später legte er mit Bischofskollegen ein Schuldbekenntnis an Groers
Statt ab, der seine Gemeinde niemals mit einem klärenden Wort von ihren bohrenden Zweifeln befreite und bis zu seinem Tod schwieg.
Regensburger Bischof hetzt gegen Medien Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Medien in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen
eine Kampagne gegen die Kirche vorgeworfen. Der Bischof rückte die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten. "Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen
die Kirche", sagte Müller am Samstagabend nach Informationen des Bayerischen Rundfunks in einer Predigt im Regensburger Dom. Der Bischof bat die Katholiken, der Kirche treu zu bleiben, "so wie auch
damals die Katholiken und Katholikinnen treu gewesen sind." Den Medien gehe es darum, die Glaubwürdigkeit der Kirche zu erschüttern. Die Menschen würden "manipuliert durch verkürzte Berichte, durch
ständige Wiederholung von Vorgängen aus alter Zeit, so dass der Eindruck erweckt wird, die Kirche das ist eine Institution, wo die Leute völlig verdorben sind", sagte Müller in dem Gottesdienst. http://www.sueddeutsche.de/politik/376/506554/text/
Kein Verfolgungseifer ... Gleichzeitig steigt die Zahl der Leser, die beklagen, sie hätten nun genug über das Thema gelesen. In diesen Klagen schwingt der Vorwurf mit, es gehe den
Journalisten nicht um Aufklärung, sondern um eine Kampagne gegen die katholische Kirche. So hat sich auch der Sprecher von Papst Benedikt XVI. geäußert, nachdem die SZ vergangene Woche als erstes Medium darüber
berichtete, dass in Benedikts Amtszeit als Münchner Erzbischof ein pädophiler Priester in der Gemeindearbeit eingesetzt wurde und später wieder Kinder missbrauchte. ... Die SZ geht allen Hinweisen sorgfältig
nach. Sie berichtet nicht über einen Verdacht, den jemand in E-Mails oder am Telefon äußert. Die Redakteure sprechen mit den Betroffenen, sie treffen sich oft mit ihnen. Sie erleben dabei häufig zutiefst
erschütterte Menschen, die unter Tränen erzählen, was ihnen der Kaplan, der Jugendleiter, der Pfarrer angetan haben. http://www.sueddeutsche.de/politik/377/506555/text/
„Ich wurde jahrelang vergewaltigt“ Sechs Jahre sei sie gewesen, als sie zum ersten
Mal einen inzwischen verstorbenen Pfarrer befriedigen musste, erzählt Cornelia H. „Es geschah in einer Art Beichtstuhl“, sagt sie, „zwei Stühle, die hinter einem Paravent standen“. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr
hätten die sexuellen Übergriffe gedauert. Tatort sei das Würzburger Marienheim der Franziskanerinnen gewesen, wo ihre Mutter sie, ihr uneheliches Kind, abgegeben habe. „Das war kein Heim, das war ein Gefängnis, in
dem gefoltert wurde.“ Cornelia H. erzählt dies alles im Magazin „stern“. http://www.main.de/wuerzburg/wuerzburg/d%FCrrbachau./art739,456944,B
Nach Jahrzehnten des Leidens brechen in Italien ehemalige Schüler ihr Schweigen: Sie werfen katholischen Geistlichen bis in die höchsten Ränge vor, sie über Jahre sexuell missbraucht zu haben.
Alessandro Vantini besuchte als Kind eine Taubstummen-Schule der katholischen Kirche in Verona. Dort wurde er nach eigener Darstellung über Jahre hinweg von Geistlichen sexuell misshandelt. Seinem
Klassenkameraden Gianni Bisoli erging es nicht anders, er soll sogar vom damaligen Bischof von Verona missbraucht worden sein. Beide Opfer haben jahrzehntelang über ihre schrecklichen Erfahrungen geschwiegen. Erst
heute – im Alter von 59 beziehungsweise 60 Jahren – sind sie zu einer öffentlichen Aussage bereit. «Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr an Depressionen gelitten», sagt Vantini, der die Taubstummen-Schule 13
Jahre lang besuchte. «Meine Frau hat mich darin bestärkt, die Sache publik zu machen, und mir wurde damit ein riesiges Gewicht von den Schultern genommen.» Auf die Frage, warum er das nicht früher getan hat, lässt
Vantini über seinen Gebärdensprachen-Dolmetscher mitteilen: «Wie hätte ich meinem Vater erzählen können, dass ich Sex mit einem Priester habe. Die Priester hätten mich verprügelt.» http://www.kirchenindex.com/?p=73
Das Martyrium des Alexander Probst Dietfurt/Regensburg (DK) Punkt 20 Uhr
hatte das Licht im Schlafraum zu erlöschen. Spätestens dann saß der Präfekt S. am Bett des Internats-Schülers Alexander Probst. Er fragte, wie es dem Buben geht, wie es in der Schule läuft. "Und während des
Gesprächs wanderte seine Hand immer unter meine Bettdecke und in meinen Schlafanzug. Er rieb dann solange an mir, bis ich einen erigierten Penis hatte." Und er hat keinem erzählt, dass er vom
Domkapellmeister Georg Ratzinger immer wieder "verprügelt" wurde. "Ein cholerischer Sadist", sagt er heute über den Bruder von Papst Benedikt XVI. Von wegen "hin und wieder
Ohrfeigen", sagt Probst. "Das war an der Tagesordnung. Mich hat er einmal an den Haaren gepackt und so lange geohrfeigt, bis das Büschel Haare ausgerissen ist." Alle Schüler, erzählt Probst, hatten
Angst vor dem Domkapellmeister. "Wir hatten regelrechte Wachposten. Und wenn Ratzinger nahte, dann hat jeder geschaut, dass er wegkommt." http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/wochennl112010-Das-Martyrium-des-Alexander-Pr
obst;art155371,2258353
„Tun wa’s noch’n bisschen?"
Im Gespräch mit dem KREISBOTE bezichtigte der 41-jährige Kemptener Stefan S. einen ehemaligen Hausmeister (Name der Redaktion bekannt) des
Gerhardingerhauses, eine Einrichtung der Katholischen Waisenhausstiftung, des sexuellen Missbrauchs. Begonnen haben sollen die Übergriffe des Mannes Ende der 70er Jahre während eines Besuchs des Oberstdorfer
Schwimmbads. „Da ist doch nichts dabei, wenn zwei Männer es sich mal machen, oder?", soll der Mann zu dem damals 12 Jahre alten S. gesagt haben.
Laut S. hat sich der Vorfall in der Umkleidekabine des Bades abgespielt. Damit begann ein jahrelanger Leidensweg für den Jungen, das erst Mitte der 80er Jahre endete. Bereits zuvor sei es immer wieder zu
sexuellen Übergriffen älterer Heimbewohner gekommen, so S. weiter. Außerdem seien die Kinder von den Schwestern des Heims misshandelt worden. „Misshandlungen und Schläge waren an der Tagesordnung“, betonte
der 41-Jährige gegenüber dem KREISBOTE. Von jenem Sommertag in Oberstdorf an habe sich der Hausmeister regelmäßig an ihm vergangen. Vor allem während der Ferien, wenn er ihm geholfen habe, berichtete S. Die
Standarfrage war demzufolge: „Tun wa’s noch’n bisschen?" http://www.kreisbote.de/lokal_nachrichten/kempten-isny-westallgaeu/1/1/%C2%BBTun+wa%60s+ noch%60n+bisschen%3F%C2%AB-1269335823/
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Missbrauch in der Kirche 23 Mär 2010 - 10:36 Nr. 9114 Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner BERLIN. (gbs/hpd) Anlässlich des kirchlichen Missbrauchsskandals führte die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) ein Gespräch mit Karlheinz Deschner. Offensichtlich
waren dessen Antworten jedoch zu pointiert, weshalb dpa plötzlich von der zugesagten Verbreitung des Interviews abrückte. Der Humanistische Pressedienst (hpd) dokumentiert nachfolgend, was deutschen
Zeitungslesern vorenthalten wurde.
Herr Deschner, Sie schreiben seit Jahrzehnten eine mehrbändige „Kriminalgeschichte des Christentums“. Hat es Razzien wie im Kloster Ettal in der Kirchengeschichte schon mal
gegeben? Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine „Kriminalgeschichte des Christentums“ hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte „Das Kreuz mit der Kirche“. Dazu muss man allerdings
bedenken, dass die katholische Kirche – aus bösem Grund – über Jahrhunderte eine eigene Gerichtsbarkeit hatte, mit der man verhinderte, dass derart Belastendes vor den Gläubigen ausgebreitet wurde. Die Heuchelei
gehört bis heute zu den widerlichsten, doch wesentlichen Charakterzügen des Christentums. Gemäß der alten Devise „si non caste caute“, wenn schon nicht keusch, dann wenigstens vorsichtig, unterschieden viele Päpste
zwischen einer heimlichen und einer bekannt gewordenen Sünde, bei der sie die Strafe verdoppelten, ja verdreifachten. Gegen das Sündigen im Allgemeinen hat man selbstverständlich nichts, im Gegenteil, es ist den
Herren sehr willkommen; davon leben sie. http://hpd.de/node/9114
Der Papst gerät wegen des Umgangs mit Missbrauchfällen weiter ins Zwielicht:
Die im Jahr 1996 von ihm geführte Glaubenskongregation hat damals auf Strafen gegen einen pädophilen Priester verzichtet. Benedikts Autorität als Kirchenführer schwindet - warum ist er eigentlich noch im Amt? ...
Und selbst wenn viele Missbrauchsopfer schon lange den Rücktritt Benedikts fordern: Er tritt nicht einfach zurück, ein Papst weist zurück - am liebsten "sämtliche" Vorwürfe, die aus Sicht des Vatikans
natürlich alle völlig "unbegründet" sind. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,685682,00.html
"Ein loderndes Rätsel zwischen den Beinen" Was damals im Internat wirklich geschah. Ich bin missbraucht worden - ein Wort, das nicht viel taugt, das nicht weiterhilft, das nur die ganze Misere der
Sprachlosigkeit zeigt. Was ist geschehen? Ich war zwölf, ein hübsches Internatskind, und der Heimleiter und Schulkantor, ein Mann wie Winnetou (der meiner Phantasie, bevor es die Filme gab), Anfang dreißig, langes
Haar (1960!), Roth-Händle-Raucher, Cabrio-Fahrer, führte mich, weil ich über Kopfweh geklagt hatte, am späten Abend auf sein Zimmer. Dort zog er mir einen gepunkteten Schlafanzug aus - man merkt sich auch das
kleinste Detail -, nahm meinen Kopf in die Hände un | |